dena: Vor allem Energieeffizienz muss jetzt im Fokus stehen

REPowerEU-Paket treibt Aufbau von erneuerbaren Energien, Wasserstoffkapazitäten und Infrastrukturen voran

Die Europäische Kommission hat am 18.05.2022 mit dem „REPowerEU“-Paket Maßnahmen zur Verringerung der Abhängigkeit von Energieimporten aus Russland vorgelegt. Sie legt dabei einen Schwerpunkt auf die Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien, grünen Wasserstoffs, der Infrastrukturen sowie auf eine Steigerung der Energieeffizienz. „Täglich wird uns vor Augen geführt, dass wir so schnell wie möglich unabhängig von fossilen russischen Energieimporten werden müssen. Das EU-Paket ist somit dringlicher als je zuvor. Insbesondere die erhöhten Anforderungen im Bereich Energieeffizienz müssen dabei stärker berücksichtigt werden. Hier hat ganz aktuell auch Minister Robert Habeck konkrete Vorschläge angekündigt, die jetzt schnell angegangen werden müssen“, erklärte Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur. weiterlesen…

„Frage der Entschlossenheit“

Anhörung zu erneuerbaren Energien

Der Bundestags-Ausschuss für Klimaschutz und Energie hat sich am 16.05.2022 mit Erneuerbaren Energien befasst. Grundlage der zweistündigen Anhörung war der „Entwurf eines Gesetzes zu Sofortmaßnahmen für einen beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien und weiteren Maßnahmen im Stromsektor“ (20/1630) und das „Windenergie-auf-See-Gesetz“ (10/1634). Die angehörten Verbände lobten, sehen aber auch Nachbesserungsbedarf. weiterlesen…

Fraunhofer IPA: Grüner Wasserstoff macht Industriestandorte resilient

Baden-Württemberg als Beispiel

Grüner Wasserstoff, der dezentral mit Hilfe regenerativer Energiequellen erzeugt wird, hat das Potenzial, den Energiebedarf von Industrie und Schwerverkehr regional zu decken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Fraunhofer IPA, die am 11.05.2022 veröffentlicht wurde. „Die Nutzung von Grünem Wasserstoff ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll“, davon ist Dr. Jürgen Henke überzeugt: „Wasserstoff, der mit Hilfe regenerativer Energien gewonnen wird, lässt sich für verschiedene industrielle Prozesse nutzen, die Herstellung ist klimaneutral und verringert die Abhängigkeit von Gasimporten“. weiterlesen…

Solar: Stimmung auf Allzeithoch

32 Prozent mehr PV-Leistung in Q1 2022 gemeldet als im Vorjahreszeitraum

Die Stimmung innerhalb der Solarbranche in Deutschland hat den höchsten Stand seit Beginn ihrer Messung im Jahr 2005 erreicht. Dies gab der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) am bekannt – im Vorfeld der Branchenmessen The smarter E Europe. Zu diesen wurden 1.350 Aussteller und mehr als 50.000 Fachbesucher aus aller Welt auf dem Münchener Messegelände erwartet. Fast jeder sechste Hauseigentümer in Deutschland plant in den kommenden 12 Monaten die Errichtung einer Solaranlage zur Strom- und/oder Wärmeerzeugung. weiterlesen…

Wissenschaftler lösen Rätsel um aktive Phase bei katalytischer CO2-Reduktion

Katalysator aus Kupfer, Zinkoxid und Aluminiumoxid untersucht

Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Wissenschaftlern der Universität Stockholm hat erstmals die Oberfläche eines Kupfer-Zink-Katalysators bei der Reduktion von Kohlendioxid zu Methanol untersucht. Die an der Lichtquelle PETRA III des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY gewonnenen Erkenntnisse sind in Science veröffentlicht worden. Eine bessere Kenntnis des katalytischen Prozesses der Methanolsynthese und die Möglichkeit, noch effizientere Materialien zu finden, öffnet die Tür für einen grünen Wandel in der chemischen Industrie. weiterlesen…

Steckersolargeräte sollen einfach sein und mehr leisten

Umfrage der Berliner HTW

Aufbauen, einstecken, Solarstrom beziehen. So einfach wünschen sich Nutzer von Steckersolargeräten die Anwendung dieser kleinsten Solaranlagen. In einer groß angelegten und am 06.05.2022 veröffentlichten Umfrage der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) wurden aktuelle und potenzielle Nutzer gefragt, was sie an Steckersolargeräten begeistert und welche Aspekte sie eher abschrecken. weiterlesen…

Batterien der Zukunft entwickeln

CNRS, Arkema und andere Akteure schließen sich zusammen

„Mit Elektroautos, Smartphones und Laptops steigt der Bedarf an mobilen Energiespeichern stetig an“, stellte das Centre national de la recherche scientifique (CNRS) in einer Pressemitteilung am 03.05.2022 fest. Ein Bedarf, der nur zum Teil durch Lithium-Ionen-Batterien gedeckt wird. Im Gegensatz zu den jüngst im Rahmen einer CEA-Konferenz angesprochenen Wegen gehe es darum, das Bestehende zu verbessern. Arkema, das CNRS, die Universität Claude Bernard Lyon 1 und CPE Lyon haben soeben iHub Poly-9 gegründet, ein gemeinsames Labor, das an Fluorpolymeren arbeiten wird. weiterlesen…

Vom Flachdach zum „Kraftdach“

Kombination aus PV, Wärme­pumpen und Eisspeicher

Das Unternehmen Kraftwerk Solutions aus Siegburg und seine Partner kombinieren Photovoltaik, Luftabsorber, Wärme­pumpen und Eisspeicher. Damit versorgen sie nicht nur die Betriebe mit Solarstrom, sondern liefern eine CO2-freie Heizung und Kühlung von Gewerbehallen. Dafür hat die pv magazine-Highlight-Jury das Prädikat „top innovation“ vergeben, berichtet Cornelia Lichner auf pv magazine am 06.05.2022. weiterlesen…

Biosprit umstritten

Schulze: Hungersnot droht

Biokraftstoffe sollen CO2-Emissionen verringern helfen, sind aber spätestens nach dem Preisanstieg infolge des Ukraine-Kriegs wieder umstritten. Entwicklungsministerin Svenja Schulze warnt vor fatalen Konsequenzen und hat ein Ende der Nutzung von Nahrungs- und Futtermittelpflanzen für die Produktion von Biokraftstoffen gefordert. Grund sei der dramatische Anstieg der Lebensmittelpreise weltweit, unter anderem durch den Krieg in der Ukraine, sagte Schulze in einem Interview: „Uns droht die größte Hungersnot seit dem Zweiten Weltkrieg mit Millionen Toten.“ Ihre Schlussfolgerung sagte sie einer Boulevardzeitung: Weizen, Palmöl, Raps oder Mais dürften nicht mehr zur Spritproduktion eingesetzt werden. Die Branchenvereinigungen Biokraftstoffverband und UFOP machen dagegen mobil. weiterlesen…

Fünf Thesen zum Ausbau der Windenergie

Handlungsempfehlungen für Entscheider in Politik und Verwaltung veröffentlicht

Deutschland bemüht sich um Klimaneutralität, doch vor allem der Ausbau der Windenergie an Land kommt nur stockend voran. Warum? – Wissenschaftler der Nachwuchsforschungsgruppe Multiple Umweltwirkungen Erneuerbarer Energien (MultiplEE) der Universität Leipzig haben gerade gemeinsam mit Kollegen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) Leipzig einen Policy Brief zu dieser Thematik verfasst, in dem sie der Bundesregierung Handlungsempfehlungen für den angestrebten Ausbau der Windenergie geben und die aktuellen Lösungsvorschläge dazu wissenschaftlich einordnen. weiterlesen…