Kabinett verabschiedete Klimaschutzbericht 2021

Regierung erfüllt damit Berichtspflicht aus dem Bundes-Klimaschutzgesetz

Das Bundeskabinett hat am 03.11.2021 den Klimaschutzbericht 2021 verabschiedet, teilte das BMU mit. Er enthält den Umsetzungsstand der Klimaschutzprogramme von 2019 und 2014, ergänzt um bereits zuvor veröffentlichte Informationen zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in den verschiedenen Sektoren bis 2020 sowie zur Projektion der zu erwartenden Treibhausgas-Minderungswirkung der bis Mitte 2020 beschlossenen Maßnahmen. Die Bundesregierung erfüllt damit eine Berichtspflicht aus dem Bundes-Klimaschutzgesetz. weiterlesen…

Deloitte-Studie: Turning Point

Klima: Nichtstun kommt teuer

Eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Deloitte zeigt Kosten und Nutzen von Investitionen in Klimaschutz. Nichtstun kostet Deutschland danach bis 2070 insgesamt 730 Milliarden Euro. Klimaneutralität bis 2050 führt zu stärkerem Wirtschaftswachstum. Die deutsche Wirtschaft könnte in den kommenden 50 Jahren durch den Klimawandel Schäden in Höhe von insgesamt 730 Milliarden Euro erleiden, wenn nicht frühzeitig gegengesteuert wird. Grund dafür sind geringere Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bis zum Jahr 2070, die außerdem zum Verlust von bis zu 470.000 Arbeitsplätzen führen könnten, verglichen mit einer Welt ohne Klimawandel. (Titelbild der Studie des Deloitte Economics Institute „Germany’s turning point -How climate action can drive our economic future“ – © deloitte.com) weiterlesen…

Australische Bergbau-Tochter wird GB’s größte Grün-Wasserstoff-Lieferantin

Fortescue Future Industries unterzeichnet Vereinbarung

Fortescue Future Industries (FFI) wird nach eigenen Angaben die größte Lieferantin Großbritanniens von grünem Wasserstoff, nachdem es ein milliardenschweres Abkommen mit dem Bauriesen J C Bamford Excavators (JCB) und Ryze Hydrogen (Ryze) unterzeichnet hat. Im Rahmen einer am 31.10.2021 im Vorfeld von COP26 unterzeichneten Absichtserklärung werden JCB und Ryze 10 % der weltweiten Produktion von grünem Wasserstoff von FFI erwerben. Es wird erwartet, dass die Produktion von grünem Wasserstoff von FFI bis 2030 auf 15 Millionen Tonnen GH2 pro Jahr ansteigt und sich in den darauf folgenden zehn Jahren auf 50 Millionen Tonnen pro Jahr beschleunigt. (Foto: Tankschiff – © hpgruesen auf pixabay) weiterlesen…

Vattenfall-Schiedsverfahren beendet

Seit 2014 hinter verschlossenen Türen hingezogen

Das heftig umstrittene Vattenfall-Schiedsverfahren ist laut einer Medienmitteilung aus dem BMWi am 02.11.2021 endgültig beendet worden. Das Schiedsgericht folgt damit den am 01.11.2021 abgegebenen einvernehmlichen Erklärungen der Klägerinnen (darunter die schwedische Vattenfall AB) und der Beklagten, der Bundesrepublik Deutschland. Das Vattenfall-Schiedsverfahren war seit Mai 2012 beim Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (kurz: ICSID) in Washington D.C. anhängig. weiterlesen…

COP26: Weltpolitiker geben Startschuss für beschleunigte Klimaschutzmaßnahmen: Wälder und Methan

Im Wortlaut: Medienmitteilung im Namen des britischen COP26-Vorsitzes und der hochrangigen Klimaexperten von COP25 und COP26

„Die Staats- und Regierungschefs sind am dritten Tag der COP26 im Vereinigten Königreich zusammengekommen, an dem sich viele Ankündigungen darauf konzentrierte, ein klares Zeichen für den Übergang von ehrgeizigen Zielen zu sofortigen Maßnahmen zu setzen. Die Länder sind beispiellose Verpflichtungen zum Schutz der Wälder, zur Verringerung der Methanemissionen und zur Beschleunigung der grünen Technologie eingegangen.“ So eine Medienmitteilung aus Glasgow von der COP26. (Screenshot: COP26 Eröffnungs-Plenum – © unfccc-cop26.streamworld.de_webcast) weiterlesen…

Lesehinweis: „IPCC, Du hast Dich klar ausgedrückt: Der Mensch ist Hauptursache des Klimawandels“

1988 wurde das International Panel on Climate Change (IPCC) als gemeinsames Unternehmen der Weltorganisation für Meteorologie und des Umweltprogramms der Vereinten Nationen gegründet, um die führenden Politiker der Welt über die Risiken des anthropogenen (vom Menschen verursachten) Klimawandels zu beraten. Im Jahr 1992 wurde der Auftrag präzisiert, als in der UN-Klimarahmenkonvention das Konzept der „gefährlichen anthropogenen Störung“ (DAI) des Klimasystems definiert wurde. (Foto: Naomi Oreskes bei 2. Europäischer TA-Konferenz in Berlin 2015 – © Adrian Grycuk – eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

COP26 soll neue Phase internationaler Klima-Zusammenarbeit einleiten

Regierung: „Ambition, Implementation, Finalisierung des Pariser Regelwerks“

Am 31.10.2021 begann in Glasgow die 26. Weltklimakonferenz COP 26. Unter Vorsitz von Großbritannien verhandeln dort Regierungsvertreter aus 197 Ländern. Am 1. und 2. November findet ein Treffen auf Ebene der Staats- und Regierungschefs statt, an dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnimmt. Bis zum geplanten Ende der Konferenz am 12.11.2021 soll sich die Weltgemeinschaft zu den letzten noch offenen Fragen des Regelwerks zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens einigen. COP- Veteranin ist Bundeskanzlerin Merkel: Sie leitete 1995 als Bundesumweltministerin die erste Vertragsstaatenkonferenz, damals in Berlin. Ausschnitte aus Merkels Rede und mehr. (Screenshot: COP26 Eröffnungs-Plenum – © unfccc-cop26.streamworld.de_webcast) weiterlesen…

Eine Tonne CO2 aus der Luft zu filtern, kostet tausend Kilowattstunden Strom

„Direct Air Capture“-Anlagen können einen effizienten Klimaschutz-Beitrag leisten

Das Zehntausend-Seelen-Dorf Hilwil bei Zürich ist eine Art Mekka für Klimaschutz-Bewegte: Schon seit 2017 betreibt dort die Firma Climeworks eine futuristisch anmutende Pilotanlage für „Direct Air Caputure“ – und holt mit chemischen Filtern jährlich 900 Tonnen des wichtigsten Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre. Dass dies nicht nur imposant aussieht, sondern auch in großem Umfang sinnvoll sein könnte, belegt jetzt eine Studie unter Mitwirkung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Sie wurde in der Fachzeitschrift Nature Energy veröffentlicht. (Foto: Futuristischer Look CO2-Luftfilteranlage in Hilwil in der Schweiz, gespeist von Energie aus Müllverbrennung – © Climeworks, Dunlop) weiterlesen…

Energieversorger erhöhen unzulässig Strom- und Gasabschläge 

Verbraucherzentrale NRW fordert Einschreiten der Bundesnetzagentur

Energieversorger wie ‚immergrün‘ oder ‚Wunderwerk‘ teilen aktuell ihren Kunden eine drastische Erhöhung der Abschlagszahlungen von teilweise über 100 Prozent bereits zum nächsten Monatsanfang mit. Den Kölner Strom- und Gasanbieter „immergrün“, eine Marke der Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft mbH, hat die Verbraucherzentrale NRW erst vor Kurzem wegen unzulässiger Preiserhöhungen abgemahnt. weiterlesen…

Klimaneutralität nur mit halber Tierzahl erreichbar

Neue Greenpeace-Studie: Klimaschutzgesetz erfordert fundamentalen Umbau der Landwirtschaft und Konsumänderung

Damit Deutschland bis 2045 klimaneutral werden kann, müssen die Emissionen aus der Landwirtschaft drastisch sinken. Das kann nur gelingen, wenn die Zahl der Tiere in den Ställen und auf den Weiden etwa halb so groß ist wie heute. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Öko-Instituts im Auftrag von Greenpeace. Das Institut hat analysiert, wie Klimaschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft wirken. Dreiviertel der landwirtschaftlichen Klimagase stammen aus der Tierhaltung, nur 14 Prozent aus der Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel und rund 10 Prozent aus dem Anbau von Energiepflanzen. weiterlesen…