Wildschwein-Paradoxon – endlich gelöst

Relativ hohe Radioaktivitätswerte haben einen Grund

Auch Jahrzehnte nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ist Wildschweinfleisch immer noch verblüffend stark radioaktiv. Des Rätsels Lösung: Man hatte eine wichtige andere Ursache übersehen, teilt die Technische Universität Wien am auf ihrer Internetseite und in Environmental Science & Technology (open access) mit. (Foto: Wildschwein – © Max Saeling auf Unsplash) weiterlesen…

DIW: CO2-Preis nur mit Rückführung der Einnahmen

Wie Deutschland gleichzeitig die Klimaziele erfüllen und Wachstumsimpulse geben kann

Ein am 31.08.2023 veröffentlichtes Prognosemodell des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin untersucht, unter welchen Voraussetzungen deutsche Emissionsziele erreicht werden können und welche Effekte das auf das Wirtschaftswachstum hätte. Der technologische Fortschritt müsste sich entweder beschleunigen oder zusätzliche Maßnahmen wie eine CO2-Bepreisung eingeführt werden, um die Emissionsgrenzen einzuhalten. Ein CO2-Preis hätte ohne Rückführung der Einnahmen eine dämpfende Wirkung auf das Wirtschaftswachstum. (Infografik: Wachstumseffekte von Emissionsvermeidungen – © DIW-Berlin) weiterlesen…

Wissenschaftler warnen vor Papier-Strohhalmen

Potenziell giftige Chemikalien als Gefahr für Menschen und Wildtiere

Trinkhalme aus Materialien wie Papier und Bambus werden oft als umweltfreundlicher angepriesen als ihre Gegenstücke aus Plastik. Eine  am 30.08.223 veröffentlichte Untersuchung hat jedoch herausgefunden, dass diese vermeintlich nachhaltigen Strohhalme potenziell giftige Chemikalien, so genannte Polyfluoralkyl- und Perfluoralkylsubstanzen (PFAS), enthalten – schreibt Ovokeroye Abafe, Universität Birm(ingham, auf The Conversation. (Foto: Alte Trinkhalme aus Plastik – © manfredrichter auf pixabay) weiterlesen…

Neuartige Lithium-Batterie mit hoher Sicherheit und einfacher Herstellung

Neues Additiv Triethylenglykoldinitrat

Das Team von Prof. Dr. Francesco Ciucci, Lehrstuhl für Elektrodendesign für elektrochemische Energiesysteme an der Universität Bayreuth, entwickelte Lithium-Metall-Festkörperbatterien mit hoher Energiedichte und Stabilität. Mit Hilfe eines neuartigen Nitrat-basierten Additivs lösten sie Inkompatibilitätsprobleme in Batterieelektrolyten und unterstrichen damit die Bedeutung des molekularen Designs bei der Entwicklung effektiver Additive für Quasi-Festkörperelektrolyte. weiterlesen…

Rohstoffhunger des 21. Jahrhunderts schädigt tropische Flüsse

Durch Abholzung, Erosion und Weiterleitung von Sedimenten schadet Bergbau der Umwelt

Der Abbau von Gold und anderen Mineralien in und in der Nähe von tropischen Flüssen beeinträchtigt die Wasserläufe in 49 Ländern, so eine Untersuchung unter Leitung des Dartmouth College in Hanover, New Hampshire, die am 23.08.2023 in Nature veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse stellen den ersten physischen Fußabdruck des Flussbergbaus und seiner hydrologischen Auswirkungen in globalem Maßstab dar. weiterlesen…

Digitalisierung soll Straßenbau beschleunigen

Projekt BeGeBIM soll Genehmigungsprozesse anschieben

Forschende der Ruhr-Universität Bochum wollen Automatisierungspotenziale ausnutzen, um vor allem Genehmigungsprozesse bei Bauprojekten schneller zu machen. Denn Verschleiß und immer mehr Verkehr machen Straßen und Brücken in Deutschland zu schaffen. Schäden und Dauerbaustellen halten den Verkehrsfluss auf. Die Sanierung oder der Neubau der Verkehrsinfrastruktur muss schneller gehen als bisher, um mit den Anforderungen Schritt halten zu können. Dafür soll das Projekt BeGeBIM sorgen, kurz für „Beschleunigung von Genehmigungsprozessen im Straßenbau durch digitale Modelle“. Das Team von Prof. Dr. Markus König, Leiter des Lehrstuhls Informatik im Bauwesen der Ruhr-Universität Bochum, ist daran beteiligt. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr fördert das Projekt mit rund 1,13 Millionen Euro. weiterlesen…

Österreichische Regierung setzt Taskforce für Kreislaufwirtschaft ein

Reduktion des Ressourcenverbrauchs auf sieben Tonnen pro Kopf und Jahr bis 2050

Die Wiener Bundesregierung hat eine Taskforce zur Umsetzung ihrer Kreislaufwirtschaftsstrategie eingerichtet, welche die am 07.12.2022 vom österreichischen Kabinett beschlossene Kreislaufstrategie in die Tat umsetzen soll. Dem neuen Gremium sollen Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft angehören, Leiterin wird Karin Huber-Heim, unter anderem Vorsitzende des Circular Economy Forum Austria. weiterlesen…

Bakterien sollen erneuerbare, unendlich recycelbare Kunststoffe produzieren

Ersatz endlicher, umweltschädlicher Petrochemikalien durch nachhaltige Alternativen

WissenschaftlerInen haben Mikroben entwickelt, um Bestandteile für wiederverwertbare Kunststoffe herzustellen – und damit  zu ersetzen. Der neue Ansatz zeigt, dass erneuerbare, wiederverwertbare Kunststoffe nicht nur möglich sind, sondern auch besser abschneiden als solche aus Petrochemikalien, so das Lawrence Berkeley National Laboratory auf seiner Internetseite. Die Forscher haben E. coli so verändert, dass es Zucker aus Pflanzen in Rohstoffe für bioresistente Kunststoffe umwandelt. Diese biologisch erneuerbaren Kunststoffe werden als PDKs (Poly-diketoenamine) bezeichnet, eine neue Art von Kunststoffen, die immer wieder effizient recycelt werden können. weiterlesen…

„Viele Berichte über Windkraft sind nicht ausgewogen“

Untersuchung der gewerkschaftsnahen Otto-Brenner-Stiftung

Einer Studie der Otto-Brenner-Stiftung (OBS) vom 24.08.2023 zufolge sind viele Medienberichte zur Windkraft nicht ausgewogen. Die Untersuchung von Kulturwissenschaftlerin Georgiana Banita von der Universität Bamberg ergibt laut einem Bericht des Deutschlandfunks, dass in der Berichterstattung oftmals die Emotionalisierung des Themas Vorrang vor wissenschaftlichen Erkenntnissen und Faktentreue hat. Die Studienautorin habe ausgewählte Medienberichte aus Frankfurter Allgemeiner Zeitung, Welt, Spiegel und Süddeutscher Zeitung untersucht und einen „Krieg der Werte“ identifiziert, bei dem sich zwei Lager herausgebildet hätten. weiterlesen…

Windkraft kostet Siemens Energy Milliarden

Reparaturen für Verlust verantwortlich

Siemens Energy befürchtet einen Jahresverlust in Höhe von mehreren Milliarden Euro. Verantwortlich für die hohen Kosten sind Mängel (und dadurch nötige Reparaturen) bei den Windrädern an Land und das Hochfahren der Offshore-Anlagen, berichtet das Handelsblatt am 07.08.2023. Nach eingehender Analyse und zur Vorlage der Quartalszahlen teilte Siemens Energy laut der Frankfurter Allgemeinen am gleichen Tag mit, allein im abgelaufenen dritten Quartal belaufe sich der Nettoverlust auf fast 3 Milliarden Euro. Für das Geschäftsjahr, das Ende September endet, rechnet der Dax-Konzern nunmehr mit einem Minus von rund 4,5 Milliarden Euro, wovon allein rund 4,3 Milliarden Euro auf Gamesa entfallen. weiterlesen…