Mit Biomasse Seltene Erden recyceln

Cyanobakterien können Metallionen binden

Seltene Erden sind essenziell für zahllose Hightech-Anwendungen. Einem Forschungsteam unter Leitung der Technischen Universität München (TUM) ist es jetzt gelungen, diese Metalle mithilfe von bisher nicht untersuchten Bakterienstämmen aus wässriger Lösung zu recyceln. (Foto: Prof. Thomas Brück bei der Probenentnahme am Photobiorektor – © Andreas Heddergott, TUM) weiterlesen…

Das Märchen vom Klimaausgleich

Klima-Ablasshandel sinnlos?

Das schlechte Gewissen beruhigen, den eigenen ökologischen Fußabdruck ausgleichen, etwas Gutes fürs Klima tun – all das gibt es gegen ein paar Dollar und ein paar Klicks in einem Onlineshop der Vereinten Nationen. Auf der „UN Carbon Offset Plattform“ können Privatleute zu günstigen Preisen ihre CO2-Emissionen ausgleichen und Klimazertifikate kaufen. Dass am Ende das ganze System kaputt ist, das hätte ich mir nicht vorstellen können“, sagt Benedikt Dietsch vom Recherche-Startup Flip. Siehe auch: solarify.eu/analyse-enthuellt-mehr-als-90-co2-kompensationen-wertlos. „Der Klima-Discounter“ steht als Überschrift über Flips Verriss: „Im Online-Shop der UN kann man besonders billig CO2 ausgleichen. Doch dahinter steckt ein kaputtes System. Täuschen die UN ahnungslose Menschen?“ weiterlesen…

Historischer Durchbruch für Schutz der Weltmeere

Weltgemeinschaft einigt sich auf globales Meeresschutzabkommen – Kritik

Die internationale Staatengemeinschaft hat in einer Regierungskonferenz am Abend des 04.03.2023 in New York die Verhandlungen für ein neues Abkommen zum Schutz der Weltmeere erfolgreich abgeschlossen. In einer 36-stündigen Marathonsitzung am Ende der Verhandlungen konnten die Delegierten den Abkommenstext, der seit fast 20 Jahren diskutiert wird, endlich finalisieren. Deutschland hat sich einer Medienmitteilung aus dem BMUV folgend zusammen mit der EU für einen ambitionierten Vertrag eingesetzt. weiterlesen…

„Fridays for Future“-Demo – Klima- und Warnstreik

Zum ersten Mal: Gewerkschaft und Klimabewegung eint ein Ziel

Die BILD-Zeitung titelte zur Klima-Demonstration am 03.03.2023 aufgeregt: „Gewerkschafts-Zoff wegen Klima-Kids!“ Und fragte in gespielter Fürsorglichkeit: „Besteht da nicht die Gefahr, dass die eigentlichen Anliegen der Arbeitnehmer unter die Räder kommt?“ Vor allem Konservative ermahnten ver.di, sich nicht ums Klima, sondern um Arbeitsplätze und Lohnerhöhungen zu kümmern – der alte (künstliche) Gegensetz derer, die immer noch nichts verstanden haben. weiterlesen…

Paludikultur: Wiedervernässte Moore für mehr Klimaschutz

Staat sollte Bauern beim freiwilligen Moorschutz mit Geld unterstützen

Die Wiedervernässung von Moorböden kann einen großen Beitrag zum Klimaschutz bringen. Trockengelegt emittieren deutsche Moorböden jährlich nämlich rund 53 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, das entspricht rund 7,5 Prozent der gesamten deutschen Treibhausgasemissionen. „Nur wenn wir unsere Moorböden anders nutzen, können wir unsere Klimaschutzziele erreichen. Wichtig ist, dass wir die Paludikultur, bei der wir Moore wieder verstärkt vernässen, und so Klimagase vermeiden, viel stärker in der Fläche nutzen.“, sagt Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA). weiterlesen…

Lastspitzen durch Drosselung der Ladeleistung begrenzen

Dynamisches Energiemanagement mit Batterie und Photovoltaik

Die schwankende Leistung von Photovoltaikanlagen ist eine Herausforderung für die flächendeckende Nutzung erneuerbarer Energien. Gerade die Verteilernetze energieintensiver Betriebe stoßen hier schnell an ihre Grenzen. Fraunhofer-Forschende haben eine Lösung entwickelt, die Strom aus erneuerbaren Energien mit Strom aus dem öffentlichen Netz kombiniert und die Schwankungen durch Batterien ausgleicht. Davon profitieren vor allem Unternehmen, die mit Photovoltaik in Nachhaltigkeit investieren und gleichzeitig ihre Stromkosten senken wollen. Industriekunden können Komponenten und Systemlösungen bei Fraunhofer in einem praxisnahen Living Lab erproben. Auch Ladestationen für E-Autos können so effizienter gemanagt werden. (Foto: Dynamisches Energiemanagement mit Batterie und Photovoltaik – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…

Softwarelösung für bessere Kreislaufwirtschaft

Technologie ermöglicht mit Entscheidungshilfen umfassendere Produkt- und Produktionsbewertung

Die Einsparung von Energie und Rohstoffen sowie die Verringerung von Umweltbelastungen sind so dringend wie nie zuvor. Deshalb suchen Verbraucher und Lieferanten gleichermaßen nach Möglichkeiten, zuverlässige Informationen über Materialien, Produktion und Recycling zu erhalten, um bessere Design- und Kaufentscheidungen im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu treffen. Europäische Forschende haben unter Mitwirkung von Wissenschaftler*innen des Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) im Rahmen des TripleLink-Projekts eine softwarebasierte Lösung aus bestehenden und neu entwickelten Softwarepaketen kreiert, die der Industrie und den politischen Entscheidungsträgern hilft, bisherige Bewertungsgrenzen zu überwinden und Möglichkeiten für Kreislaufstrategien aufzeigt. (Foto: Softwarelösung für eine bessere Kreislaufwirtschaft – © HZDR, Detlev Müller) weiterlesen…

In Paderborn entdeckt: Superkatalysatoren

Neue Supersäure wandelt schädliche Verbindungen in nachhaltig verwertbare Chemikalien um

Wissenschaftler*innen der Universität Paderborn ist es gelungen, ganz besondere Katalysatoren, sogenannte Lewis-Supersäuren, herzustellen, mit deren Hilfe starke chemische Bindungen gespalten und Reaktionen beschleunigt werden. Die Herstellung dieser Stoffe hat sich bislang als äußerst schwierig erwiesen. Mit der Entdeckung der Chemiker*innen könnten biologisch nicht-abbaubare fluorhaltige Kohlenwasserstoffe, ähnlich wie Teflon, und perspektivisch sogar klimaschädliche Treibhausgase wie Schwefelhexafluorid wieder in nachhaltig verwertbare Chemikalien umgewandelt werden. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler*innen jetzt in Angewandte Chemie veröffentlicht. (Foto: Mit Lewis-Supersäure können schädliche Verbindungen in nachhaltig verwertbare Chemikalien umgewandelt werden – © Universität Paderborn, Laura Köring) weiterlesen…

2022 neuer Rekord bei CO2-Ausstoß

Internationale Energieagentur misst neuen Höchstwert: 36,8 Mrd. Tonnen

Noch nie waren die Emissionen so hoch, klagte die IEA am 02.03.2023 in einer Medienmitteilung. Aber: „Global CO2 emissions rose less than initially feared in 2022 as clean energy growth offset much of the impact of greater coal and oil use“ („Die globalen CO2-Emissionen stiegen 2022 weniger stark an als ursprünglich befürchtet, da das Wachstum der sauberen Energien einen Großteil der Auswirkungen des höheren Kohle- und Ölverbrauchs ausglich“). Der IEA-Rpoert „CO2-Emissionen 2022“ bietet ein vollständiges Bild der energiebezogenen Treibhausgasemissionen 2022. Er fasst die neuesten Analysen der IEA zusammen und kombiniert die Schätzungen der Agentur zu CO2-Emissionen aus allen Energiequellen und industriellen Prozessen sowie Informationen zu energiebezogenen Methan- und Distickstoffoxidemissionen. (Titel: CO2-Emissionen 2022 – © IEA.orgCC-BY 4.0) weiterlesen…

CatVap®-Technologie reif für die Serienentwicklung

Auf der Straße in Richtung Stickoxid-Reduktion

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme ISE entwickelten mit CatVap® eine Technologie zur Verringerung der Emissionen von Verbrennungsmotoren über die Aufbereitung der eingesetzten Kraftstoffe. Die Technologie ist kraftstoffflexibel und kann neben dem normalen Dieselkraftstoff auch mit strombasierten Kraftstoffen (E-Fuels) und mit Biokraftstoffen genutzt werden. Für den Betrieb in Nutzfahrzeugen wird sie aktuell intensiv auf der Straße getestet. weiterlesen…