Schlechte Noten für Deutschland

Globaler Klima-Risiko-Index: drei Plätze schlechter

Im jährlichen weltweiten Klimaschutzranking ist Deutschland (vonPlatz 13) auf Platz 16 abgerutscht, so tagesschau.de und Germanwatch am 14.11.2022. Der Grund: die hohen Verkehrsemissionen, so die Autoren der Untersuchung, Jan Burck, von German Watch und Niklas Höhne vom NewClimate Institute.  Die ersten drei Plätze wurden, wie schon in früheren Jahren, nicht besetzt, sie blieben weiß. Burck: „Die ersten drei Plätze konnten wir nicht vergeben, weil kein Land genug unternimmt, um gefährlichen Klimawandel zu vermeiden“. Als bestes Land in Sachen Klimaschutz landet Dänemark auf Platz vier, gefolgt von Schweden und Chile. weiterlesen…

Baerbock zu COP27 vor Bundestag

Aufbruch zum Klimaschutz: Aus „Wandel“ wurde „Krise“

Am 11.11.2022 hielt die Bundesministerin des Auswärtigen, Annalena Baerbock, vor dem Deutschen Bundestag eine Rede aus Anlass der COP27 in Scharm-el-Scheich. Hauptthema war die 1,5-Grad-Grenze. Solarify dokumentiert. (Foto: Bundestagsplenum – Screenshot © parlamentsfernsehen) weiterlesen…

EU-Bedenken wg. „diskriminierender“ Produktionsanforderungen im US-Anti-Inflationsgesetz

Produktionsanforderungen im US Inflation Reduction Act umstritten

Die Europäische Union und die USA bemühen sich um eine Lösung für zentrale Aspekte der „diskriminierenden“ Produktionsanforderungen im US-Inflationsbekämpfungsgesetz (Inflation Reduction Act – IRA). Die EU erklärte bereits, dass sie den Fall vor die Welthandelsorganisation bringen könnte, falls kein Kompromiss erzielt werden kann, schreibt pv magazine Global. weiterlesen…

„Deutschland braucht sofortige Antwort auf US-Inflation-Reduction-Act“

DWV-Appell an Bundesminister Habeck – Jetz handeln und Voraussetzungen für „Grüne Wasserstoff-Marktwirtschaft“ schaffen

Zahlreiche Verbände und Unternehmen an Bundeswirtschaftsminister Habeck mit der Aufforderung appelliert, jetzt zu handeln und die Voraussetzungen für eine „Grüne Wasserstoff-Marktwirtschaft“ zu schaffen. Konkret geht es darum, eine sofortige Antwort auf den Inflation Reduction Act der USA zu geben, um die Verlagerung der Wasserstoffindustrie in die USA zu verhindern. Der Wasserstoffverband DWV hat das Schreiben formuliert: „Sehr geehrter Minister Habeck, der DWV und die Unterstützer dieses offenen Appels appellieren an Sie, sich für den Hochlauf einer grünen Wasserstoff-Marktwirtschaft und die dafür erforderlichen investitionssicheren Rahmenbedingungen in Deutschland und der EU einzusetzen.“ – weiterlesen…

Abgeordnete streiten über Hochrisikotechnologie Atomkraft

Streckbetrieb laut Regierung vertretbar

Aus Sicht des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU), Christian Kühn (Bündnis 90/Die Grünen), ist der 2011 beschlossene Ausstieg aus der „Hochrisikotechnologie“ Atomkraft „auch in diesen Zeiten multipler Krisen richtig“- so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag über eine öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses am 09.11.2022. Den Streckbetrieb der drei noch laufenden Atomkraftwerke bis zum 15.04.2023 halte er aus Sicherheitsperspektive für vertretbar. Eine Laufzeitverlängerung indes bräuchte „erhebliche Investitionen in den Kraftwerken, um die Sicherheit auf dem gleichen Niveau zu gewährleisten“, sagte der BMU-Staatssekretär. weiterlesen…

Bioabbaubares Mikroplastik in Böden lässt CO2-Emissionen ansteigen

Studie der Universität Bayreuth: Je kleiner biologisch abbaubare Mikroplastik-Partikel und je höher ihre Konzentration, umso mehr CO2 entweicht

Biologisch abbaubare Mikroplastik-Partikel in Böden können zu einem verstärkten Anstieg von CO2-Emissionen in die Erdatmosphäre führen. Dies zeigt eine interdisziplinäre, in „Applied Soil Ecology“ veröffentlichte Studie des Sonderforschungsbereichs 1357 „Mikroplastik“ an der Universität Bayreuth. Experten für Bodenökologie und ökologische Mikrobiologie vergleichen darin erstmals in systematischer Form die Auswirkungen eines herkömmlichen und eines bioabbaubaren Kunststoffs in unterschiedlichen Böden. Auch die Folgen für die mikrobielle Biomasse in den Böden, insbesondere für Bakterien und Pilze, werden analysiert. (Foto: Freigesetztes CO2 wird in einer Respicond-Anlage gemessen – © UBT Christian Wißler) weiterlesen…

Deutschland steigt aus Energiecharta-Vertrag aus

„Großer Erfolg für Klima   u n d   Demokratie“

Nach jahrelangen Protesten von Klimaschützern gegen den Energiecharta-Vertrag (ECT) und zwei Jahren erfolgloser Verhandlungen über seine Reform kündigt die Bundesregierung nun den Ausstieg Deutschlands aus dem Anti-Klima-Abkommen ECT an – so eine Medienmitteilung des Umweltinstituts München. Konzerne haben den ECT in den vergangenen Jahren für teilweise milliardenschwere Klagen gegen Staaten genutzt, die aus fossilen Energien aussteigen oder höhere Umweltschutzstandards einführen wollten. (Foto: Anti-ECT-Demonstration vor dem EU-Rats-Gebäude in Brüssel – © CAN Europe.org) weiterlesen…

Keine Anzeichen für Rückgang der weltweiten CO2-Emissionen

Carbon Project: Bis Ende 2022 weltweit 36,6 Milliarden Tonnen CO2

Im Jahr 2022 erreichen die fossilen CO2-Emissionen weltweit 36,6 Milliarden Tonnen CO2 und werden somit leicht höher liegen als vor der Corona-Pandemie. Zusammen mit Landnutzungsemissionen von 3,9 Milliarden Tonnen belaufen sich die Gesamtemissionen auf 40,6 Milliarden Tonnen und damit leicht unter den bislang höchsten Werten von 2019 (40,9 Milliarden Tonnen). Dies zeigt der aktuelle Bericht des Global Carbon Projects. weiterlesen…

Gestärkt aus der fossilen Energiekrise

Mit Inflationsbekämpfungspaket für Klimaschutz und gegen Energiedilemma

Mit einer Investitionsoffensive in Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und strombasierte Technologien in Industrie und Gebäuden kann Deutschland die fossile Energiekrise strukturell überwinden und zugleich seine Ausgaben für Gas- und Öl-Importe massiv senken. Agora Energiewende legte am 02.11.2022 einen Vorschlag für ein Inflationsbekämpfungspaket vor, mit dem Deutschland die Energiekrise überwinden und zugleich den Klimaschutz stärken kann. Die hierfür nötigen Bundesmittel lassen sich vollständig durch Einsparungen bei Importen von Öl und Gas gegenfinanzieren. weiterlesen…

BMWK beantragt Bundestagszustimmung zu Kohleausstieg in NRW – Lützerath wird abgebaggert

Antrag auf frühere Beendigung der Kohleverstromung im Revier

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz beantragte am 08.11.2022 die gemäß § 49 des Kohleverstromungsbeendigungsgesetzes erforderliche Zustimmung des Deutschen Bundestages zum Änderungsvertrag zum öffentlichrechtlichen Vertrag zur Reduzierung und Beendigung der Braunkohleverstromung in Deutschland (20/4299). Die Bundesregierung soll damit ermächtigt werden, diesen Vertrag mit den Betreibern von Braunkohleanlagen und weiteren, von der Reduzierung und Beendigung der Braunkohleverstromung unmittelbar betroffenen Braunkohletagebauunternehmen zu schließen. weiterlesen…