Zukunft Gas: EU-Kommission bremst Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft

„Kriterien zu streng“

Die EU-Kommission hat am 20.05.2022 den delegierten Rechtsakt zur EU-Erneuerbaren-Richtlinie vorgelegt. Damit definiert die EU-Kommission ihre Kriterien für grünen Wasserstoff. Bereits im Vorfeld kritisierten Elektrolyseurhersteller und Gasbranche die Kriterien als zu streng. Die EU-Kommission weichte sie daraufhin zwar auf, allerdings stehen sie immer noch nicht im Einklang mit einem schnellen Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft, kritisiert der Branchenverband Zukunft Gas in einer Medienmitteilung vom 24.05.2022 – im Gegensatz zu Nikolaus Kurmayer auf EURACTIV. weiterlesen…

Mit Effizienz und Erneuerbaren aus der fossilen Energiekrise

Eine ambitionierte Wärmewende und der massive Ausbau der Erneuerbaren Energien ermöglichen es Deutschland, bis 2027 seinen Gasbedarf insgesamt um rund ein Fünftel zu reduzieren

Durch eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz, den Ausbau Erneuerbarer Energien sowie die Elektrifizierung von Industrieprozessen und Gebäudewärme, kann der Gasbedarf Deutschlands bis 2027 um rund ein Fünftel beziehungsweise etwa 200 Terawattstunden sinken. Das zeigen aktuelle Berechnungen von Agora Energiewende in Zusammenarbeit mit Prognos und dem Wuppertal Institut. Falls die russischen Gasimporte in die EU gänzlich ausfallen, müsste Deutschland trotz einer europäischen Ersatzstrategie rund 290 Terawattstunden Erdgas einsparen. weiterlesen…

Mehrheit setzt auf erneuerbare Energien

forsa-Umfrage im Auftrag der DBU

Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hat nicht nur unermessliches menschliches Leid verursacht, sondern auch eine intensive Debatte um Energiewende, Versorgungssicherheit und künftige Energieträger ausgelöst. Ein Aspekt: Kernenergie schien trotz des in Deutschland beschlossenen Atomausstiegs an Zuspruch zu gewinnen. Eine überraschende Erkenntnis fördert vor diesem Hintergrund eine aktuelle – repräsentative – Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen“ im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zutage: Laut forsa-Erhebung für den DBU-Umweltmonitor „Energiewende und Wohnen“ erteilt eine klare Mehrheit der Deutschen (75 Prozent) der Renaissance von Atomkraft eine Absage; breite Unterstützung (65 bis 75 Prozent) finden hingegen erneuerbare Energien (EE). weiterlesen…

Offshore-Windkraft stabilisiert Versorgungssicherheit

Offshore-Windpark von Ørsted stellt als erster deutscher Offshore-Windpark Regelreserve für deutsches Stromnetz zur Verfügung

„Seit Mai 2022 stellt Ørsteds Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 1 systemstabilisierend Regelleistung für das deutsche Stromnetz zur Verfügung. Die Unternehmen Energy2market und Ørsted haben gemeinsam erfolgreich an der Umsetzung gearbeitet, den Strom aus Borkum Riffgrund 1 als Regelenergie für das deutsche Stromnetz nutzbar zu machen. Die vom Übertragungsnetzbetreiber TenneT vorgegebene Präqualifikation wurde erteilt und der Offshore-Windpark hat gezeigt, dass kurzfristige Netzschwankungen mit erneuerbarem Strom aus Offshore-Windenergie ausgeglichen werden können“, heißt es in einer Ørsted-Pressemitteilung vom 19.05.2022. (Foto: Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 1 – © Ørsted) weiterlesen…

Klimapartnerschaften, globaler Schutzschirm, Ernährungssicherheit

G7 setzen wichtige Signale

Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch zieht ein insgesamt positives Fazit der Ergebnisse des Treffens der G7-Entwicklungsminister. Beim G7-Gipfel Ende Juni müssten allerdings noch weitere Schritte folgen, insbesondere viele Finanzierungsfragen seien noch offen, heißt es in der Germanwatch-Pressemitteilung vom 19.05.2022. weiterlesen…

Schlögl neuer Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung

FHI-Direktor löst am 01.01.2023 Christian Pape ab

Robert Schlögl, Direktor am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft (FHI), wurde von einer international besetzten Findungskommission mit einstimmiger Zustimmung des Stiftungsrates als neuer Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung vorgeschlagen. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat ihn einer FHI-Medienmitteilung aus dem FHI zufolge am 12.05.2022 für fünf Jahre ab dem 1. Januar 2023 in das neue Amt berufen. Er wird den Neurophysiologen Hans-Christian Pape ablösen, der das Amt seit 2018 innehat und dessen Amtsperiode 2023 endet. „Wir gratulieren Prof. Schlögl zu seinem neuen Amt“, würdigt FHI-Direktor Professor Dr. Martin Wolf dessen Berufung. „Die Max-Planck-Gesellschaft und unser Fritz-Haber-Institut insbesondere haben ihm sehr viel zu verdanken.“ weiterlesen…

BDEW: „Mutiger Einstieg in Wasserstoffwirtschaft nötig

14 Vorschläge für beschleunigten H2-Hochlauf

Nicht nur für das Einhalten der Klimgrenze von 1,5° C, sondern auch, um unabhängig von russischen Gasimporten zu werden, ist ein schneller und erfolgreicher Hochlauf von Wasserstoff unverzichtbar. Mit Blick auf die Überarbeitung der Nationalen Wasserstoffstrategie, das angekündigte „Sommerpaket“ der Bundesregierung sowie die aktuellen europäischen Gesetzgebungsprozesse schlägt der BDEW daher 14 konkrete Maßnahmen vor, um denStart in eine Wasserstoffwirtschaft zu beschleunigen. Die Maßnahmen tragen aus Sicht des BDEW dazu bei, innerhalb der nächsten fünf Jahre tatsächlich Wasserstoff verfügbar machen zu können. weiterlesen…

Versorgung mit grünem Strom mit dezentralen und zentralen stationären Batteriespeichern

Fraunhofer ISE Kurzstudie: Batteriegroßspeicher an ehemaligen Kraftwerksstandorten sinnvoll

Bis 2030 werden nach den Szenarienrechnungen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Deutschland etwa 100 GWhel an elektrischer Speicherkapazität benötigt, bis 2045 etwa 180 GWhel. In der Kurzstudie „Batteriespeicher an ehemaligen Kraftwerksstandorten“ hat das Institut den systemischen und netztechnischen Nutzen von Großspeichern untersucht. (Grafik: Stationäre Batteriespeicher – Stabilität und Flexibilität im Energiesystem – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…

Enzym entdeckt, das PET-Kunststoff in Rekordzeit zersetzt

Forschungsergebnis aus Leipzig könnte biologisches Recycling wirtschaftlich attraktiver machen

Plastikflaschen, Obstschalen, Folien: Diese leichten Verpackungen aus PET-Kunststoff werden zum Problem, wenn sie nicht recycelt werden. Wissenschaftler der Universität Leipzig haben nun ein hocheffizientes Enzym entdeckt, das PET in Rekordzeit abbaut. Mit dem Enzym PHL7, das die Forscher auf einem Leipziger Komposthaufen fanden, könnte biologisches PET-Recycling deutlich schneller als bislang angenommen möglich werden. Die Ergebnisse wurden am 06.05.2022 open access in ChemSusChem veröffentlicht (und als Titelthema ausgewählt). weiterlesen…

EU: 300 Milliarden Euro für Energie-Unabhängigkeit von Putin

Sparen und gemeinsam einkaufen – Verzehnfachung der Elektrolyseur-Produktion

Die EU-Kommission will die Europäische Union vor allem durch das Einsparen von Energie und gemeinsame Einkäufe auf dem Weltmarkt unabhängig von Öl und Gas aus Russland machen. Die EU müsse „so schnell wie möglich“ ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus Russland verringern, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am 18.05.2022 in Brüssel. Wie viele Medien berichten, setzt die EU dafür auch auf den Ausbau erneuerbarer Energien. Ab 2025 sollen Solarpanels auf öffentlichen und kommerziell genutzten Gebäuden Pflicht werden – für private ab 2029. Ebenso sollen Genehmigungsverfahren für Windparks weniger lange dauern. Bis spätestens 2030 sollen die EU-Staaten für ihre Energieversorgung keine Rohstoffe mehr aus Russland brauchen. Erreicht werden soll das mit einem 300 Milliarden schweren Maßnahmen-Paket. weiterlesen…