Die versteckte Eisschmelze – Himalaya-Gletscher verschwinden unsichtbar unter Wasser

Laut Untersuchung eines multinationalen Forschungsteams wurde der tatsächliche Masseverlust zahlreicher Gletscher im Himalaya – und nicht nur dort – bislang deutlich unterschätzt

Der Masseverlust von Gletschern im Himalaya, die in Seen münden, wurde in den vergangenen Jahr stark unterschätzt – er ist tatsächlich rund 6,5 Prozent größer als bisher angenommen. Das zeigt die in Nature Geoscience veröffentlichte Studie eines internationalen Forschungsteams. Das Ergebnis hat auch Auswirkungen auf die Vorhersagen des weiteren Gletscherschwundes und der Wasserressourcen in der Region, schreibt Falko Schoklitsch am 03.04.2023 auf der Internetseite der TU Graz. (Foto: Perito Moreno am Lago Argentino – © Franziska Vogt für Agentur Zukunft) weiterlesen…

Regierung startet Länder- und Verbändeanhörung zum Gebäudeenergiegesetz

Kabinettbefassung noch im April – Verbändekritik

Nach der politischen Einigung auf eine Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) am 31.03.2023 haben die zuständigen Ressorts, (Bundesbau- und Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministerium) laut einer Medienmitteilung vom 03.04.2023 die Länder- und Verbändeanhörung zur Gesetzesnovelle gestartet. Nach Abschluss dieser Konsultationsphase folgt dann in einem nächsten Schritt, ebenfalls noch im April 2023, die Kabinettbefassung. Der bne kritisiert H2-ready als „Etikettenschwindel“. weiterlesen…

US-Internet-Medium Vox: „Biden hat gerade ein großes Klimaversprechen gebrochen“

„Willow-Projekt ist ‚Kohlenstoffbombe‘, die Bidens Klimavermächtnis verkomplizieren wird“

Die Regierung Biden hat eines der größten Ölförderprojekte genehmigt, das jemals auf öffentlichem Land durchgeführt wurde. Die Entscheidung steht im Widerspruch zu seinem Versprechen im Wahlkampf 2020, keine neuen Bohrungen nach fossilen Brennstoffen auf Bundesland mehr zu genehmigen. Derselbe Präsident, der das bisher umfangreichste Gesetz zur Eindämmung der Klimaverschmutzung verabschiedet hat, macht möglicherweise gerade einen Teil dieses Vermächtnisses zunichte, schreibt Rebecca Leber am 14.03.2023 auf Vox Media (nicht zu verwechseln mmit dem Fake-News-Sender Fox News). weiterlesen…

Staatliches Wasserstoffnetz?

Diskussion um Wasserstoffnetzgesellschaft und staatliche Beteiligungsformen

Für einige Industrien in Deutschland wird Wasserstoff die einzige Möglichkeit sein, klimaneutral zu produzieren. Die notwendigen Pipelines und Anlagen für den Transport von Produktionsstätten bzw. Häfen zu den Industriegebieten gilt es zeitnahe zu planen und zu realisieren. Doch welche Institutionen oder welche Institutionsform wäre geeignet, diese gewaltige Aufgabe zu meistern und gegenläufige Interessen auszugleichen? Diese Frage wird gerade intensiv diskutiert. Ein aktuelles Hintergrundpapier aus der Wissenschaft sammelt laut einer Medienmitteilung vom 28.03.2023 wesentliche Argumente für und wider die Schaffung einer einheitlichen Wasserstoffnetzgesellschaft sowie Vor- und Nachteile unterschiedlicher Eigentumsstrukturen, einschließlich einer Beteiligung des Staates. weiterlesen…

Rügener Flüssiggas-Verladestation auf Eis

LNG-Terminal: BT-Haushaltsausschuss blockiert Mittel teilweise

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat am 30.03.2023 nur einen kleinen Teil der von der Bundesregierung beantragten Mittel für das LNG-Terminal vor Rügen freigegeben, indem er 240 Millionen Euro für die weitere Planung der Anschluss-Pipeline bewilligt, aber 1,5 Milliarden Euro für den Bau des Terminals selbst gesperrt hat. Der Baubeginn durch RWE ist damit vorerst gestoppt, er darf erst erfolgen, wenn der Bundestag die vollständigen Mittel für das Projekt freigibt. Die Deutsche Umwelthilfe fordert vollständige Absage der LNG-Pläne vor Rügen und einen Klimastresstest für alle weiteren geplanten LNG-Projekte. (Foto: LNG-Terminal-Schiff Höegh Esperanza vor WHV – © Gerd Harms) weiterlesen…

Regierung einigt sich doch – schneller als gedacht

Details der neuen Regeln für Bau und Reparatur von Heizungen

Die Ampekoalition hat sich nach dem fast dritägigen Ausschuss-Marathon erstaunlich schnell auf einen Kompromiss im Umgang mit fossilen Heizungen geeinigt. Demnach sollen ab 2024 neue Regeln für Bau und Reparatur von Heizungen gelten. Eine Austauschpflicht für existierende Öl- und Gasheizungen soll es, wie tagesschau.de und andere  aus Kreisen des Bundeswirtschaftsministeriums erfahren haben, nicht geben. Neu eingebaute Heizungen müssen mindestens zu 65 Prozent mit Erneuerbaren Energien betrieben werden. weiterlesen…

Die 15-Minuten-Stadt

Oder: Wie man die Realität von der Verschwörungstheorie unterscheidet

„Verschwörungstheorien sind nichts Neues – so lange es sie gibt, reichen sie von harmlos bis absurd. Von der Fälschung der sechs Mondlandungen bis hin zur Behauptung, die Erde sei eine Scheibe, oder dass unsere herrschende Klasse aus Eidechsen besteht – wir alle sind ihnen wahrscheinlich schon in der einen oder anderen Form begegnet“. „Doch die heißeste Verschwörungstheorie des Jahres 2023 kommt“ – so schreiben drei britische AutorInnen im internationalen Blatt THE CONVERSATION am 17.02.2023 – „überraschenderweise aus einer ungewöhnlichen Ecke: der Stadtplanung. weiterlesen…

EU will mehr Erneuerbare Energien

EU-Ziele angehoben

Der Ausbau Erneuerbarer Energien soll nach dem Willen der EU massiv vorangetrieben werden. Darauf einigten sich das Europaparlament, der Rat und die Mitgliedstaaten am 30.03.2023. Bis 2030 sollen 45 Prozent der in der EU verbrauchten Energie aus Erneuerbaren Quellen wie Wind-, Solar- oder Wasserkraft stammen. Damit wurde das bisher vorgegebene Ziel von 32 Prozent deutlich erhöht. Zuletzt lag der Anteil der Erneuerbaren EU-weit bei rund 22 Prozent, in Deutschland sogar bei nur knapp über 20 Prozent. Die Unionsfraktion hat – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – einen Antrag (20/6176) für ein sogenanntes „Sonnenpaket“ mit Maßnahmen zum schnelleren Ausbau und höherer Akzeptanz der Solarenergie vorgelegt. (Foto: EU-Parlament Fred Marvaux © europarl.europa.eu) weiterlesen…

Bundesrat billigt Sonderabgabe auf Einwegkunststoff

Fonds gegründet

Der Bundesrat hat am 31.03.2023 die vom Bundestag beschlossene Sonderabgabe für Hersteller von bestimmten Einwegkunststoffen gebilligt. Plastik-Produzenten müssen laut bundesrat kompakt die Sonderabgabe künftig abhängig von der jeweils in Verkehr gebrachten Menge an Einwegkunststoffprodukten – zum Beispiel Getränkebecher, Plastiktüten, Essensverpackungen, aber auch Tabakfilter und Luftballons – in einen Fonds einzahlen. weiterlesen…

Ohne Lenkung durch Klimabilanz von Heizungen im Betrieb keine Klimaneutralität bis 2045

Studie: Geplante Heizungsvorgaben reichen nicht

Der Gebäudesektor ist in Deutschland einer der größten Verursacher klimaschädlicher Emissionen. Nur mit der Elektrifizierung des Wärmesektors sind die Pläne der Bundesregierung, Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen, überhaupt möglich. Die im Koalitionsausschuss beschlossenen Eckpunkte für das neue Gebäudeenergiegesetzes (GEG) reichen nicht aus, um den Gebäudebestand zu dekarbonisieren. Denn wie eine von LichtBlick in Auftrag gegebene Studie zeigt, spielt im GEG die Klimabilanz von Energieträgern als Steuerungselement gar keine Rolle – dies würde auch bei Umsetzung der vorgelegten Eckpunkte so bleiben. Diese sehen unter anderem vor, ab 2024 neue Heizungen möglichst mit mindestens 65 Prozent Erneuerbare zu betreiben. weiterlesen…