Mobilitätsgipfel im Kanzleramt: Verkehrswende ist mehr als E-Auto

Verbände kritisieren: Veraltetes Mobilitätsverständnis gefährdet Klimaziele

Der von Bundeskanzler Olaf Scholz einberufene „Mobilitätsgipfel“ ist aus Sicht mehrerer Fahrrad- und Verkehrsverbände ein Beleg dafür, dass die Verkehrswende noch nicht im Kanzleramt angekommen ist. Dass es bei dem Treffen zwar laut Ankündigung um die Transformation der Mobilitätswirtschaft gehen soll, aber fast ausschließlich Vertreterinnen und Vertreter der Automobilbranche eingeladen sind, kritisieren die Allianz pro Schiene, der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC), der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) und Zukunft Fahrrad. Dies steht aus Sicht der Verbände für ein völlig veraltetes Mobilitätsverständnis. Sie fordern von Bundeskanzler Olaf Scholz, die Verkehrswende als Ganzes anzugehen und zur Chefsache zu machen. weiterlesen…

„Deutschland-Geschwindigkeit“ für Wasserstoff

Nicht nur bei LNG-Terminals

Mittlerweile ist für die meisten Marktbeobachter offensichtlich, dass sich die Energieversorgung in Deutschland und Europa grundlegend verändern wird. Statt fossiler Energieträger werden zukünftig Erneuerbare Energien die Wirtschaft und die Gesellschaft am Laufen halten. Aus heutiger Sicht ist für diesen Transformationsprozess Wasserstoff unabdingbar, denn nur mit H2-Gas können die Energiesektoren miteinander gekoppelt werden – so Sven Heitmann am 04.01.2023 in Hzwei – Magazin für Wasserstoff und Brennstoffzellen. weiterlesen…

Intelligentes Stickstoffmanagement kann Umweltbelastung stark reduzieren

Forschende empfehlen Stickstoffüberschussabgabe

Um die Versorgung mit Lebens- und Futtermitteln zu erhöhen, werden in der Landwirtschaft mehr und mehr industrielle Stickstoffdünger und Dung eingesetzt. Mehr als die Hälfte dieses Stickstoffeintrags in die Anbauflächen geht jedoch in die Umwelt verloren und trägt zur Luftverschmutzung und damit verbundenen Krankheiten, zur Eutrophierung von Gewässern, zur Versauerung der Böden, zum Klimawandel und zum Verlust der biologischen Vielfalt bei. Die Stickstoffverschmutzung ist so zu einer globalen Herausforderung und nächsten Krise geworden. Ein internationales Forschungsteam hat in einer gerade in der Nature veröffentlichten Studie kosteneffiziente Strategien zur Verringerung der Stickstoffbelastung auf den weltweiten Anbauflächen untersucht. (Bild: Stickstoffeintrag auf Feld – © von Toni Paul auf Pixabay) weiterlesen…

Bahnbrechende Technologie zur Abscheidung von 99 % des CO2 aus der Luft

Kurzschluss mit großer Wirkung

Ingenieure der University of Delaware haben einen Weg gefunden, mit einem neuartigen, mit Wasserstoff betriebenen elektrochemischen System 99 % des Kohlendioxids effektiv aus der Luft zu entfernen – ein bedeutender Fortschritt für die Kohlendioxidabscheidung; der Erfolg könnte umweltfreundlichere Brennstoffzellen der Marktreife näher bringen. Das neue Verfahren wurde (bereits im Februar 2022) in nature energy präsentiert. weiterlesen…

2023 stellt die Energiewende auf die Probe

Ist Deutschland auf dem richtigen Weg, um das Ziel von 80 Prozent erneuerbarer Energie im Jahr 2030 zu erreichen?

Deutschland war einmal Vorreiter bei der Entwicklung grüner Technologien. Nach dem anfänglichen Boom verlor die Energiewende Mitte der 2010er Jahre an Glanz. Die Ampel-Regierung versprach, dies zu ändern. Bis 2030 soll das Land 600 Terawattstunden Strom aus erneuerbaren Energien beziehen, also 80 Prozent seines Gesamtverbrauchs, so der Koalitionsvertrag. Die Gesetze, mit denen der notwendige Ausbau der erneuerbaren Energien erreicht werden sollte, wurden im Jahr 2022 in großer Eile ausgearbeitet. Eine Bestandsaufnahme, die Nikolaus J. Kurmayer am 03.01.2023 für EURACTIV.com verfasst hat. weiterlesen…

Neue Technik könnte Lithium-Ionen-Batterien Schub geben

„Vorlithiierung“ – neuartiges Herstellungsverfahren für einen Silizium-Monoxid-Kohlenstoff-Verbundwerkstoff

Die Suche nach der nächsten Generation von Materialien für Anoden in Lithium-Ionen-Batterien ist noch nicht abgeschlossen. Ein neuartiges Herstellungsverfahren für einen Silizium-Monoxid-Kohlenstoff-Verbundwerkstoff könnte laut Pressedienst der Pekinger Tsinghua University endlich die gewünschte Effizienzsteigerung ohne unerwünschte Nebenreaktionen bringen. Seit den späten 1990er Jahren verwenden die meisten Hersteller von Lithium-Ionen-Batterien Graphit als Batterieanode (der negative Pol, in den der elektrische Strom in die Batterie eintritt) und ersetzen damit die Kokskohle. Die Umstellung von Koks auf Graphit, eine Form von Kohlenstoff, erfolgte aufgrund seiner langfristigen Stabilität über viele Lade- und Entladezyklen hinweg. Ein Artikel, der das jetzt entdeckte neue Verfahren beschreibt, ist am 21.12.2022 im Journal Nano Research der Tsinghua University open access erschienen. weiterlesen…

Mehr Akzeptanz für die Energiewende

Förderung der Bürgerenergie wird ausgebaut

Die Energiewende mit dem erforderlichen Ausbau der erneuerbaren Energien ist eine Mammutaufgabe, hier braucht es auch den Rückhalt der gesamten Gesellschaft. Daher startete zum 1. Januar 2023 eine Förderrichtlinie „Bürgerenergiegesellschaften bei Windenergie an Land“. Die Veröffentlichung im Bundesanzeiger sei erfolgt, wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Klima am 24.12.2022 mitteilte. weiterlesen…

acatech-Position „Holzbasierte Bioökonomie“

Nachhaltig, zirkulär, klimaresilient

Die holzbasierte Bioökonomie kann einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise leisten. Dies erfordert eine systemische Betrachtung, die ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Aspekte berücksichtigt: Der Wald ist Rohstofflieferant, Erholungsraum und erbringt neben dem Klimaschutz weitere Ökosystemleistungen, ist jedoch vom Klimawandel selbst betroffen. Es gilt Ressourcen zu schonen und effizient zu verwenden, Produkte also möglichst lange, mit hoher Wertschöpfung wiederzuverwerten und mehrfach in Kaskaden zu nutzen. Das Ziel: Wirtschaftswachstum vom Rohstoffverbrauch entkoppeln und zu einer „Circular Economy“ beitragen. Das ist kurzgefasst der Inhalt der neuen acatech-Position „Holzbasierte Bioökonomie“. (Titel: acatech-POSITION Bioökonomie Holz – © acatech) weiterlesen…

Neue Me­tho­de hilft glo­ba­len or­ga­ni­schen Koh­len­stoff­kreis­lauf verstehen

Bei­trag zum Ver­ständ­nis des Kli­ma­wan­dels

Mit ei­ner neu­en Me­tho­de ha­ben For­schen­de aus den USA, Groß­bri­tan­ni­en und Bre­men (MARUM – Zen­trum für Ma­ri­ne Um­welt­wis­sen­schaf­ten) be­rech­net und am 04.01.2023 in Nature publiziert, mit wel­cher Ge­schwin­dig­keit or­ga­ni­scher Koh­len­stoff wäh­rend des Erd­zeit­al­ters Neo­gen in Mee­res­se­di­men­ten ge­bun­den wur­de. Sie ist ge­nau­er als der bis­lang üb­li­che Weg und kann da­her ei­nen wich­ti­gen Bei­trag zum Ver­ständ­nis des Kli­ma­wan­dels und zur Ein­däm­mung sei­ner Aus­wir­kun­gen leis­ten. weiterlesen…

Chance im Klimawandel: Sojaanbau in Europa künftig ausweiten

Langfristig immer mehr Ackerflächen geeignet

Der Klimawandel erfordert ein Umdenken hin zu besser an Hitze und Trockenheit angepasste Sorten und Kulturen in der Pflanzenproduktion. Etwa die Sojabohne – sie gedeiht nicht nur unter warmen Bedingungen gut, sondern versorgt sich auch selbst mit dem wichtigen Pflanzennährstoff Stickstoff. Eine am 04.01.2023 vom Müncheberger Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Global Change Biology veröffentlichte Untersuchung zeigt, dass sich langfristig immer mehr Ackerflächen in Europa für die Sojaproduktion eignen. Dieser Effekt übersteige dabei die Ertragseinbußen, die durch zunehmende Hitze und Trockenheit vor allem in Südeuropa zu erwarten seien. Damit könne die EU zukünftig auf einen großen Teil der Sojaimporte aus Brasilien und den USA verzichten, so die Autorinnen und Autoren der Studie. (Foto: Sojaanbau bei Hockenheim – © AnRo0002 – Eigenes Werk, CC0) weiterlesen…