Photokatalysatoren: Die besten Löcher der Welt

7.000 m² Oberfläche pro Gramm – Rekordverdächtige Reaktivität durch schwammartige Lochstruktur auf Nanometer-Skala

Katalysatoren sind oft feste Materialien, deren Oberfläche in Kontakt mit Gasen oder Flüssigkeiten kommt und dadurch bestimmte chemische Reaktionen ermöglicht. Das bedeutet allerdings: Alle Atome des Katalysators, die sich nicht an der Oberfläche befinden, erfüllen keinen echten Zweck. Daher versucht man, extrem poröse Materialien mit möglichst großer Oberfläche herzustellen. An der TU Wien wurde einer Medienmitteilung vom 16.02.2022 zufolge (in Nature Communications open access publiziert) in Zusammenarbeit mit anderen Forschungsgruppen eine entsprechende Methode entwickelt. (Grafik: Mechanistisches Modell der MOF-Herstellung – © nature.com, open access) weiterlesen…

GJETC diskutiert Folgen der Regierungswechsel für Klimaschutzpolitik in Japan und Deutschland

Dekarbonisierung der Stahlindustrie, Klimaneutralität und Batteriesysteme

Regierungssprfecher Steffen Hebestreit teilte am 27.02.2022 mit: Wir begrüßen und unterstützen die rasche Entscheidung von Japans Premierminister Kishida, sich der gemeinsamen Erklärung vom 26. Februar über weitere restriktive Wirtschaftsmaßnahmen gegen Russland anzuschließen.“ Am 24. und 25. Februar hatte der Deutsch-Japanische Kooperationsrat zur Energiewende (GJETC) erneut in hybrider Form in Berlin und Tokio getagt. Im Zentrum hatten die Regierungswechsel in beiden Ländern sowie die Folgen für die Klimaschutzpolitik Deutschlands und Japans gestanden. Zudem wurden Studien zur Dekarbonisierung der Stahlindustrie, zu langfristigen Szenarien zur Erreichung der Klimaneutralität und zur Rolle von Batteriesystemen in der Energiewende präsentiert. weiterlesen…

Australien als Wasserstoff-Lieferant

Projekt HySupply

Mitten in die Diskussion über die Abhängigkeit von russischen Energieimporten hinein kommt am 25.02.2022 eine Veröffentlichung aus dem FHI-Berlin: „Australien könnte für Deutschland ein interessanter Lieferant von Wasserstoff-Energie sein“. Zu dieser ersten Einschätzung kommt das Projekt HySupply, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung seit Ende 2020 finanziert wird. Es wird geleitet von FHI-Direktor Prof. Robert Schlögl und dem stellvertretenden BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch. (Foto: FHI-Katalyseforschung in Adlershof – Wasserstoff als Energieträger transport- und lagerfähig machen – © FHI, J. Lösel) weiterlesen…

PV-„Arbeitspferd“ erstmals mit Perowskit zu Tandem kombiniert

Wirkungsgrad bis 29,5 % möglich

Die Massenfertigung von Silizium-Solarzellen nutzt so genannte PERC-Zellen als „Arbeitspferde“ der Photovoltaik. Nun haben zwei Teams vom Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie HZB und dem Institut für Solarenergie-Forschung in Hameln (ISFH) gezeigt, dass solche Standard-Silizium-Zellen als Basis für Tandemzellen mit Perowskit-Topzellen geeignet sind. Aktuell liegt der Wirkungsgrad der Tandemzelle zwar noch unterhalb dem von optimierten PERC-Zellen allein, könnte aber durch gezielte Optimierungen rasch auf bis zu 29,5 % gesteigert werden. Die Forschung wurde im Rahmen eines Verbundprojekts durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert. (Foto: Tandem: Perowskit-Topzelle auf Standard-Silizium-Zelle – © Silvia Mariotti / HZB) weiterlesen…

„Märchen vom bedrohten Greifvogel“

Windgeneratoren keine Gefahr für Rotmilane

„Das Märchen vom bedrohten Greifvogel“ titelte ZDF-heute am 22.02.2022 auf seiner Internetseite (auch tagesschau.de und Tagesspiegel-Background berichteten u.a.). Denn neue Windkraftbauprojekte scheitern oftmals am Rotmilan – der werde von den Rotorblättern erschlagen, warnen Naturschützer. Jetzt kommt ein Forschungsprojekt zu einem überraschenden Ergebnis: Windräder galten bislang zu Unrecht als Gefahr für den Greifvogel. Ein EU-Forschungsprojekt widerlegt diese Annahme. An einem Windrad zu sterben, sei einer Untersuchung zufolge für den Greifvogel „ein äußerst seltenes Ereignis, wirklich extrem selten“, sagte der für die Studie verantwortliche Forscher Rainer Raab dem ZDF-Magazin „Frontal“. weiterlesen…

Metaanalyse: 2030 Wasserstoffbedarf viel höher als Erzeugungskapazitäten im Inland

Entscheidende Phase für erfolgreichen Wasserstoff-Markthochlauf

Wie stellen sich Wissenschaft, Wirtschaft, NGO und öffentliche Verwaltung die künftige Wasserstoffwirtschaft in Deutschland vor? Eine Umfrage („Wasserstoffwirtschaft 2030/2050: Ziele und Wege“) von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. gibt nun Antworten. Die beiden Projektpartner präsentierten in einer Online-Konferenz am 22.02.2022 erste Ergebnisse der Öffentlichkeit. weiterlesen…

Wie wichtig ist E-Auto-Fahrern Grünstrom?

Rolle von Ökostrom beim Laden

Das Karlsruher Fraunhofer-Institut für ystem- und Innovationsforschung ISI widmet sich in einer Untersuchung der Frage, wie stark Ökostrom-Verträge unter Nutzern von Elektrofahrzeugen in Deutschland verbreitet sind. Dabei wurde sowohl der Anteil an Verträgen für das Laden Zuhause, auf der Arbeit und an öffentlichen Ladestationen sowie der ökologische Anspruch der Verträge näher beleuchtet. Darüber hinaus wurden die Werte für Deutschland in Bezug zum EU-Durchschnitt gesetzt. weiterlesen…

IASS-Monitoring der globalen Wasserstoffwirtschaft

Wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung

Grüner Wasserstoff gilt als wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung der Industrie sowie des Luft- und Schwerlastverkehrs. Ein IASS Discussion Paper vom 09.02.2022 stellt ein Konzept zur systematischen Erfassung der wichtigsten Trends und Entwicklungen der globalen Wasserstoffwirtschaft vor. Ein entsprechendes Monitoring kann dabei helfen, Politikmaßnahmen im Rahmen der deutschen und europäischen Wasserstoffpolitik kontinuierlich zu verbessern. (Titel: Monitoring der globalen Wasserstoffwirtschaft – © iass-potsdam.de) weiterlesen…

Power-to-Gas mit Biogas aussichtsreiche Perspektive

Windkraft + Elektrolyse + Biogas = Grünes Erdgas – Forschende bescheinigen dem Ansatz wirtschaftliches Potenzial

Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) und die Hochschule Flensburg haben in einer Studie ein Power-to-Gas-Konzept für einen Erneuerbare-Energien-Standort in Nordhackstedt in Schleswig-Holstein entwickelt. Das Konzept soll den Weiterbetrieb von zwei Windrädern ermöglichen, die keine gesetzlich garantierte Stromvergütung mehr bekommen. Die Berechnungen ergaben: Wirtschaftliche Methan-Gestehungskosten sind möglich – vorausgesetzt, es erfolgen Anpassungen bei den regulatorischen Rahmenbedingungen für die Energiewende. weiterlesen…

Solarzellen ultrahochauflösend drucken

FAU-Wissenschaftler erhält ERC Proof of Concept Grant

Besonders dünne Solarzellen mit einem 3D-Drucker herstellen, aus nachhaltigen Materialien und präzise bis auf den Nanometer: Daran forscht Prof. Julien Bachmann, Lehrstuhl für Chemistry of Thin Film Materials an der FAU. Für sein Projekt erhält er einer Medienmitteilung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg vom zufolge den ERC Proof of Concept Grant. Der ERC Proof of Concept Grant wird an Forschende vergeben, die bereits einen ERC Grant erhalten haben und nun ausloten, wie ihre Ergebnisse in der Praxis ökonomischen oder sozialen Mehrwert bringen können. weiterlesen…