1. Halbjahr 2022: 50 % EE

ZSW und BDEW legen aktuelle Berechnungen vor: Rund die Hälfte des Stromverbrauchs gedeckt

Im ersten Halbjahr 2022 haben Erneuerbaren Energien rund 49 Prozent des Bruttoinlandstromverbrauchs gedeckt. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch lag damit sechs Prozentpunkte höher als im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres. weiterlesen…

Shell in Albanien angeblich vor „bahnbrechender Entdeckung“

Zeitung Politiko: Präsident blufft

Der niederländische Energieriese Shell stehe kurz vor der Entdeckung bedeutender Gas- und Ölvorkommen in Albanien, erklärte Premierminister Edi Rama am 04.07.2022 gegenüber niederländischen Journalist:innen – eine Entwicklung, die laut Rama die Zukunft der Energieversorgung in Europa verändern könnte. 2018 schloss der niederländische Ölkonzern mehrere millionenschwere Verträge zur Erkundung von Regionen Albaniens nach Gas und Öl ab. Im Laufe der Jahre wurden mehrere vielversprechende Funde gemacht, darunter ein großes Ölvorkommen und bedeutende Gasvorkommen, die im Süden des Landes vermutet werden – so EURACTIV am 06.07.2022. Die Zeitung Politiko widerspricht. weiterlesen…

EU-Parlament stimmt pro Atom und Gas ab

Taxonomie: Notwendige Mehrheit für Ablehnung des Kommissionsvorschlags nicht erreicht

Das Europäische Parlament hat einen Antrag abgelehnt, der sich gegen die Einbeziehung von Kernkraft und Gas als ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten aussprach. Zu wenige Abgeordneten fanden sich zusammen um Einwände gegen den Delegierten Rechtsakt der Kommission zur Taxonomie zu erheben, der vorsieht, bestimmte Tätigkeiten im Bereich der Kern- und Gasenergie unter bestimmten Bedingungen in die Liste der umweltverträglichen Wirtschaftstätigkeiten aufzunehmen, die von der so genannten EU-Taxonomie abgedeckt werden. (Foto: Plenum des EU-Parlaments Straßburg – © David Iliff – Eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Wasserstoff aus Methanol treibt Schiffe an

Alternative Schiffsantriebe

Der Schiffsverkehr gehört zu den am schnellsten wachsenden Quellen für Treibhausgase. Schiffsbauer und Betreiber suchen daher nach alternativen, umweltfreundlichen Antrieben. Forschende des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme IKTS in Dresden und Hermsdorf haben gemeinsam mit Partnern das Antriebskonzept „HyMethShip“ entwickelt, bei dem Wasserstoff aus Methanol gewonnen wird. Die Technik benötigt keine großen Wasserstofftanks an Bord und ist daher deutlich sicherer. In Zukunft könnte sie auch für Kreuzfahrtschiffe interessant sein. weiterlesen…

Warum Erdgas keine Brückentechnologie ist

Risiko für die Energiewende

„Der Ausbau der Erdgasinfrastruktur stellt ein Risiko für die Energiewende dar, da Erdgas keine Brückentechnologie hin zu einem 100 Prozent Erneuerbaren Energiesystem im Sinne des Pariser Klimaabkommens ist.“ Das ist das Ergebnis einer am 04.07.2022 in Nature Energy erschienenen Untersuchung eines interdisziplinären deutschen Forschungsteams. Die Forschenden beleuchten die Erdgasfrage aus fünf Perspektiven und stellen dem Gas eine ähnlich schlechte Klimabilanz aus wie Kohle oder Öl. Sie empfehlen Politik und Wissenschaft, die aktuellen Annahmen über Erdgas zu überarbeiten. weiterlesen…

DIW entwickelte Ampel-Monitor Energiewende

Grüner Wasserstoff, Elektromobilität und Erneuerbare Wärme müssen erheblich beschleunigt werden

Will die Bundesregierung ihre energiepolitischen Ziele erreichen, muss sie aufs Tempo drücken. WissenschaftlerInnen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) haben daher laut einer Medienmitteilung vom 06.07.2022 einen „Ampel-Monitor Energiewende“ entwickelt, der verfolgt, inwiefern die energiepolitische Agenda der Regierung umgesetzt wird. Laut DIW sind immense Anstrengungen nötig, um die Lücke zwischen avisierten Zielen und dem aktuellem Stand zu schließen. weiterlesen…

Mythen der Circular Economy gehören der Vergangenheit an

Sammelband für Entscheider und Macher in Industrie, öffentlichem Sektor, Zivilgesellschaft und Wissenschaft

Am 01.07.2022 wurde der Sammelband Mythen der Circular Economy mit 20 Beiträgen von Autoren aus Wissenschaft und Praxis open access veröffentlicht. Herausgegeben wurde er unter anderem von Alexa Böckel (Research Associate von Samanthi Dijkstra-Silva, Carlowitz Juniorprofessur für Nachhaltigkeitsbewertung und -politik) und Ilka Weissbrod (Strategic Research Partner der Carlowitz Juniorprofessur) der Technischen Universität Dresden. (Buchtitel: Mythen der Circular Economy – © Alexa Böckel, Jan Quaing, Ilka Weissbrod, Julia Böhm (Hrsg.)) weiterlesen…

BUND: „Subventionierung der Wasserkraft schadet Flüssen“

Kein Beitrag zum Ausbau der Erneuerbaren

Anlässlich der Einigung der Regierungskoalition auf die Einstufung der Wasserkraft im „überragenden öffentlichen Interesse“ im Rahmen der EEG-Novelle übte Olaf Bandt, Vorsitzender der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) scharfe Kritik an dem Beschluss: „Wasserkraftwerke machen Flüsse zu Stehgewässern. Sie verändern das ganze Ökosystem. Die Einstufung der Wasserkraft im überragenden öffentlichen Interesse ist daher ein verheerendes Signal für den Schutz der aquatischen Biodiversität. Denn die Artenvielfalt in den Fließgewässern ist besonders von der Biodiversitätskrise betroffen.“ Auch ein Bioenergieverband protestiert gegen Vernachlässigung. weiterlesen…

BEE: Erneuerbare müssen für französische Atomkraft einspringen

Aus Wassermangel nicht genügend kühlbar – Breton: „Deutsche AKW länger laufen lassen!“

Im ersten Halbjahr 2022 hat Deutschland massiv Strom nach Frankreich exportiert. Das ergab eine BEE-Analyse der Exportverläufe der letzten sechs Jahre. „Technisch bedingte Ausfälle und zuletzt auch die warmen Temperaturen haben der vermeintlich zuverlässigen Atomkraft stark zugesetzt“, so BEE-Präsidentin Simone Peter. „Jetzt müssen Erneuerbare-Energien-Anlagen aus Deutschland den angeschlagenen Atomkraftwerken verstärkt unter die Arme greifen und Strom nach Frankreich liefern.“ weiterlesen…

Hochhäuser als Batterien

Ilasa-Forscher des IIASA entwickelten neues Energiespeicherkonzept

Da die Kosten für die Erzeugung erneuerbarer Energien wie Wind- und Solarenergie rapide sinken, besteht ein wachsender Bedarf an Energiespeichertechnologien, um sicherzustellen, dass Stromangebot und -nachfrage im Gleichgewicht sind. Forscher des IIASA haben ein neues Energiespeicherkonzept entwickelt, mit dem hohe Gebäude in Batterien umgewandelt werden könnten, um die Stromqualität in städtischen Gebieten zu verbessern. weiterlesen…