EU-Parlament stimmt pro Atom und Gas ab

Taxonomie: Notwendige Mehrheit für Ablehnung des Kommissionsvorschlags nicht erreicht

Das Europäische Parlament hat einen Antrag abgelehnt, der sich gegen die Einbeziehung von Kernkraft und Gas als ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten aussprach. Zu wenige Abgeordneten fanden sich zusammen um Einwände gegen den Delegierten Rechtsakt der Kommission zur Taxonomie zu erheben, der vorsieht, bestimmte Tätigkeiten im Bereich der Kern- und Gasenergie unter bestimmten Bedingungen in die Liste der umweltverträglichen Wirtschaftstätigkeiten aufzunehmen, die von der so genannten EU-Taxonomie abgedeckt werden. (Foto: Plenum des EU-Parlaments Straßburg – © David Iliff – Eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Wasserstoff aus Methanol treibt Schiffe an

Alternative Schiffsantriebe

Der Schiffsverkehr gehört zu den am schnellsten wachsenden Quellen für Treibhausgase. Schiffsbauer und Betreiber suchen daher nach alternativen, umweltfreundlichen Antrieben. Forschende des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme IKTS in Dresden und Hermsdorf haben gemeinsam mit Partnern das Antriebskonzept „HyMethShip“ entwickelt, bei dem Wasserstoff aus Methanol gewonnen wird. Die Technik benötigt keine großen Wasserstofftanks an Bord und ist daher deutlich sicherer. In Zukunft könnte sie auch für Kreuzfahrtschiffe interessant sein. weiterlesen…

Warum Erdgas keine Brückentechnologie ist

Risiko für die Energiewende

„Der Ausbau der Erdgasinfrastruktur stellt ein Risiko für die Energiewende dar, da Erdgas keine Brückentechnologie hin zu einem 100 Prozent Erneuerbaren Energiesystem im Sinne des Pariser Klimaabkommens ist.“ Das ist das Ergebnis einer am 04.07.2022 in Nature Energy erschienenen Untersuchung eines interdisziplinären deutschen Forschungsteams. Die Forschenden beleuchten die Erdgasfrage aus fünf Perspektiven und stellen dem Gas eine ähnlich schlechte Klimabilanz aus wie Kohle oder Öl. Sie empfehlen Politik und Wissenschaft, die aktuellen Annahmen über Erdgas zu überarbeiten. weiterlesen…

Meeresschutz alternativlos für Zukunft des Planeten

Ocean Care zieht Bilanz der zweiten UNO-Ozeankonferenz

In Lissabon ging am 01.07.2022 die zweite UNO-Konferenz zum Schutze der Ozeane (UNOC) zu Ende. Die internationale Meeresschutzorganisation OceanCare bilanziert in einer Medienmitteilung. Die Ergebnisse kursorisch: Unterwasserlärm – obligatorische Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung von Schiffen sind entscheidend, um Schifffahrtsunternehmen gleiche Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten; Plastikverschmutzung – die Gesetzgeber sind am Zug, um die Plastikproduktion deutlich zu reduzieren (SDG12) und den endlosen Fluss von Plastik in unsere Ozeane zu unterbinden (SDG14); Tiefseebergbau – Ermutigende Schritte in Richtung eines Moratoriums für den Tiefseebergbau. weiterlesen…

Wertschätzen statt Wegwerfen

Wenn wir etwas nicht mehr brauchen, werfen wir es weg: 7 Mrd.t pro Jahr

Die Folge: Über sieben Milliarden Tonnen Abfall fallen laut Umweltprogramm der Vereinten Nationen weltweit jedes Jahr an, davon über zwei Milliarden Tonnen Siedlungsabfall. Für uns – egal ob Staat, Unternehmen oder Bürger – heißt das: Wir müssen neue Wege gehen. Viele eingefahrene Strukturen und liebgewonnene Verhaltensweisen müssen auf den Prüfstand gestellt werden – fordert das BMUV in einer Medienmitteilung vom 01.07.2022. Wie können Unternehmen nachhaltiger produzieren? Benötigen wir Einweg-Artikel wie Coffee-to-Go-Becher oder Plastikteller? Ziel ist die Kreislaufwirtschaft statt der Wegwerfgesellschaft. weiterlesen…

BEE: Erneuerbare müssen für französische Atomkraft einspringen

Aus Wassermangel nicht genügend kühlbar – Breton: „Deutsche AKW länger laufen lassen!“

Im ersten Halbjahr 2022 hat Deutschland massiv Strom nach Frankreich exportiert. Das ergab eine BEE-Analyse der Exportverläufe der letzten sechs Jahre. „Technisch bedingte Ausfälle und zuletzt auch die warmen Temperaturen haben der vermeintlich zuverlässigen Atomkraft stark zugesetzt“, so BEE-Präsidentin Simone Peter. „Jetzt müssen Erneuerbare-Energien-Anlagen aus Deutschland den angeschlagenen Atomkraftwerken verstärkt unter die Arme greifen und Strom nach Frankreich liefern.“ weiterlesen…

Strömungsdaten aus 20 Jahren für besseres Klima-Verständnis

Daten längster Messreihe im Tropischen Atlantik nun öffentlich zugänglich

Seit mehr als 20 Jahren misst ein Observatorium am Äquator bei 23° West die Geschwindigkeit eines für unser Klima wichtigen Systems von Meeresströmungen. Die bisher nur fragmentarisch verfügbaren Daten sind laut einer Medienmitteilung des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel mit französischen und US-amerikanischen Projekt-Partnern vom 30.06.2022 als zusammengefasster Datensatz zugänglich. Hintergründe zu den Messdaten und die Komponenten der Verankerungen beschreiben Forschende am 30.06.2022 in Frontiers in Marine Science. Die Veröffentlichung soll weitere Analysen und Modellrechnungen vorantreiben. weiterlesen…

AEE: Erneuerbar statt atomar!

Metaanalyse wertet Szenarien für erneuerbares Energiesystem nach Atomausstieg aus – Wiedereinstieg wäre Irrweg

2022 besiegelt planmäßig den deutschen Atomausstieg, doch vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges werden wieder Rufe nach einer Laufzeitverlängerung für die letzten drei AKW laut. Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zeigt in einer Metaanalyse vom 29.06.2022, dass Atomkraft im zukünftigen Energiesystem weder notwendig noch rentabel ist. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff aus Pflanzenresten

Fraunhofer treibt Energiewende voran

Bislang werden Grünabfälle und Klärschlamm meist kompostiert oder verbrannt. Sinnvoller wäre es, daraus den wertvollen Energieträger Wasserstoff zu gewinnen. Dieses Ziel verfolgt ein Forscherteam am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. Das bei der Gewinnung von Wasserstoff aus Abfällen entstehende CO2 wird dabei abgeschieden und beispielsweise in der chemischen Industrie als Rohstoff verwendet. Auf diese Weise stellen die Forschenden aus dem Bioabfall mit unterschiedlichen Verfahren Wasserstoff mit einem negativen CO2-Fußabdruck her. Es wird also der Atmosphäre CO2 entzogen. weiterlesen…

Das Wasser verschwindet

Verdunstungsverlust von 1,42 Millionen globalen Seen erforscht

Eine neue Untersuchung zeigt, dass – zusätzlich zu Algenblüte und Sauerstoffmangel – die Süßgewässer der Erde mit größerer Geschwindigkeit als befüchtet verdunsten. Außerdem „spielt die Seeverdunstung eine größere Rolle im Wasserkreislauf als bisher angenommen“, so die Ökologin Gang Zhao, Ko-Autorin des Artikels „Evaporative water loss of 1.42 million global lakes“ (Verdunstungswasserverlust von 1,42 Millionen globalen Seen erforscht). Dieser Prozess hat – kein Wunder – erheblichen Einfluss auf unsere Klima- und Wettermodellierung. weiterlesen…