„Unsichtbarer“ Elektroschrott: Auch Möbel, Kleidung oder Smart-Home-Produkte können Elektrogeräte sein

Plan E-Kampagne informiert über korrekte Entsorgung – Sammelmenge und Recycling müssen steigen

Alle Produkte, die einen Stecker, eine Batterie oder ein Kabel haben, sind in der Regel Elektrogeräte und am Ende ihrer Lebensdauer separat zu entsorgen, damit sie umweltgerecht und hochwertig recycelt werden können. Und weil das nicht immer klar ist, weist das Motto des diesjährigen internationalen „E-Waste Day“ darauf hin. Separat entsorgt werden müssen also nicht nur klassische Geräte wie Fernseher, Mikrowelle oder Toaster, sondern auch auf den ersten Blick „unsichtbare“ Elektrogeräte wie Sessel, Sofas, Schränke oder Regale mit fest integrierter Beleuchtung oder Lautsprechern, LED-Schuhe, singende Grußkarten, sprechendes Spielzeug, aber auch E-Zigaretten, Rauchmelder, E-Scooter oder Elektrofahrräder. weiterlesen…

Jeder fünfte investierte Euro fließt in Kreislaufwirtschaft

ARA Circular Economy Barometer 2023

Trotz Krisen boomen Investitionen in Kreislaufwirtschaft: Der (fünfte) ARA Circular Economy Barometer 2023 zeigt, dass sich sowohl die Zahl der investierenden Unternehmen als auch die Investitionsbereitschaft spürbar erhöht hat. Trotz geopolitischer Konflikte, Insolvenzen und Inflation flacht der Index dieses Jahr dennoch nur leicht ab und bestätigt damit den hohen Stellenwert der Kreislaufwirtschaft. Zugleich verschärft sich der Fachkräftemangel im Bereich Green Jobs. Vier von zehn Unternehmen fehlen ausgebildete Arbeitskräfte. weiterlesen…

Analysten erwarten CO2-Preis von 400 Euro

EU-Klimagrenze soll bis 2040 um 90 Prozent sinken

Die Europäische Union muss eine nahezu vollständige Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2040 anstreben, wenn sie ihr Ziel der Klimaneutralität bis 2050 erreichen will. Das befindet der Klimabeirat der EU. Deshalb will der neue EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra die Treibhausgasemissionen bis 2040 europaweit um 90 Prozent senken. Analysten befürchten, dass der CO2-Preis damit die 400-Euro-Marke pro Tonne überschreiten wird, schreibt Frédéric Simon am 05.10.2023 auf euractiv.de. weiterlesen…

Rezyklatbasierte Verpackungen sparen Ressourcen und bieten Qualität

VDI-Untersuchung „Ökologische und ökonomische Bewertung des Ressourcenaufwands – Einsatz von rezyklierten Kunststoffen in Verpackungsmaterialien“ veröffentlicht

Bis 2030 sollen in der EU 55 % der Kunststoffverpackungen werterhaltend recycelt werden. Inwieweit sich Rezyklate dabei für die Herstellung hochwertiger Verpackungsprodukte eignen und wann die Umstellung auf Recyclingkunststoffe für KMU wirtschaftlich sinnvoll ist, darüber informiert das VDI Zentrum Ressourceneffizienz im Rahmen einer neuen Studie. (Foto: Geschreddertes Plastik – © PantherMedia_Peryn) weiterlesen…

Energiespeicher gleichzeitig Batterie und Elektrolyseur

Werkzeug für Energiewende: Nur ein Zehntel Materialkosten einer Lithium-Ionen-Batterie

Ein Forschungskonsortium unter Beteiligung der TU Berlin arbeitet an einer neuartigen Zink-Wasserstoff-Batterie, die Strom mit einem hohen Wirkungsgrad speichern kann und beim Entladen nicht nur elektrische Energie, sondern auch Wasserstoff freisetzt. Dies gelingt, indem die negative Zink-Elektrode der Batterie mit dem Prinzip der alkalischen Wasser-Elektrolyse kombiniert wird. Als positive Gegenelektrode wird eine spezielle Wasserstoff/Sauerstoff-Gaselektrode eingesetzt, die als Elektrokatalysator dient. Erste Tests des neuen Energiespeichers ergaben einen Wirkungsgrad von 50 Prozent bei der Stromspeicherung und 80 Prozent bei der Wasserstofferzeugung, bei einer prognostizierten Lebensdauer von zehn Jahren. weiterlesen…

Digital gestütztes Recycling von PV-Modulen

Fraunhofer entwickelte neues Verfahren

In Deutschland werden 2023 circa 10.000 Tonnen alter Photovoltaik-Module auf dem Recyclingmarkt landen. Ab 2030 werden es bereits mehr als 500.000 Tonnen pro Jahr sein. Um mit Solarenergie langfristig CO2-armen, ressourcenschonenden Strom bereitstellen zu können, braucht es auf absehbare Zeit eine Kreislaufwirtschaft. Das Start-Up Solar Materials gehört zu den ersten, die sich dem Recycling von PV-Modulen widmen. Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Centers für Silizium-Photovoltaik CSP in Halle (Saale) haben – so eine Medienmitteilung vom – das junge Unternehmen nun dabei unterstützt, seinen Aufbereitungsprozess mithilfe automatisierter Datenerfassung effizienter zu gestalten. weiterlesen…

Verpackungsmaterial erkennen, sortieren und ausschleusen

HolyGrail 2.0 plant Pilotmarkt in Frankreich in 2024

Die Digital Watermarks-Initiative HolyGrail 2.0 (HG2.0) tritt in die letzte Versuchsphase ein und plant für 2024 die Einführung eines Pilotmarktes in Frankreich. Mit Blick auf 2030, wenn 100 Prozent der Kunststoffverpackungen wiederverwendbar, leicht wiederverwertbar oder kompostierbar sein müssen, gab HolyGrail 2.0 am bekannt, dass sie nun in die letzte Phase der F&E- Versuche eintritt, um die Technologie auf höchstem technischen Niveau (TRL9) zu validieren. Damit wäre sie bereit für den Markteintritt und würde auch die Grundlage für die Einführung eines Pilotmarktes in Frankreich im Jahr 2024 schaffen. weiterlesen…

Nur 26,2 Prozent sparen digital Energie

Nur 8 Prozent nutzen steuerbare Heizungsthermostate

Zu Beginn der Heizperiode 2023 setzen nur 8 Prozent der Deutschen auf smarte Heizungsthermostate, die sich per App steuern lassen. Auch andere Möglichkeiten, mit digitalen Lösungen Energie zu sparen, nehmen nur wenige wahr: Die Beleuchtung regeln 11,2 Prozent der Deutschen über Bewegungsmelder. 10,3 Prozent setzen auf smarte Duschköpfe. Nur 7 Prozent steuern ihre Steckdosen per App. Insgesamt erst jeder und jede vierte Deutsche (26,2 Prozent) setzt auf digitale Lösungen, um Energie zu sparen. So das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag vom eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. – unter 2.512 Personen. weiterlesen…

EU führt weltweit ersten Standard zur Definition grüner Anleihen ein

Ökologisierung der Anleihemärkte: EU-Parlamentarier billigen neuen Standard zur Bekämpfung von Greenwashing

Die Abgeordneten des EU-Parlaments haben am 05.10.2023 den neuen (freiwilligen) Standard für die Verwendung eines „European Green Bond“-Labels angenommen, weltweit der erste seiner Art. Die mit 418 Ja-Stimmen, 79 Nein-Stimmen und 72 Enthaltungen angenommene Verordnung legt einheitliche Standards für Emittenten fest, welche die Bezeichnung „European Green Bond“ oder „EuGB“ für die Vermarktung ihrer Anleihe verwenden wollen. (Titel: Schon von 2020 – Usability Guide for EU Green Bonds – Titel © finance.ec.europa.eu ) weiterlesen…

Wetter killt Insekten

Wichtiger zusätzlicher Treiber des Insektensterbens identifiziert

Insekten reagieren empfindlich, wenn Temperatur und Niederschläge vom langjährigen Mittel abweichen. Bei einem ungewöhnlich trockenen und warmen Winter sind ihre Überlebenswahrscheinlichkeiten verringert, bei einem nasskalten Frühjahr ist der Schlupferfolg reduziert. Ein kühler, feuchter Sommer setzt Hummeln und andere Fluginsekten unter Druck. Treten ungünstige Witterungsbedingungen kombiniert und über Jahre auf, kann das Insektenbiomassen langfristig schrumpfen lassen. Das zeigt ein Team um Professor Jörg Müller von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg am 27.09.2023 in Nature. (Foto:Malaise-Falle zum Fang flugfähiger Insekten – © Julia Rothacher, Universität Würzburg) weiterlesen…