Digitalisierung soll Straßenbau beschleunigen

Projekt BeGeBIM soll Genehmigungsprozesse anschieben

Forschende der Ruhr-Universität Bochum wollen Automatisierungspotenziale ausnutzen, um vor allem Genehmigungsprozesse bei Bauprojekten schneller zu machen. Denn Verschleiß und immer mehr Verkehr machen Straßen und Brücken in Deutschland zu schaffen. Schäden und Dauerbaustellen halten den Verkehrsfluss auf. Die Sanierung oder der Neubau der Verkehrsinfrastruktur muss schneller gehen als bisher, um mit den Anforderungen Schritt halten zu können. Dafür soll das Projekt BeGeBIM sorgen, kurz für „Beschleunigung von Genehmigungsprozessen im Straßenbau durch digitale Modelle“. Das Team von Prof. Dr. Markus König, Leiter des Lehrstuhls Informatik im Bauwesen der Ruhr-Universität Bochum, ist daran beteiligt. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr fördert das Projekt mit rund 1,13 Millionen Euro. weiterlesen…

Österreichische Regierung setzt Taskforce für Kreislaufwirtschaft ein

Reduktion des Ressourcenverbrauchs auf sieben Tonnen pro Kopf und Jahr bis 2050

Die Wiener Bundesregierung hat eine Taskforce zur Umsetzung ihrer Kreislaufwirtschaftsstrategie eingerichtet, welche die am 07.12.2022 vom österreichischen Kabinett beschlossene Kreislaufstrategie in die Tat umsetzen soll. Dem neuen Gremium sollen Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft angehören, Leiterin wird Karin Huber-Heim, unter anderem Vorsitzende des Circular Economy Forum Austria. weiterlesen…

Bakterien sollen erneuerbare, unendlich recycelbare Kunststoffe produzieren

Ersatz endlicher, umweltschädlicher Petrochemikalien durch nachhaltige Alternativen

WissenschaftlerInen haben Mikroben entwickelt, um Bestandteile für wiederverwertbare Kunststoffe herzustellen – und damit  zu ersetzen. Der neue Ansatz zeigt, dass erneuerbare, wiederverwertbare Kunststoffe nicht nur möglich sind, sondern auch besser abschneiden als solche aus Petrochemikalien, so das Lawrence Berkeley National Laboratory auf seiner Internetseite. Die Forscher haben E. coli so verändert, dass es Zucker aus Pflanzen in Rohstoffe für bioresistente Kunststoffe umwandelt. Diese biologisch erneuerbaren Kunststoffe werden als PDKs (Poly-diketoenamine) bezeichnet, eine neue Art von Kunststoffen, die immer wieder effizient recycelt werden können. weiterlesen…

„Viele Berichte über Windkraft sind nicht ausgewogen“

Untersuchung der gewerkschaftsnahen Otto-Brenner-Stiftung

Einer Studie der Otto-Brenner-Stiftung (OBS) vom 24.08.2023 zufolge sind viele Medienberichte zur Windkraft nicht ausgewogen. Die Untersuchung von Kulturwissenschaftlerin Georgiana Banita von der Universität Bamberg ergibt laut einem Bericht des Deutschlandfunks, dass in der Berichterstattung oftmals die Emotionalisierung des Themas Vorrang vor wissenschaftlichen Erkenntnissen und Faktentreue hat. Die Studienautorin habe ausgewählte Medienberichte aus Frankfurter Allgemeiner Zeitung, Welt, Spiegel und Süddeutscher Zeitung untersucht und einen „Krieg der Werte“ identifiziert, bei dem sich zwei Lager herausgebildet hätten. weiterlesen…

Windkraft kostet Siemens Energy Milliarden

Reparaturen für Verlust verantwortlich

Siemens Energy befürchtet einen Jahresverlust in Höhe von mehreren Milliarden Euro. Verantwortlich für die hohen Kosten sind Mängel (und dadurch nötige Reparaturen) bei den Windrädern an Land und das Hochfahren der Offshore-Anlagen, berichtet das Handelsblatt am 07.08.2023. Nach eingehender Analyse und zur Vorlage der Quartalszahlen teilte Siemens Energy laut der Frankfurter Allgemeinen am gleichen Tag mit, allein im abgelaufenen dritten Quartal belaufe sich der Nettoverlust auf fast 3 Milliarden Euro. Für das Geschäftsjahr, das Ende September endet, rechnet der Dax-Konzern nunmehr mit einem Minus von rund 4,5 Milliarden Euro, wovon allein rund 4,3 Milliarden Euro auf Gamesa entfallen. weiterlesen…

Befürchtung: Klimaneutralität nur durch Schönrechnen

Lies: „Kreislaufwirtschaft der nächsten Jahrzehnte entwickeln“

Der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung, Olaf Lies, lobte beim REWIMET-Symposium 2023 in Clausthal vor zahlreichen ExpertInnen die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie, die sich vor allem in der Recyclingregion Harz hervorragend entwickelt habe. Um in Deutschland die Industrie dauerhaft zu erhalten, seien jedoch nicht nur wettbewerbsfähige Produktionsbedingungen zu gewährleisten, sondern auch die Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. weiterlesen…

Untersuchung fordert Nachbesserung beim Klimaschutz

Emissionsgutschriften durch vermiedene Entwaldung halten oft nicht, was sie versprechen

Projekte zur Reduktion der Abholzung von Wäldern verkaufen oft Emissionsgutschriften – zum Beispiel an Verbraucher, die Flugtickets erwerben. Mehr als 90 Prozent dieser Projektgutschriften gleichen jedoch die Treibhausgasemissionen nicht wirklich aus. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Vrije Universiteit Amsterdam (Niederlande), der Universität Bonn, der University of Cambridge (Vereinigtes Königreich) und des European Forest Institutes in Barcelona (Spanien). Sie wurde beispielhaft für 26 Projekte in sechs Ländern durchgeführt. Die Ergebnisse sind nun in Science erschienen. (Siehe auch: solarify.eu/co2-ausgleich-durch-waldschutz-massiv-ueberschaetzt). weiterlesen…

E-Mobilität mal anders

Solarzellen in Pkw-Motorhauben integriert

In den vergangenen Jahren präsentierten einige Autohersteller bereits erste Fahrzeug-Modelle mit integrierter Photovoltaik im Dach. Das Fahrzeugdach ist die am einfachsten nutzbare Fläche für die Erzeugung von Solarstrom an Bord. ForscherInnen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE gingen nun einen Schritt weiter. Im Rahmen zweier öffentlich geförderter Forschungsprojekte integrierten sie Solarzellen in die Standard-Motorhaube eines Pkw. In Kombination mit der MorphoColor®-Technologie des Forschungsinstituts kann die solaraktive Fläche der Farbe des Autos angepasst werden. (Foto: Pkw mit solarer Motorhaube; mit der MorphoColor® Technologie kann die solaraktive Fläche der Motorhaube an die Farbe des Autos angepasst werden – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…

CO2-Ausgleich durch Waldschutz massiv überschätzt

Science: Maßnahmen erforderlich, damit Kohlenstoffausgleich aus Walderhaltung zur Eindämmung des Klimawandels beiträgt

CO2-Kompensation durch Waldschutz im Rahmen von „REDD+“-Projekten ist laut einer Untersuchung in Science von sehr geringem Nutzen. „Ineffektiv für den Klimaschutz, aber ökonomisch effektiv für die Betreiber“, resümierte laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA etwa der deutsche Weltforstwirtschafter Michael Köhl von der Universität Hamburg angesichts des Ergebnisses, wonach nur etwa sechs Prozent der CO2-Zertifikate aus den untersuchten Projekten auch wirklich für vermiedene Emissionen stehen. weiterlesen…

„Mit Wissing in die Klimahölle“ – Verkehr nach wie vor auf 3-Grad-Erderhitzungskurs

Deutsche Umwelthilfe zum neuen Projektionsbericht der Bundesregierung: „Der Verkehrsminister steuert uns in eine 3° heißere Welt“

Nach zwei Jahren Ampel-Regierung ist der Verkehrssektor weiterhin auf einem desaströsen Kurs zu fast 3-Grad-Erderhitzung. Das zeigt eine Auswertung des am 22.08.2023 veröffentlichten neuen Projektionsberichts der Bundesregierung, die das NewClimate Institute im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) erstellt hat. Wenn alle Sektoren und Staaten ihre Emissionsreduktionen im selben Maße verschleppen wie der deutsche Verkehrssektor, erhitzt sich die Erde demnach um 2,8 Grad. Allein bis 2030 wird der Verkehr in Deutschland auf Basis der neuen Projektionen mindestens 3,5-mal so viel CO2 ausstoßen, wie mit der überlebenswichtigen 1,5-Grad-Grenze noch vereinbar ist. weiterlesen…