Von der Pandemie zur Energiekrise – Wirtschaft und Politik im Dauerstress
Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2022 – sofortiger Gasliefer-Stopp kostet 220 Milliarden
70 Megawatt H2 bis 2030: Die deutsche Wirtschaft steuert durch schwieriges Fahrwasser und durchläuft die höchsten Inflationsraten seit Jahrzehnten. In ihrem Frühjahrsgutachten revidieren die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ihren Ausblick für dieses Jahr deutlich nach unten. Die Erholung von der Corona-Krise wird infolge des Kriegs in der Ukraine gedämpft, behält aber die Oberhand. Die Institute erwarten für 2022 und 2023 eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 2,7 bzw. 3,1 Prozent. Eine sofortige Unterbrechung der russischen Gaslieferungen würde hierzulande in beiden Jahren insgesamt 220 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung kosten. Medienmitteilungen verschiedener Institute vom 13.04.2022. (Tabelle: Eckdaten der Prognose für Deutschland – Tabelle © DIW u.a.) weiterlesen…

Erst, nachdem die Staats- und Regierungschefs mit brutalen Bildern von wahllosen Morden in Butscha, einem Vorort von Kiew, konfrontiert wurden, nahm die Idee eines Embargos für russisches Erdgas konkretere Gestalt an. Das Massaker löste einen internationalen Aufschrei aus und brachte die bisher schwersten Anschuldigungen wegen Kriegsverbrechen gegen Moskau hervor, dass allerdings keine andere Erwiderung fand, als „Fake“. Ausschnitte einer Analyse von
Zweites Rekordjahr in Folge: 2021 stiegen die Methan-Emissionen so massiv an wie nie zuvor, hat die
Kommentar von
Im Zuge der Energiewende gewinnt die Umwandlung von erneuerbarem Strom in chemische Energieträger durch sogenannte Power-to-X-Prozesse an Bedeutung. Als langfristige, speicherbare und leicht transportable Energieträger mit großer Kapazität maximiert PtX das Potenzial der erneuerbaren Erzeugung und ermöglicht eine vollständige Transformation aller Sektoren (Strom/Verkehr/Gebäude). Zukünftige PtX-Anlagen werden vorwiegend in abgelegenen Regionen mit hohem Potenzial erneuerbarer Energien oder zukünftig sogar offshore errichtet. Damit die chemischen Prozesse unter diesen herausfordernden Bedingungen realisiert werden können, sind innovative Synthesereaktoren und Betriebsstrategien erforderlich. Am
Der jüngste Bericht des Weltklimarates, den wir gemeinsam mit vielen Kollegen verfasst haben, gibt Anlass zur Hoffnung auf eine Begrenzung der globalen Erwärmung, so die vier Autoren am 10.04.2022 in der
In Afrika sind sich zehn Projekte für grünen Wasserstoff in verschiedenen Entwicklungsstadien. Der Kontinent verfügt über Landmasse und Sonnenlicht, zwei wichtige Merkmale und Projektvoraussetzungen, welche die Produktion von grünem Wasserstoff unterstützen. In Afrika sind 593 Kraftwerke für erneuerbare Energien mit einer Gesamtkapazität von 64 GW in Betrieb, und 580 Projekte mit einer Kapazität von 152 GW sind geplant. Eine Analyse von Erika Baldessin, Jennifer Tschopp und Laszlo Maio auf
Wir verdanken dem heroischen Aktivismus der turbulenten 60er Jahre, die 1970 den ersten Tag der Erde hervorbrachten, eine Menge. Damals waren unsere Lebensmittel mit Pestiziden belastet, die Luft war mit Smog verpestet, unser Trinkwasser mit Schadstoffen verseucht, und unser nationales Symbol, der Weißkopfseeadler, stand kurz vor dem Aussterben. Präsident Richard Nixon unterzeichnete den Endangered Species Act (Gesetz über gefährdete Arten) und schuf die Environmental Protection Agency (EPA), um über Amerikas saubere Luft und Wasser zu wachen. Auch wenn all diese parteiübergreifende Unterstützung zu viel Optimismus führte, ist es noch ein weiter Weg zu einem wirklich sicheren Klima und einer lebendigen Welt, schreiben die drei Autoren in
Wasserstoff spielt in der deutschen Energie- und Klimapolitik eine zentrale Rolle. Kommt er zum Einsatz, sind Sicherheitsmaßnahmen von entscheidender Bedeutung. Denn im Unterschied zu anderen gasförmigen oder flüssigen Energieträgern besteht bei Wasserstoff neben einer erhöhten Brandgefahr durch Leckagen unter bestimmten Bedingungen auch Explosionsgefahr. Um die Sicherheit im Umgang mit Wasserstoff noch weiter zu erhöhen, arbeiten Forschende am Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI laut einer