Historischer Durchbruch für Schutz der Weltmeere

Weltgemeinschaft einigt sich auf globales Meeresschutzabkommen – Kritik

Die internationale Staatengemeinschaft hat in einer Regierungskonferenz am Abend des 04.03.2023 in New York die Verhandlungen für ein neues Abkommen zum Schutz der Weltmeere erfolgreich abgeschlossen. In einer 36-stündigen Marathonsitzung am Ende der Verhandlungen konnten die Delegierten den Abkommenstext, der seit fast 20 Jahren diskutiert wird, endlich finalisieren. Deutschland hat sich einer Medienmitteilung aus dem BMUV folgend zusammen mit der EU für einen ambitionierten Vertrag eingesetzt. weiterlesen…

Neue topologische Supraleitung in gestapelten Graphenschichten

Atomschicht um Atomschicht zur Supraleitung

Graphen ist ein seltsames Material. Seine Eigenschaften zu verstehen, ist sowohl für die Grundlagenwissenschaften als auch für vielversprechende neue Technologien interessant. Ein Team von Forschenden des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) und des Weizmann Institute of Science hat Systeme aus mehreren übereinander gestapelten Graphenschichten untersucht und herausgefunden, wie diese zu neuen Formen exotischer Supraleitung führen können. (Grafik: Vier Schichten von Graphen in ABCA-Anordnung – © ISTA) weiterlesen…

Paludikultur: Wiedervernässte Moore für mehr Klimaschutz

Staat sollte Bauern beim freiwilligen Moorschutz mit Geld unterstützen

Die Wiedervernässung von Moorböden kann einen großen Beitrag zum Klimaschutz bringen. Trockengelegt emittieren deutsche Moorböden jährlich nämlich rund 53 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, das entspricht rund 7,5 Prozent der gesamten deutschen Treibhausgasemissionen. „Nur wenn wir unsere Moorböden anders nutzen, können wir unsere Klimaschutzziele erreichen. Wichtig ist, dass wir die Paludikultur, bei der wir Moore wieder verstärkt vernässen, und so Klimagase vermeiden, viel stärker in der Fläche nutzen.“, sagt Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA). weiterlesen…

Vattenfall-Untersuchung: Seevögel weichen Offshore-Windparks aus

EOWDC: 3 Millionen Euro teures Forschungsprojekt mit hochmodernem Radar und künstlicher Intelligenz

Am 28.02.2023 von Vattenfall publizierte Forschungsarbeiten für 3-Mio. Euro, bei denen bahnbrechende Radar- und künstliche Intelligenztechnologie zur Verfolgung des Vogelflugs im Europäischen Zentrum für Offshore-Windkraftanlagen (EOWDC) in Aberdeen eingesetzt wurde, haben bemerkenswerte Erkenntnisse über das Flugverhalten von Seevogelarten erbracht. Während der zweijährigen Beobachtungszeit wurde keine einzige Kollision von Seevögeln mit Turbinen festgestellt. Das Vermeidungsverhalten variiert zwischen den Arten in einem Abstand von 150 m bis zu 10 m von den Rotorblättern der Windkraftanlagen. weiterlesen…

Lastspitzen durch Drosselung der Ladeleistung begrenzen

Dynamisches Energiemanagement mit Batterie und Photovoltaik

Die schwankende Leistung von Photovoltaikanlagen ist eine Herausforderung für die flächendeckende Nutzung erneuerbarer Energien. Gerade die Verteilernetze energieintensiver Betriebe stoßen hier schnell an ihre Grenzen. Fraunhofer-Forschende haben eine Lösung entwickelt, die Strom aus erneuerbaren Energien mit Strom aus dem öffentlichen Netz kombiniert und die Schwankungen durch Batterien ausgleicht. Davon profitieren vor allem Unternehmen, die mit Photovoltaik in Nachhaltigkeit investieren und gleichzeitig ihre Stromkosten senken wollen. Industriekunden können Komponenten und Systemlösungen bei Fraunhofer in einem praxisnahen Living Lab erproben. Auch Ladestationen für E-Autos können so effizienter gemanagt werden. (Foto: Dynamisches Energiemanagement mit Batterie und Photovoltaik – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…

Softwarelösung für bessere Kreislaufwirtschaft

Technologie ermöglicht mit Entscheidungshilfen umfassendere Produkt- und Produktionsbewertung

Die Einsparung von Energie und Rohstoffen sowie die Verringerung von Umweltbelastungen sind so dringend wie nie zuvor. Deshalb suchen Verbraucher und Lieferanten gleichermaßen nach Möglichkeiten, zuverlässige Informationen über Materialien, Produktion und Recycling zu erhalten, um bessere Design- und Kaufentscheidungen im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu treffen. Europäische Forschende haben unter Mitwirkung von Wissenschaftler*innen des Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) im Rahmen des TripleLink-Projekts eine softwarebasierte Lösung aus bestehenden und neu entwickelten Softwarepaketen kreiert, die der Industrie und den politischen Entscheidungsträgern hilft, bisherige Bewertungsgrenzen zu überwinden und Möglichkeiten für Kreislaufstrategien aufzeigt. (Foto: Softwarelösung für eine bessere Kreislaufwirtschaft – © HZDR, Detlev Müller) weiterlesen…

EU-Notfall-Verordnung hilft Genehmigungen beschleunigen

Überblickspapier zur Umsetzung

Der Bundesrat hat einer BMWK-Medienmitteilung vom 03.03.2023 folgend Regelungen zur Umsetzung der sogenannten EU-Notfallverordnung (Verordnung EU 2022/2577) final beschlossen. Damit werden die Verfahren zum Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Stromnetze weiter beschleunigt. Gemeinsam mit der Novelle des Raumordnungsgesetzes („Gesetz zur Änderung des Raumordnungsgesetzes und anderer Vorschriften“, ROGÄndG) wurden entsprechende Regelungen im Windenergieflächenbedarfsgesetz, im Windenergie-auf-See-Gesetz, im Energiewirtschaftsgesetz und im Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung getroffen. weiterlesen…

In Paderborn entdeckt: Superkatalysatoren

Neue Supersäure wandelt schädliche Verbindungen in nachhaltig verwertbare Chemikalien um

Wissenschaftler*innen der Universität Paderborn ist es gelungen, ganz besondere Katalysatoren, sogenannte Lewis-Supersäuren, herzustellen, mit deren Hilfe starke chemische Bindungen gespalten und Reaktionen beschleunigt werden. Die Herstellung dieser Stoffe hat sich bislang als äußerst schwierig erwiesen. Mit der Entdeckung der Chemiker*innen könnten biologisch nicht-abbaubare fluorhaltige Kohlenwasserstoffe, ähnlich wie Teflon, und perspektivisch sogar klimaschädliche Treibhausgase wie Schwefelhexafluorid wieder in nachhaltig verwertbare Chemikalien umgewandelt werden. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler*innen jetzt in Angewandte Chemie veröffentlicht. (Foto: Mit Lewis-Supersäure können schädliche Verbindungen in nachhaltig verwertbare Chemikalien umgewandelt werden – © Universität Paderborn, Laura Köring) weiterlesen…

Zweites LNG-Terminalschiff in Wilhelmshaven soll ohne Chlor-Biozid auskommen

DUH fordert Nachrüstung der „Höegh Esperanza“

Die DUH fordert, dass das zweite LNG-Terminalschiff „Excelsior“ in Wilhelmshaven auf den Einsatz von giftigem Biozid verzichtet. Das haben die Betreiberfirma TES sowie die Firma Hasytec bereits angekündigt. Hasytec bietet hierzu ein Ultraschallverfahren an, das den Einsatz von Biozid überflüssig macht. Die „Excelsior“ liegt derzeit vor Gibraltar auf Reede und soll ab Herbst das LNG-Terminalschiff „Höegh Esperanza“ ergänzen, das in Wilhelmshaven von Uniper betrieben wird und derzeit große Mengen giftiges Chlor-Biozid in die Jade leitet. weiterlesen…

2022 neuer Rekord bei CO2-Ausstoß

Internationale Energieagentur misst neuen Höchstwert: 36,8 Mrd. Tonnen

Noch nie waren die Emissionen so hoch, klagte die IEA am 02.03.2023 in einer Medienmitteilung. Aber: „Global CO2 emissions rose less than initially feared in 2022 as clean energy growth offset much of the impact of greater coal and oil use“ („Die globalen CO2-Emissionen stiegen 2022 weniger stark an als ursprünglich befürchtet, da das Wachstum der sauberen Energien einen Großteil der Auswirkungen des höheren Kohle- und Ölverbrauchs ausglich“). Der IEA-Rpoert „CO2-Emissionen 2022“ bietet ein vollständiges Bild der energiebezogenen Treibhausgasemissionen 2022. Er fasst die neuesten Analysen der IEA zusammen und kombiniert die Schätzungen der Agentur zu CO2-Emissionen aus allen Energiequellen und industriellen Prozessen sowie Informationen zu energiebezogenen Methan- und Distickstoffoxidemissionen. (Titel: CO2-Emissionen 2022 – © IEA.orgCC-BY 4.0) weiterlesen…