„Klimaziele werden erreichbar“

EnBW will Salzgitter mit Strom aus einem riesigen Offshore-Windpark beliefern

„Das Instrument, das die Energiewende rettet?“ fragt Daniel Wetzel in der Welt, als er am 28.12.2022 den dritten langfristigen Abnahmevertrag für den EnBW-Offshore Windpark „He Dreiht“ beschreibt. „Die Energiewende stockt, doch EnBW kündigt unverdrossen den Bau eines riesigen Offshore-Windparks an“ Als „Trick“ hat Welt-Mann Wetzel die so genannten Power Purchase Agreement (PPA) ausgemacht, mit denen EnBW-Manager Stamatelopoulos seinen Strom exklusiv mit grünem Herkunftsnachweis vermarkte. „Damit hat er in der Industrie offenbar einen Nerv getroffen.“ weiterlesen…

Digitalisierung erhöht Stromverbrauch

Stromverbrauch steigt mit fortschreitender digitaler Transformation

Die digitale Transformation weckt Hoffnung auf IKT-gestützten Klimaschutz und eine verbesserte Energieeffizienz in der Produktion. Allerdings verbrauchen Informations- und Kommunikationstechnologien Energie, und daher rücken mögliche nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt zunehmend in den Vordergrund. Eine Analyse des ZEW Mannheim und der Universität Göttingen von mehr als 28.700 deutschen Unternehmen liefert neuste Erkenntnisse zur Beziehung zwischen dem Einsatz von digitalen Technologien und Energieverbrauch im verarbeitenden Gewerbe. weiterlesen…

Weltweit stärkerer Schutz von Menschenrechten und Umwelt

 Ab 2023 gilt das Lieferketten-Sorgfaltspflichtengesetz

Am 01.01.2023 tritt das Lieferketten-Sorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in Kraft. Einer Medienmitteilung aus dem BMWK zufolge werden damit weltweit zum ersten Mal unternehmerische Sorgfaltspflichten für die Achtung von Menschenrechten und den Schutz von Umweltbelangen umfassend gesetzlich geregelt. Unternehmen müssen ein wirksames Risikomanagement einrichten, um Gefahren für Menschenrechtsverletzungen und bestimmte Schädigungen der Umwelt zu identifizieren, zu vermeiden oder zu minimieren. weiterlesen…

Moos statt Baum

Nicht frühe Wälder senkten historische CO2-Level

Vor 450 Millionen Jahren war die Erde noch nicht so grün, wie sie heute ist. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt siedelte sich allerdings die erste Landpflanze an und breitete sich kontinuierlich aus. Wahrscheinlich handelte es sich damals um eine frühe Form des Mooses Bärlapp, das nur ein paar Zentimeter über den Boden ragt, schreibt am im Eurpean Scientist. Mithilfe dieser Pflanze konnten Wissenschaftler das Paläoklima nun besser rekonstruieren, als es jemals zuvor möglich war – und brachten eine erstaunliche Erkenntnis ans Tageslicht: Bäume haben offenbar nicht so stark zur Reduktion von Kohlendioxid in der Atmosphäre beigetragen, wie bisher angenommen wurde. Das internationale Team von Wissenschaftlern publizierte die Ergebnisse in Nature Communications. weiterlesen…

Weg von der Wegwerfgesellschaft

Neues EU-Energielabel soll Reparierbarkeit von Smartphones und Tablets anzeigen

Die Europäische Kommission hat laut einer gemeinsamen Medienmitteilung von BMUV und BMWK vom 17.12.2022 zufolge in Zusammenarbeit mit den EU-Mitgliedstaaten die Einführung eines EU-Energielabels für Smartphones und Tablets beschlossen. Erstmals wird auf dem Label auch ein Reparierbarkeits-Index gezeigt. Hersteller von Smartphones und Tablets müssen auf einer Skala von A-E angeben, wie gut ihre Geräte reparierbar sind. Das neue Energielabel soll EU-weit ab 2025 auf den Geräten stehen. weiterlesen…

Kleine Einstellung, große Ersparnis

Deutsche Umwelthilfe veröffentlicht Anleitung zum Energiesparen an Gastherme

Ein Einstellungsfehler vieler Gasheizungen verursacht unnötigen Gasverbrauch, hohe Kosten und vermeidbare Klimaschäden. Dabei könnte eine einfache Absenkung der Vorlauftemperatur des Heizwassers bis zu 12 Prozent Gas einsparen – bei gleicher Raum- und Wassertemperatur. Die Deutsche Umwelthilfe veröffentlichte dazu eine Anleitung. (Foto: Gaszähler – © Christian Vogt für Solarify) weiterlesen…

Unedel und doch gediegen

Neuartiger Katalysator verhilft Zink-Luft-Batterie zu Rekord-Leistungsdichte

Der langfristige Umstieg auf erneuerbare Energien ist ohne Technologien zur Energiespeicherung – auch Batterien, in denen Elektrizität zwischengespeichert wird – undenkbar. Wesentlich für ihre Effizienz ist die Verfügbarkeit geeigneter Katalysatoren, welche die damit verbundenen Reaktionen optimiert ablaufen lassen. Wissenschaftler*innen am Institut für Ressourcenökologie des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) haben für die Zink-Luft-Batterie einen auf Zirkonium fußenden Katalysator entwickelt (und open access in Angewandte Chemie veröffentlicht), mit dem das bisher am häufigsten als Katalysator eingesetzte Edelmetall Platin ersetzt und die Batterie dennoch in ein Kraftpaket verwandelt werden kann. (Grafik: Neuartiger Katalysator – © HZDR, Bernd Schröder, Minghao Yu) weiterlesen…

Neue Hybrid-Energiezelle – elektroaktiv, polymerbasiert, photoinduziert

Bedarf an neuartigen photovoltaischen Geräten wächst sehr schnell 

Der in letzter Zeit gestiegene Bedarf an Technologien zur Umwandlung und Speicherung von elektrischer Energie fand in der Forschung große Beachtung. Infolgedessen sind kostengünstige, hochleistungsfähige und selbstaufladende Batteriesysteme für den schnell wachsenden Markt der elektronischen Geräte sehr gefragt, so Scientific Reports am 26.12.2022. Gleichzeitig ist die Nutzung von erneuerbaren Energiequellen wie Sonnenlicht, Wind, Wasser, Biomasse, Erdwärme usw. ebenso wichtig und wird für die umweltfreundliche Energieerzeugung in großem Maßstab dringend benötigt. weiterlesen…

Für die Kreislaufwirtschaft: Polysaccharide mit besseren Eigenschaften als synthetische Polymere

„Doppelt interpenetrierende nanostrukturierte Netzwerke“

Die Kreislaufwirtschaft erfordert Materialien mit geringem Kohlenstoff- und Umweltfußabdruck. In diesem Zusammenhang stellen aus Algen gewonnene Polysaccharide, die ein Produkt des Kohlendioxidverbrauchs sind, eine reichhaltige und nachhaltige Quelle für technische Materialien dar. Der Ersatz von Kunststoffen ist eine Herausforderung, da sie über bessere Eigenschaften verfügen, so drei Forschende der Universität Freiburg. In  den marinen Polysacchariden zu Folien vorgestellt, deren mechanische Eigenschaften besser sind als die von Polymilchsäure, dem gängigsten biologisch abbaubaren Kunststoff. Kernstück dieses Systems ist ein Netzwerk aus zwei Polysacchariden mit sehr unterschiedlichen physikalisch-chemischen Eigenschaften, bei dem eine einfache Abstimmung der Kalziumkonzentration zu Filmen mit unterschiedlichem Grad an elastischem und plastischem Verhalten führt. weiterlesen…

Brau­nal­gen­schleim gut fürs Kli­ma

Fu­co­idan könn­te jährlich 550 Mil­lio­nen Ton­nen Koh­len­di­oxid aus der At­mo­sphä­re ent­fer­nen

Braunalgen nehmen große Mengen Kohlendioxid aus der Luft auf und geben Teile des enthaltenen Kohlenstoffs in Form eines schwer abbaubaren Schleims wieder an die Umwelt ab. Weil dieser Schleim kaum einem Meeresbewohner schmeckt, verschwindet dieser Kohlenstoff dadurch für lange Zeit aus der Atmosphäre, so eine Untersuchung des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen (mpi-bremen). Die Forschenden zeigen, dass insbesondere der Algenschleim namens Fucoidan dafür verantwortlich ist und schätzen, dass Braunalgen pro Jahr bis zu 550 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus der Luft holen könnten – beinahe die Menge der gesamten jährlichen Treibhausgas-Emissionen Deutschlands. (Blasentang – Fucus vesiculosus – © Camilla Gustafsson, Zoologische Station Tvärminne, Finnland) weiterlesen…