“Für das Klima ein Desaster”

Greenpeace-Studie: Bundesregierung erreicht Klimazusagen für das Jahr 2020 frühestens 2025

Die Bundesregierung wird ihr öffentlich zugesichertes Klimaziel für das Jahr 2020 mindestens fünf Jahre zu spät erreichen. Mit den jüngst beschlossenen Maßnahmen des Klimapakets wird der deutsche CO2-Ausstoß also frühestens im Jahr 2025 um 40 Prozent gegenüber 1990 gesenkt sein. Das zeigt die am 29.10.2019 veröffentlichte Studie „Wann Deutschland sein Klimaziel für 2020 tatsächlich erreicht“, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag von Greenpeace erstellt hat.
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Klimapolitik bietet Chancen für Produktionstechnik in Deutschland

„Die Zeit wird knapp. Und wir müssen alle mitnehmen – nicht nur in Deutschland“

Gegen den Klimawandel anzugehen, ist erklärtes Ziel der Bundesregierung ebenso wie der Industrie. „Auf dem Deutschen Maschinenbau-Gipfel in Berlin hat Frau Merkel vergangene Woche die Bedeutung der neuen Technologien für den Kampf gegen den Klimawandel betont. Dem stimmen wir vollkommen zu und weisen darauf hin, dass wir in der Forschung bereits zahlreiche Lösungen entwickelt haben und an weiteren arbeiten“, betont Prof. Berend Denkena, Präsident der WGP und Leiter des Instituts Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) der Leibniz-Universität Hannover. „Für die Umstellung auf erneuerbare Energien und eine umweltgerechtere Produktion braucht es jedoch auch gesetzliche Vorgaben für einen schnellen Transfer der neuen Technologien in die Unternehmen. Nur dann können wir das 2-Grad-Klimaziel erreichen. Darüber hinaus könnten die Innovationen zu einer großen Marktchance für unseren Mittelstand werden.“ weiterlesen…

Merkel für 55 Prozent-Absenkung bis 2030

Kanzlerin unterstützt Hollands ehrgeizigeres EU-Klimaziel

Deutschland und die Niederlande wollen künftig gemeinsam stärker gegen den Klimawandel vorgehen. Sie könne den niederländischen Vorschlag, die Treibhausgase in der Europäischen Union bis 2030 um 55 % gegenüber 1990 zu senken, „sehr gut mittragen“, sagte die Bundeskanzlerin. Um über mögliche Maßnahmen zu sprechen, wie der Ausstoß von Kohlendioxid verteuert werden soll, um ihn einzudämmen, war Kanzlerin Merkel mit dem sogenannten Klimakabinett zu Beratungen nach Den Haag gereist. Dort lobte die Kanzlerin die Klimapolitik des Nachbarlands. Beschlossen ist in der EU bisher nur eine Verminderung um 40 Prozent. weiterlesen…

“Klimapolitik geht wie Haushaltspolitik”

Deutschland muss EU-Emissions­vorgaben endlich einhalten – sonst wird es teuer

Von Hans-Jochen Luhmann

Mit Geld muss man umgehen können. Man hat sich ein Budget vorzugeben; und sich daran dann zu halten. Disziplin ist gefragt. Stattdessen Schulden zu machen beziehungsweise in der Buchführung zu schummeln, ist verführerisch. Das gilt privat, das gilt für den Staat gleichermaßen. weiterlesen…

2020 wird definitiv nicht erreicht – 2050 offen

Deutschland verfehlt Klimaschutzziel ein bisschen weniger als gefürchtet

Am 06.02.2019 billigte das Bundeskabinett den von Bundesumweltministerin Svenja Schulze vorgelegten Klimaschutzbericht 2018, demzufolge Deutschland 2020 trotz zusätzlicher Maßnahmen nur 32 Prozent weniger Treibhausgase als 1990 in die Atmosphäre pusten würde (siehe: solarify.eu/klimaziel-klassenprimus-muss-nachsitzen). Nach dem am 15.09.2019 vom Bundesumweltministerium veröffentlichten neuen Projektionsbericht 2019 sollen es aktualisiert Prozent sein – etwas (aber kaum spielentscheidend) mehr als 2018. Geplant und vollmundig überall herumposaunt hatte der abgestürzte Klimavorreiter Deutschland 40 Prozent. Bis zum Koalitionsvertrag 2018. weiterlesen…

Mangelnder Klimaschutz schränkt Grundrechte ein

Greenpeace-Klimaklage: Mehr als 200 Unterstützer beteiligen sich an Klage gegen die Bundesregierung

Die Klimaklage von Greenpeace und drei Bauernfamilien wollen mehr als 200 Menschen als Beigeladene unterstützen. Die Umweltschutz-Organisiation hat am 09.05.2019 ihre entsprechende Forderung beim Verwaltungsgericht Berlin eingereicht. Greenpeace begründet die Klimaklage damit, dass alle Bürger von immer häufigeren und stärkeren Extremwettern betroffen und akut bedroht seien: durch Ernteausfälle, steigende Meeresspiegel oder gesundheitliche Belastungen mit Asthma oder Kreislauferkrankungen. Damit würden die Grundrechte der Menschen eingeschränkt. weiterlesen…

Erdgasbranche fordert schnelleren Braunkohleausstieg


Studie: Klimaziel 2020 in 5 Jahren erreichbar, wenn Braunkohle durch Gas ersetzt wird

Deutschland kann das Klimaziel für 2020 in der Stromerzeugung – 40prozentige CO2-Reduktion gegenüber 1990 – durch eine Stilllegung von 9 GW Braunkohleleistung und eine höhere Auslastung von Gas- und Steinkohlekraftwerken bis 2023 erreichen. Das ist eines der Ergebnisse einer im Auftrag der Lobbyvereinigung Zukunft ERDGAS erstellten und am 07.11.2018 in Berlin präsentierten Kurzstudie des Beratungsunternehmens Aurora Energy Research über den deutschen Strommarkt. weiterlesen…

Vorschlag nicht mehrheitsfähig


EU-Kommissar gibt ehrgeiziges Klimaziel auf

EU-Kommissar Cañete wollte ein Signal an die Welt setzen, mehr gegen die Erderwärmung zu tun. Doch sein Vorschlag, die Treibhausgas-Emissionen stärker zu senken als geplant, stieß in der EU auf Ablehnung. Nach Widerstand in Deutschland und anderen Ländern hat EU-Kommissar Miguel Arias Cañete den Plan aufgegeben, das Klimaziel der Europäischen Union für 2030 offiziell anzuheben. Wie die ARD-Tagesschau am 28.09.2018 berichtete, liegen der dpa Informationen vor, dass Cañete – anders als angekündigt – den EU-Staaten den Vorschlag nicht zum Beschluss vorgelegt habe.
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Deutschland kann Klimaziel 2020 sicher erreichen


Fraunhofer-Studie im Auftrag von Greenpeace

Deutschland kann sein Klimaziel für 2020 erreichen und dennoch die Versorgung mit Strom und Wärme sicherstellen. Das ist das Ergebnis einer Studie unter dem Titel “Wie Deutschland sein Klimaziel noch erreichen kann” von Jakob Kopiske und Norman Gerhardt vom Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE, vormals IWES) im Auftrag von Greenpeace, die am 16.08.2018 in Berlin vorgestellt wurde. weiterlesen…

Klimaziel wird offiziell verfehlt


Klimaschutzbericht 2017 liegt als Unterrichtung vor

Jetzt ist es amtlich: Deutschland verfehlt sein Klimaziel für 2020. Statt der bis dahin zu erreichenden Verringerung der Treibhausgasemissionen um 40 Prozent prognostiziert die Bundesregierung – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – eine tatsächliche Minderung um 32 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 1990. Dies geht aus dem 96seitigen Klimaschutzbericht 2017 hervor, der jetzt als Unterrichtung vorliegt (19/2780). Die Prognose bezieht sich demnach auf die bisher umgesetzten Klimaschutzmaßnahmen. Als Gründe dafür führt die Bundesregierung unter anderem “unerwartete” Entwicklungen an, wie die dynamische Konjunkturentwicklung und das Bevölkerungswachstum”. weiterlesen…