„Carbon Law for Nature“: Natur als Schlüssel für klimasichere Zukunft

Neue Exponential Roadmap-Initiative für natürliche Klimalösungen

Der Landsektor, einschließlich der Land- und Forstwirtschaft sowie der Schutz und die Wiederherstellung von Naturflächen, muss bis 2030 jährlich Netto-Null-Emission erreichen. Das ist das Ergebnis eines am 20.09.2022 publizierten Berichts von Conservation International, in Zusammenarbeit mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, dem WWF und der Exponential Roadmap Initiative. Der Bericht zeigt auf, welche Maßnahmen erforderlich sind, um den Landsektor bis 2050 von einer Treibhausgasquelle in eine Kohlenstoffsenke zu verwandeln, und legt eine neue Benchmark fest: das „Carbon Law for Nature“. weiterlesen…

Spanien: Direkt am Stromnetz aufladbarer Elektro-Lkw

Iberdrola entwickelt Elektro-Lastwagen

Neoenergia, die brasilianische Tochtergesellschaft der spanischen Iberdrola, hat ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt entwickelt, das von der Nationalen Agentur für elektrische Energie (Aneel) reguliert wird und als bahnbrechend bezeichnet wird: ein Elektrofahrzeug für den Einsatz in der Stromverteilung, schreibt Pilar Sánchez Molina am 23.09.2022 in der spanischen Ausgabe des pv magazine. weiterlesen…

Erste LNG-Lieferung für schwimmendes LNG-Importterminal in Brunsbüttel vereinbahrt

MoU von RWE, ADNOC und Masdar

RWE hat Vereinbahrungen mit  der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) über Lieferungen von Flüssiggas (Liquefied Natural Gas, LNG) und mit Masdar, dem führenden Unternehmen für erneuerbare Energien in Abu Dhabi, über eine Zusammenarbeit im Bereich Offshore-Wind, getroffen. Dazu wurde laut einer Medienmitteilung vom 25.09.2022 ein Memorandum of Understanding zwischen RWE und ADNOC über mehrjährige LNG-Lieferungen unterzeichnet  Die erste kommerzielle Lieferung von Flüssiggas soll Ende Dezember 2022 in Deutschland eintreffen. Ein weiteres MoU zwischen RWE und Masdar sollgemeinsam Potenziale für Offshore-Wind-Projekte in globalen Schlüsselmärkten ausloten. (Foto: LNG-Tanker Rivers – © Pline – eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Klima außer Kontrolle

Fluten, Stürme, Hitze – Wie sich Deutschland schützen muss

Wie gut ist Deutschland vorbereitet, wenn Bäche zu reißenden Strömen werden, Städte in immer heißeren Sommern unbewohnbar werden oder sich das Meer die Küste zurückerobert? Die Journalistinnen Susanne Götze und Annika Joeres haben in ganz Deutschland recherchiert, wie wenig Bund, Länder und Kommunen tun, um uns alle vor den Folgen der Klimakrise zu schützen. (Buchtitel: Klima außer Kontrolle – © Piper Verlag) weiterlesen…

PV-Kit kann Lade-Häufigkeit um 14 Prozent verringern

E-Auto lädt sich mittels Folie selbst – zum Teil

Die Abteilung für neue Energietechnologien und Nanomaterialien (Liten) der französischen Kommission für alternative Energien und Atomenergie CEA hat einen fahrzeugintegrierten Photovoltaik-Prototyp entwickelt, der mit jedem aufladbaren Elektrofahrzeug verwendet werden kann. Das neuartige elastische, magnetische 145-Watt-Solarmodul auf einer Folie mit einem MPPT-Laderegler (Maximum Power Point Tracking) enthält eine Batterie und einen Mikro-Wechselrichter, mit dem die gespeicherte Energie ins Netz eingespeist werden kann, wenn das Fahrzeug aufgeladen wird. weiterlesen…

Wasserstoff als Energieträger im globalen Energiesystem?

Wichtige Rolle, aber nicht überall

Wasserstoff und H2-Syntheseprodukten werden in der künftigen Klimapolitik große Bedeutung beigemessen. Doch wie könnte sich der Wasserstoffbedarf global entwickeln? Dieser Frage widmet sich eine Meta-Studie unter Koordination des Fraunhofer ISI, die im Rahmen des Forschungsprojekts HyPat mehr als 40 Energiesystem- und Wasserstoffszenarien neu ausgewertet hat. Die am publizierte Untersuchung macht dabei Aussagen zu den Bandbreiten der möglichen künftigen Entwicklung des Wasserstoffbedarfs weltweit, in der EU und China bis 2050 und unterscheidet verschiedene Nachfragesektoren. weiterlesen…

Wasserstoff sparsam einsetzen

11mal klimaschädlicher als CO2

Grüner Wasserstoff birgt große Chancen für die Transformation des Energiesystems, seine Verfügbarkeit bleibt im Verhältnis zum erwarteten Bedarf aber absehbar knapp, selbst wenn man mögliche Importe berücksichtigt. Daher muss die Politik, parallel zur Unterstützung des Hochlaufs der Wasserstoffwirtschaft und des Ausbaus der Erneuerbaren Energien, eine Priorisierung von Wasserstoffanwendungen vornehmen. Knapper Wasserstoff muss zielgerichtet und sparsam eingesetzt werden, um Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz zu gewährleisten. Erste Ergebnisse aus dem Vorhaben „Wasserstoff als Allheilmittel?“ zeigen in einer Untersuchung von Jens Clausen und Klaus Fichter (Borderstep Institut) und Florian Kern und Frieder Schmelzle (Institut für ökologische Wirtschaftsforschung) den Bedarf für eine Priorisierung von Wasserstoffanwendungen. weiterlesen…

Dezentrale Koordination

Intelligentes Laden reduziert Verteilnetzausbau 

Strom aus Erneuerbaren, Infrastruktur sowie individuelle Präferenzen von Verbrauchern müssen bei zunehmender Elektrifizierung von Wärme- und Verkehrssektor koordiniert werden. Wie das gelingen kann, hat ein Team des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) im Rahmen ihrer neuen Kurzstudie „Dezentrale Koordination – Auswirkungen unterschiedlicher Ladekonzepte für Elektrofahrzeuge auf Markt und Netz“ untersucht und am 23.09.2022 veröffentlicht. weiterlesen…

Graben zwischen Anspruch und Wirklichkeit schließen

Wuppertal-Institut: „Deutschland könnte seine Ziele beim Klima- und Ressourcenschutz noch erreichen“

Das Wuppertal-Institut veröffentlichte am 20.09.2022 einen Zukunftsimpuls unter dem Titel: „Transformationslücke schließen – Handeln unter Hochdruck“: Deutschland liegt bei Klimaschutz und der langfristigen Sicherung der Energie- und Rohstoffversorgung weit hinter seinen eigenen Zielen. Nur mit Tempo, Mut und Ehrlichkeit lässt sich der Rückstand jetzt aufholen. Dazu gehören ein beschleunigter Ausbau Erneuerbarer Energien, der sofortige Aufbau eines umfassenden Netzes für grünen Wasserstoff, verbindliche Ziele für eine echte Kreislaufwirtschaft, klare Vorgaben für den Wohnungsbestand, eine ernsthafte Mobilitätswende und wirksame Anreize für eine nachhaltige Produktion. weiterlesen…

EU-Übergewinnsteuer würde Bioenergie-Strom stilllegen

 Steuerpläne in der Kritik

Die Europäische Kommission hat am 14.09.2022 Vorschläge zur Bewältigung der Energiekrise vorgelegt. Demnach sollen unter anderem europäische Stromerzeuger alle Strommarkterlöse von mehr als 180 €/MWh an den Staat abtreten. Auch bei der Bioenergie sollen (mit Ausnahme von Biomethan) Einnahmen jenseits dieser Preisgrenze abgeschöpft werden. Zustimmen müssen nun die Energieminister der Mitgliedsländer. Sandra Rostek, Leiterin des Hauptstadtbüro Bioenergie, sieht die Vorschläge im Namen der Bioenergieverbände kritisch. weiterlesen…