Vattenfall baut Power-to-Heat Anlage in Amsterdam

150 MW Wärmeleistung

Ein riesiger Elektroboiler soll bald das Fernwärmenetz im Süden Amsterdams speisen – mit Ökostrom aus der Region. Vattenfall baut den Mega-Elektroheizkessel, der mit überschüssigem regenerativen Strom Wasser erhitzt und die Energie so speichert, schreibt das Magazin Erneuerbare Energien am . Der Elektroboiler funktioniert wie ein Wasserkocher und füttert ab 2025 mit der zwischengespeicherten Wärme das Fernwärmenetz von Amsterdam Süd und den angrenzenden Bezirken. Die Bauarbeiten für die Anlage auf dem Vattenfallgelände Diemen beginnen im Januar 2023. weiterlesen…

COP15 – „historisches“ Abkommen zum Schutz der Natur

Guter Wille – aber noch viel zu tun

Mit einem bahnbrechenden Abkommen zum Schutz der Biodiversität haben sich die Teilnehmer der COP 15 in Montreal darauf geeinigt, bis 2030 ein Drittel der Fläche des Planeten unter Naturschutz zu stellen. Lebenswichtige Ökosysteme wie Regenwälder und Feuchtgebiete sowie die Rechte der indigenen Völker sollen besoners geschützt werden. Ein Abschlussbericht der BBC-News von Umweltkorrespondentin Helen Briggs. weiterlesen…

Energieverbrauch 2022 auf niedrigstem Stand seit Wiedervereinigung

Zuwächse bei Erneuerbaren und Kohle / CO2-Emissionen sinken 2022 nur leicht

2022 erreichte der deutsche Energieverbrauch 11.829 Petajoule (PJ) beziehungsweise 403,6 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) – ein Rückgang um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Energieverbrauch kam damit nach den Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) vom 20.12.2022 auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. weiterlesen…

Negative Emissionen staatlich fördern!

Abscheidung von CO2 sollte verstärkte finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten

Um Treibhausgase wieder aus der Luft heraus zu holen, müssen Fördergelder gezahlt werden. Diese Subventionen für die Beseitigung von CO2 sollten dabei höher sein als der Preis, der auf den Ausstoß von CO2 erhoben wird – das zeigt eine neue ökonomische Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC). Erstmals analysierten die Forschenden politische Maßnahmen, die auf das Abscheiden von CO2 aus der Atmosphäre zielen, um es dann unterirdisch oder in Produkten zu speichern. Grund für die vorgeschlagene unterschiedliche Bepreisung sind nicht technische Schwierigkeiten beim Herausholen des CO2 aus der Luft, sondern ein wirtschaftlicher Effekt, der als Leckage bezeichnet wird. weiterlesen…

Photovoltaik-Boom in ganz Europa

2022: Deutschland vor Spanien größter europäischer Photovoltaik-Markt

Der europäische Photovoltaik-Verband erwartet eine neu installierte Photovoltaik-Leistung von 41,4 Gigawatt auf dem Kontinent in diesem Jahr – ein Anstieg um 47 Prozent gegenüber 2021. Im optimistischsten Szenario könnte es im kommenden Jahr sogar mehr als 67 Gigawatt Zubau werden. In den Top Ten liegen Polen und die Niederlande weiterhin vor Frankreich und Italien. Portugal verzeichnete prozentual den größten Zuwachs binnen Jahresfrist. Sandra Enkhardt hat sich für das pv magazine den jährlichen Fortschrittsbericht von Solarpower Europe näher angeschaut. weiterlesen…

Bahnbrechendes Verfahren beseitigt giftige „Ewigkeitschemikalien“

Von kalifornischen Wissenschaftlern für Trinkwasseraufbereitung und Sanierung toxischer Standorte entwickelt

Eine heimtückische Kategorie von krebserregenden Schadstoffen, die als „ewige Chemikalien“ bekannt sind, ist vielleicht doch nicht so dauerhaft. Chemieingenieure und Umweltwissenschaftler der University of California, Riverside, haben vor kurzem eine neue Methode veröffentlicht, mit der diese schädlichen Substanzen im Trinkwasser chemisch in kleinere, im Wesentlichen unschädliche Verbindungen zerlegt werden können. Bei dem zum Patent angemeldeten Verfahren wird verunreinigtes Wasser mit Wasserstoff versetzt und dann mit energiereichem, kurzwelligem ultraviolettem Licht bestrahlt. weiterlesen…

Kernfusions-Simulation Vorreiter bei Übergang zu Exascale-Supercomputern

IPP hebt GENE mit EU-Geld auf neue Stufe

Die EU-Kommission gewährt 2,14 Millionen Euro Fördergeld, um den am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) entwickelten Simulationscode GENE auf eine neue Stufe zu heben: Durch den Einsatz von Exascale-Supercomputern soll er künftig digitale Zwillinge von Kernfusionsexperimenten wie ITER ermöglichen. An dem Projekt werden das IPP, die Max Planck Computing and Data Facility (MPCDF) und die Technische Universität München gemeinsam arbeiten, wurde am 19.12.2022 mitgeteilt. (Grafik: Größenvergleich Garching-Culham-Cadarache – © IPP, Garching) weiterlesen…

„Energierat ebnet Weg für mehr Tempo beim Ausbau Erneuerbarer Energien“

EU-Energierat einigt sich auf Gasdeckel und zur Genehmigungsbeschleunigung bei Erneuerbaren Energien

Die EU-Mitgliedstaaten haben sich auf weitere Notfallmaßnahmen zur Stabilisierung der Gaspreise verständigt sowie zahlreiche Erleichterungen zum beschleunigten Ausbau Erneuerbarer Energien beschlossen. Außerdem soll ab dem kommenden Jahr ein Marktkorrekturmechanismus übermäßig hohe Preissprünge auf dem Gas-Großhandelsmarkt, insbesondere bei Preisspekulationen, verhindern – so eine Medienmitteilung aus dem BMWK vom 19.12.2022. weiterlesen…

Bioenergie dank Energiekrise besser bewertet

Starke gesellschaftliche Zustimmung

Energie aus Biomasse genießt angesichts der Energiekrise hohe Akzeptanz bei den Deutschen. Das zeigt der am 16.12.2022 veröffentlichte Sonderfokus Bioenergie innerhalb der jährlichen, repräsentativen Akzeptanzumfrage der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). Entgegen der teils stark polarisierten öffentlichen Debatte ist das Meinungsbild unter den Deutschen deutlich Biomasse-freundlicher und dabei durchaus differenziert. Gefragt danach, wie stark künftig verschiedene, nachhaltige und regionale Biomasse-Energieträger genutzt werden sollten, sprachen sich insgesamt 32 Prozent der Befragten für eine etwas oder deutlich stärkere energetische Nutzung von Waldholz aus. Weitere 30 Prozent möchten den aktuellen Umfang beibehalten. weiterlesen…

Milde Ammoniaksynthese

Mit Bor-Radikalen ist die Umsetzung von Stickstoff zu Ammoniak in Lösung möglich

Ammoniak wird großtechnisch im Haber-Bosch-Verfahren gewonnen, wofür jedoch viel Energie und Wasserstoff benötigt werden. Einen viel milderen Reaktionsweg stellte am 14.12.2022 ein Forschungsteam open access in Angewandte Chemie vor. Demnach können reaktive Borverbindungen den Luftstickstoff sehr effizient angreifen und in Lösung und bei Raumtemperatur durch Zugabe von Säure zu Ammoniumchlorid umsetzen. Weder Metalle noch Wasserstoffgas werden benötigt. (Grafik: Die ‚milde‘ Ammoniak-Synthese – © Wiley-VCH, ‚Angewandte Chemie‘ – Verwendung unter Angabe der Quelle ‚Angewandte Chemie‘ und Link zum Originalbeitrag frei. ) weiterlesen…