Energy Watch Group: EE 2025 durchschnittlich 9 ct/kWh

Kosten für Erneuerbare Vollversorgung sinken stark

Eine Kurzstudie der Energy Watch Group (EWG) kommt zu dem Ergebnis, dass Strom bei einer Vollversorgung mit 100% Erneuerbaren Energien im Vergleich zum aktuellen Energiemix basierend auf Kohle, Erdgas und Atom heute schon wettbewerbsfähig wäre. Die alte Regierung rechnet noch mit nur 45% Erneuerbaren im Strommix bis 2025. Bis spätestens 2025 wäre ein auf 100% Erneuerbaren beruhendes Energiesystem dann wesentlich günstiger als die Stromerzeugung mit fossilen Energieträgern. weiterlesen…

TenneT mit „Windstrom-Booster“

6-Gigawatt-Verteilkreuz zur Beschleunigung der Offshore-Ausbauziele

Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT hat einer Medienmitteilung zufolge am 29.10.2021 eine technologische Innovation vorgestellt, mit der der Offshore-Netzausbau für Windstrom in der Nordsee deutlich beschleunigt werden kann. Mit dem Windstrom-Booster können sechs Gigawatt Offshore-Kapazität drei Jahre früher realisiert werden. Zum Vergleich: sechs Gigawatt Kapazität entsprechen sechs Großkraftwerken. (Foto: Offshore-Windpark – © Zoltan Tasi auf unsplash) weiterlesen…

BMWi fördert Neubau von Betankungsschiffen für LNG und erneuerbare Kraftstoffe

86 Mio. Euro für 2022 bis 2024

Das BMWi startete hat am 26.10.2021 eine neue Förderung für den Neubau von Betankungsschiffen für LNG und erneuerbare Kraftstoffen gestartet. Aus einer Medienmitteilung des BMWi: „Damit leisten wir zum einen eine weitere wichtige Unterstützung zur Bewältigung der Folgen der COVID 19-Pandemie in der maritimen Industrie. Zum anderen sorgen wir mit der Förderung für mehr Klimaschutz in der Schifffahrt. Mit der Förderung setzen wir klare Anreize zur Nutzung alternativer Kraftstoffe, damit die Luftschadstoffemissionen in der Schifffahrt sinken. Die erforderliche Förderrichtlinie wurde gestern im Bundesanzeiger veröffentlicht.“ (Foto: Tankschiff – © hpgruesen auf pixabay) weiterlesen…

Atomenergie bald EU-weit „nachhaltig“?

Von der Leyen: Kernkraft wird Teil der Taxonomie, weil „stabile Quelle“

Eine Einstufung von Kernenergie und Erdgas als nachhaltig wird immer wahrscheinlicher. Die Atomkraft-Befürworter in der EU könnten das Machtvakuum zwischen der alten und neuen Bundesregierung nutzen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat nach einer Sitzung in Brüssel am 25.10.2021 deutlich gemacht, dass die Kernenergie Teil der Taxonomieverordnung werden dürfte. Neben den erforderlichen Erneuerbaren werde auch „die Kernenergie als stabile Quelle“ benötigt, sagte von der Leyen mit Blick auf den Energiemix der Zukunft. Dazu werde darüber hinaus auch „übergangsweise Erdgas“ gehören. weiterlesen…

Supraleitung bereits bei weniger tiefen Temperaturen

Supraleitung: Mit neuen Tricks zu besseren Materialien

Nickelate gelten als neue Hoffnungsträger für künftige Supraleitungs-Technologien. An der TU Wien (TUW) gelang es einer Medienmitteilung und Veröffentlichung in der Physical Review X zufolge erstmals, ihre elektronische Struktur präzise zu erklären. Denn auch nach mehr als 30 Jahren Forschung gehört die Hochtemperatur-Supraleitung immer noch zu den großen ungelösten Rätseln der Materialphysik. Der genaue Mechanismus, der auf atomarer Ebene dazu führt, dass bestimmte Materialien auch bei relativ hohen Temperaturen elektrischen Strom immer noch völlig ohne Widerstand leiten, ist bis heute nicht vollständig geklärt. (Grafik: Supraleitung bei unterschiedlichen Spannungen – © journals.aps.org, BY SA 4.0) weiterlesen…

Netzausbau intelligent beschleunigen

Beteiligung verbessern, Optimierungen von Netzauslastung und -steuerung

Um den Netzausbau für die Energiewende zu beschleunigen, muss sich nicht geltendes Recht, sondern die Praxis der Stromnetzbetreiber ändern. Damit diese technologieoffener als heute arbeiten, muss die Politik Anreize setzen, so dass die bestehenden und die neuen Stromnetze gezielt gesteuert und dadurch optimaler ausgelastet werden können. Auch eine frühzeitigere und strukturierte Berücksichtigung von Einwänden der Öffentlichkeit kann dazu führen, dass spätere Klagen und Verzögerungen vermieden werden. Für eine bessere Beteiligung sowie für die Optimierungen von Netzauslastung und -steuerung hat das Öko-Institut am 26.10.2021 in einem Policy Brief Empfehlungen vorgelegt. weiterlesen…

EE überholen Fossile als Energiequelle der EU

2020 erstmals wichtigste Stromquelle

38 Prozent des Stroms kamen 2020 aus erneuerbaren Quellen, für 37 Prozent wurden fossile Brennstoffe genutzt. Das zeigt der aktuelle Bericht zur Energieunion, den die Europäische Kommission am 26.10.2021 vorgelegt hat. Um den Einsatz erneuerbarer Energien weiter voranzutreiben, ist dem Bericht zur Energieunion zufolge für 2022 eine EU-Solarenergiestrategie geplant. Die Kommission hat am 26.10.2021 ihren Bericht zur Lage der Energieunion für 2021 angenommen, in dem sie fast zwei Jahre nach dem Start des europäischen Grünen Deals in Bezug auf die von der EU bei der Verwirklichung der Energiewende erzielten Fortschritte Bilanz zieht. weiterlesen…

UBA: Fast Hälfte umweltschädlicher Subventionen für Straßen- und Flugverkehr

Messner zur aktualisierten Ausgabe 2021: „Aus umweltschädlichen Subventionen schrittweise sozial-ökologische Investitionen machen“

Der Abbau von Steuervergünstigungen für Pkw- und Agrardiesel, die private Nutzung fossiler Dienstwagen und landwirtschaftliche Fahrzeuge sowie bei der Entfernungspauschale würde der öffentlichen Hand Mehreinnahmen im zweistelligen Milliardenbereich bringen. Das zeigt die aktualisierte und am 28.10.2021 veröffentlichte Untersuchung des Umweltbundesamtes (UBA) umweltschädlicher Subventionen aus dem Jahr 2018. Die genannten Subventionen lassen sich national abschaffen. Weitere zwölf Milliarden Euro entfallen auf Steuervergünstigungen für Kerosin und die Mehrwertsteuerbefreiung für internationale Flüge. Dies müsste einer UBA-Medienmitteilung folgend allerdings auf europäischer Ebene angegangen werden. weiterlesen…

UBA will Bürgerenergiegesellschaften Teilnahme an EE-Ausschreibungen erleichtern

Förderprogramm in Vorentwicklungsphase

Das Umweltbundesamt macht konkrete Vorschläge, wie sich das finanzielle Risiko von Bürgerenergiegesellschaften bei den Auktionen minimieren lässt. Bekommt ein Angebot den Zuschlag, müsse die Förderung zurückgezahlt werden. Bis zur Einführung des Erneuerbare-Energien- Gesetzes 2017 wurde der Ausbau von Windenergie und Photovoltaik hauptsächlich durch Einspeisevergütungen bzw. Marktprämien gefördert. Durch die Umstellung auf Ausschreibungen entstehen zusätzliche Risiken für die Akteure, da trotz erheblicher Vorentwicklungskosten nicht klar ist, ob ein Projekt tatsächlich einen Anspruch auf Vergütung erhalten wird. Kleinere Akteure wie Bürgergenossenschaften können dadurch benachteiligt werden. weiterlesen…

UNEP und UBA: Klimazusagen reichen nicht aus

UN-Emissions Gap Report 2021

Angesichts des sich verschärfenden Klimawandels und der Warnung von Wissenschaftlern, dass der Menschheit die Zeit davonläuft, um die globale Erwärmung auf 1,5°C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, ist 2021 ein schwieriges Jahr für den Planeten. Der „UN-Emissions Gap Report 2021“ (Bericht über die Emissionslücke 2021): „The Heat Is On“ ist die zwölfte Ausgabe einer jährlichen Reihe, die einen Überblick über die Differenz zwischen dem für 2030 prognostizierten Stand der Treibhausgasemissionen und dem Stand, den sie erreichen sollten, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels abzuwenden, gibt. Das Umweltbundesamt prognostiziert 2,7° C Erderwärmung, selbst wenn alle Zusagen eingelöst werden. weiterlesen…