Ressourceneffizienzsteigerung in der Metallindustrie

OptiMet – Substitution von Primärrohstoffen durch optimiertes legierungsspezifisches Recycling

In der deutschen Metallindustrie besteht ein signifikantes Potenzial zur Verbesserung der Ressourceneffizienz durch den Einsatz neuartiger sensorgestützter Analyse- und Sortiertechnologien. Dadurch können große Mengen an Primärrohstoffen substituiert und dissipative Verluste von Legierungselementen vermieden werden. Hauptziel des vom Umweltbundesamt beauftragten Projekts war die Ermittlung von Potenzialen zur Verminderung von Downcycling (Kontamination von Legierungen mit Störstoffen oder Verluste von hochwertigen Legierungselementen infolge starker „Verdünnung“ der Schmelze) durch ein legierungsspezifisches Recycling von Stahl-, Aluminium-, Kupfer- und Zinklegierungen. So kann eine nachhaltige Circular Economy erreicht und zudem die Versorgungssicherheit mit Metallrohstoffen unterstützt werden. weiterlesen…

Nachhaltigkeits-Screening für regionale Bioökonomie-Strategien

Forschungsprojekt BE-Rural

Ein von der Europäischen Kommission, Generaldirektion Forschung & Innovation fianzerte Bericht des Ecologic-Instituts stellt im Rahmen des Projekts „Regionale Bioökonomie-Strategien für eine gestärkte ländliche Entwicklung in der EU (BE-Rural)“ den Kontext und die Begründung für die Entwicklung des Nachhaltigkeitsscreenings von BE-Rural dar, beschreibt das methodische Vorgehen und fasst die Ergebnisse der beiden Pilotprojekte in Stara Zagora und Vidzeme zusammen (als separate Fallstudien in den Anhängen dieses Berichts enthalten). Des Weiteren werden die wichtigsten Lehren aus diesen beiden Pilotprojekten und die allgemeinen Schlussfolgerungen aus dieser Untersuchung gezogen. (Bild: Note on the development of a sustainability screening for regional bioeconomy strategies – © ecologic institute) weiterlesen…

Neue Elektroofenschlacke für CO2-reduzierten Zement

FEhS-Institut koordiniert Forschungsprojekt „DRI-EOS“

Mit dem SALCOS®-Programm ist die Salzgitter AG Vorreiter der CO2-armen Stahlherstellung und nimmt damit eine führende Rolle bei der Dekarbonisierung ein. Aufgrund der neuen CO2-armen Prozessroute über Direktreduktion von Eisenerz (DRI) und anschließendes Aufschmelzen im Elektrolichtbogenofen (EAF) entsteht eine andersartige Elektroofenschlacke (EOS). Diese muss entsprechend modifiziert werden, um als wert- und nachhaltiger Rohstoff weiterhin Verwendung finden zu können. (Foto: Salzgitter-Stahlwerk – © Holger Zernetsch, Gemeinfrei, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Erstmals Entstehung von „dunklen“ Moiré-Interlagen-Exzitonen sichtbar gemacht

Forschungsteam beobachtet zukünftigen Baustein für Photovoltaik

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Forschern der Universität Göttingen hat erstmals ein grundlegendes physikalisches Phänomen sichtbar gemacht, das bei der Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie eine Rolle spielt und am 17.08.2022 in Nature publiziert. Den Wissenschaftlern ist es gelungen, sogenannte dunkle Moiré-Interlagen-Exzitonen sichtbar zu machen und deren Entstehung mit den Methoden der Quantenmechanik zu erklären. Die Forscher zeigen, wie eine in Göttingen neu entwickelte experimentelle Technik, die zeitaufgelöste Impulsmikroskopie, tiefste mikroskopische Einblicke zu diesen technologisch relevanten Fragestellungen liefert. (Grafik: Zwischen zwei verdrehten Lagen von Wolframdiselenid (oben) und Molybdändisulfid (unten) bilden sich nach optischer Anregung viele optisch dunkle Exzitonen – Foto © Brad Baxley, Part to Whole, LLC) weiterlesen…

Aluminium als EE-Speicher?

EU und Schweiz fördern neues Speicherkonzept für Erneuerbare Energien

Die Entwicklung von Langzeitspeichern, die kostengünstig die Energie aus Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft in Aluminium speichern können, ist Ziel des Forschungsprojekts „Reveal“: Neun Partner aus sieben europäischen Ländern mit der Entwicklung eines revolutionären Konzepts zur Speicherung Erneuerbarer Energien über längere Zeiträume beschäftigt. Das schreibt Sandra Enkhardt am 16.08.2022 auf pv magazine. (Foto: Aluminiumschmelze im Wannenofen mit Oxidschichten – © Hans Chr. Riedelbauch, eig. Werk, CC BY-SA 3.0 de, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Mit Melamin Kohlendioxid speichern

Einfaches, billiges Material zur CO2-Abscheidung

Mit Hilfe eines kostengünstigen Polymers namens Melamin – dem Hauptbestandteil von Formica – haben Chemiker der Universität von California in Berkeley und Stanford eine billige, einfache und energieeffiziente Möglichkeit geschaffen, Kohlendioxid aus Schornsteinen abzuscheiden, ein „wichtiges Ziel für die Vereinigten Staaten und andere Länder, die sich um eine Verringerung der Treibhausgasemissionen bemühen“, so die Universitäts-Internetseite. (Grafik: Neue Methode zur Entfernung von CO2 aus Rauchgasen – Grafik © mit frdl. Genehmigung von Haiyan Mao und Jeffrey Reimer, UC Berkeley) weiterlesen…

Risiken durch Extremwetter systemisch zusammen bewerten

Hitze und Dürre: Kaskadenartige Folgen gemeinsam beurteilen

Gleichzeitige extreme Hitze- und Dürreereignisse wirken sich auf unterschiedliche Bereiche komplex aus, auf Gesellschaft, Wirtschaft, Gesundheit und Ernährung. Zudem können solche Extremereignisse durch die vielschichtigen sozioökonomischen Verflechtungen zusätzliche Schäden verursachen, wie Forschende der Universität Zürich am 11.08.2022 zeigten. Um betroffene Regionen anpassungsfähiger zu machen, seien systemische Risikobewertungen nötig. weiterlesen…

Wer sind die neuen Herren des Grünen Punktes?

DSD an Luxemburger Firma verkauft

Deutschlands wohl ältestes Kreislauf-Müll-Unternehmen, das Recycling-System mit dem bekannten Grünen Punkt (DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG) hat den Eigentümer gewechselt. Neuer Eigentümer de DSD ist die Luxemburger Circular Resources S.à.r.l.. Sie will nach eigenen Angaben „die erste integrierte Lösung aus mechanischem und chemischem Recycling im industriellen Maßstab für Kunststoffverpackungen schaffen“. „Die Inhaber haben Verbindungen zur Öl- und Chemieindustrie – und wollen eine umstrittene Recyclingtechnologie fördern“, so die Wirtschaftswoche am 12.08.2022. Seit seiner Gründung 1990 steht der Grüne Punkt (zwei grüne Pfeile, die sich umeinander drehen) in Deutschland für Mülltrennung und Recycling. weiterlesen…

Enzyme helfen Plastikproblem lösen

Abbau von PET-Flaschen möglich

Forscher des Manchester Institute of Biotechnology (MIB) haben eine  Enzym-Engineering-Plattform entwickelt und am 11.08.2022 in Nature Catalysis publiziert, um kunststoffabbauende Enzyme durch gezielte Evolution zu verbessern. Zur Veranschaulichung der Nützlichkeit ihrer Plattform haben sie ein Enzym entwickelt, das erfolgreich Poly(ethylen)terephthalat (PET) abbauen kann, aus dem üblicherweise Plastikflaschen bestehen. weiterlesen…

Bitte Hermann Scheer lesen…

…fordert Christfried Lenz, Bürgerenergie Altmar am 12.08.2022 (auf pv magazine)

Hermann Scheer wird gern als „Vater der Energiewende“ bezeichnet, und – in der Tat ist er der entscheidende Vordenker. Doch sind seine Gedanken überhaupt noch bekannt? Lassen sich die heutigen Akteure der Energiewende von ihnen inspirieren? Ich habe mir einmal sein letztes Buch „Der energethische Imperativ: 100 Prozent jetzt: Wie der vollständige Wechsel zu erneuerbaren Energien zu realisieren ist“ – erschienen in seinem Todesjahr 2010 – vorgenommen und rege an, sich damit intensiv zu befassen. (Titel: Scheer – Der energethische Imperativ – © kunstmann.de) weiterlesen…