MIT-Projekt bringt Fusionsenergie „großen Schritt“ voran

Neuer supraleitender Magnet bricht Rekorde bei Magnetfeldstärke und ebnet Weg für kohlenstofffreie Energie

Das amerikanische Startup Commonwealth Fusion Systems (CFS) hat zusammen mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) einen supraleitenden Elektromagneten für den Fusionsreaktor vom Typ Tokamak entwickelt, mit dem sich ein extrem starkes Magnetfeld erzeugen lässt. In diesem Reaktor wird Wasserstoffplasma mit starken Magnetfeldern in einem ringförmigen Volumen eingeschlossen und auf Temperaturen von weit mehr als 100 Millionen Grad aufgeheizt. Damit scheint eine wichtige Hürde genommen. Denn die Magneten dürfen nicht mehr Strom verbrauchen, als die Fusion erzeugen kann. (Foto: Team am Magneten im MIT-Teststand – © Gretchen Ertl, CFS_MIT-PSFC, 2021 – CC BY-NC-ND 3.0 weiterlesen…

Bei Energiewende nur Mittelmaß

Britische Untersuchung: Deutschland muss zulegen

Deutschland muss einer Studie der Association for Renewable Energy and Clean Technology (REA) und des Energiemanagement-Unternehmens Eaton zufolge bei der Energiewende deutlich zulegen – wenn es die Klimagrenzen einhalten will. Die vergleichende Untersuchung von zwölf europäischen Ländern durch den größten britischen Fachverband für erneuerbare Energien unter dem Titel „Energy Transition Readiness Index 2021“ hält vor allem die Flexibilität des Strommarkts und die Beteiligung der Bürger für stark ausbaufähig. Während Finnland, Norwegen und Schweden Spitzenwerte erzielten, schaffte Deutschland nur drei von fünf möglichen Punkten. (Länderranking – © REA-Energy Transition Readiness Index report 2021) weiterlesen…

Breite Einbindung der Bürger beschleunigt Windausbau

IASS Policy Brief mit Empfehlungen, wie die Windflaute wieder an Fahrt gewinnen kann

Um den steigenden Strombedarf zu decken und die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen, muss die Windenergie beschleunigt ausgebaut werden. In der deutschen Bevölkerung findet der geplante Aus- und Neubau von Windkraftanlagen an Land zwar hohe generelle Zustimmung. Geht es jedoch um die Errichtung von Anlagen im eigenen Wohnumfeld, nimmt die Ablehnung unter den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zu. Damit der Ausbau der Windenergie gelingt, bedarf es einem neuen Policy Brief des IASS zufolge der breiten Einbindung der Bürgerinnen und Bürger. Die Politik sollte deshalb die Identifikation mit den Zielen der Energiewende stärken, Kommunen bei der Öffentlichkeitsbeteiligung unterstützen und Teilhabemöglichkeiten sozial gerechter gestalten. weiterlesen…

Klimaschutz als Nullsummenspiel

McKinsey: Einsparungen können Dekarbonisierungskosten bis 2045 ausgleichen

In einem neuen Report hat das Beratungsunternehmen die wichtigsten Herausforderungen und Maßnahmen bis 2045 in den fünf emissionsintensivsten Sektoren Energie, Industrie, Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft sowie im Bankensektor dargestellt. Die kommenden zehn Jahre sind demnach erfolgskritisch, um die Energiewende langfristig als echte Chance für Deutschland zu gestalten, schreibt . Die Einsparungen durch den Klimaschutz im Gesamtzeitraum bis 2045 könnten der McKinsey-Studie „Net-Zero Deutschland“ zufolge die Kosten der Dekarbonisierung ausgleichen. Voraussetzungen dafür seien der konsequente Umstieg auf grüne Technologien in allen Wirtschaftssektoren und Lebensbereichen sowie eine erheblich höhere Veränderungsgeschwindigkeit beim Klimaschutz. (Bild: Titel der 103-Seiten-Studie „Net Zero Deutschland“ – © McKinsey) weiterlesen…

Fachkräftemangel neuer Flaschenhals der Energiewende?

IG Metall präsentiert Studie bei Husum Wind und fordert langfristig angelegte Arbeitsmarktstrategie

Noch muss die Windbranche den Arbeitsplatzverlust der vergangenen Jahre verdauen – rund 60.000 Jobs gingen nach Angaben der IG Metall Küste verloren – da bahnt sich das nächste Problem an: Fachkräftemangel – so das Fachmagazin Erneuerbare Energien . „Unsere Betriebsräte berichten seit Jahren über teils erhebliche Probleme bei der Besetzung von freien Stellen“, erklärte IG Metall-Bezirksleiter Daniel Friedrich im Rahmen der Husum Wind. „Die Betriebe konkurrieren mit Unternehmen aus anderen Branchen, die häufig bessere Arbeitsbedingungen bieten.“ weiterlesen…

100-Tage-Solar-Beschleunigungsgesetz-Entwurf

BSW-Solar präsentiert Eckpunkte

Die neue Bundesregierung müsse in den ersten 100 Tagen unter anderem die PV-Ausbauziele an die Klimaziele anpassen und den solaren Eigenverbrauch stärken. Eine Solarpflicht auf Bundesebene hat für den Verband keine Priorität – so eine Medienmitteilung über einen vom Bundesverband Solarwirtschaft vorgelegten Entwurf eines 100-Tage-Solar-Beschleunigungsgesetzes. weiterlesen…

Bundesrat stimmt geänderter Ladesäulenverordnung zu

VKU: „Bremse statt Turbo“

In der Plenarsitzung am 17.09.2021 hat der Bundesrat dem Regierungsvorschlag zur geänderten Ladesäulenverordnung zugestimmt, die vor allem für Erleichterungen beim spontanen Laden von Elektrofahrzeugen sorgen soll. Neu errichtete Ladepunkte müssen demnach künftig über eine Schnittstelle verfügen, mithilfe derer Standortinformationen und dynamische Daten wie der Belegungsstatus übermittelt werden können. Damit werde es für Ladewillige leichter, freie Ladesäulen zu finden. VKU-Chef Liebing kritisierte, damit werde statt eines Turbo auf die „Bremse“ getreten. weiterlesen…

Der „Strompreishorror“ und der „Markt“

Wie geht es nach der Wahl weiter? von Karl-Heinz Remmers

Wer einen an die Strom-Börsenpreise gekoppelten Stromtarif hat, erlebt es seit einigen Monaten live: Die Strompreise an der Börse erklimmen immer neue Rekordhöhen. Der „Strompreishorror“ geht um – getrieben vom „Markt“. Offenbar wegen des Wahlkampfs aber ist es um das Thema noch immer erstaunlich ruhig. Dabei gibt es sehr wohl die Chance, das Preisniveau mit einem kräftigen Ausbau der erneuerbaren Energien samt Speichern und Infrastruktur mittel- und langfristig klimaschonend wieder zu senken. weiterlesen…

Wirkungsgrad von Flüssigmetallbatterien verbessert

Internationales Team optimiert neuartige Lithium-Blei-Flüssigmetallbatterie
Klimaschutz bedeutet, zunehmend auf erneuerbare Energien umzusteuern. Doch um Sonnen-, Wind- und andere regenerative Energien speichern zu können, braucht es ausgeklügelte Systeme. Noch sind die heutigen Speicher zu teuer und schlecht oder gar nicht recycelbar. Wissenschaftler des HZDR-Instituts für Fluiddynamik forschen seit mehreren Jahren an Flüssigmetallbatterien und gelten inzwischen als europaweit führend. Norbert Weber vom HZDR gelang es, gemeinsam mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) eine neuartige Lithium-Blei-Flüssigmetallbatterie entscheidend zu optimieren. weiterlesen…

Mit Bergbauabfällen Wasserstoff produzieren

(Wieder-)Entdeckung des Feldspats

Forscher der Queensland University of Technology haben herausgefunden, wie Bergbauabfälle als Teil eines potenziell billigeren Katalysators für die Wasserstoff-Herstellung verwendet werden könnten. Normalerweise werden Wasserspaltungsreaktionen zur Wasserstoffproduktion mit Platin ausgelöst, das etwa 42 €/g (Iridium 41 €/g oder Ruthenium 11 €/g) kostet. Es werden auch billigere, aber weniger aktive Metalle wie Kobalt, dessen Preis bei etwa 60.000 €/Tonne liegt, Nickel für 22.000 €/t und Eisen für 543 €/t verwendet. (Bild: Einkristall eines monoklinen Feldspats – © Rob Lavinsky, iRocks.comCC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…