Verschiebung der Klimazonen: In der Sahel-Zone könnte es bis 2040 50 % mehr regnen

Durch Veränderung der Monsunzirkulation

Der Klimawandel könnte eine der trockensten Regionen Afrikas in eine sehr feuchte Region verwandeln, indem er die Monsunzirkulation verstärkt. Neue Computersimulationen aus dem PIK-Potsdam vom 15.09.2022 zeigen, dass die saisonalen Niederschläge in der Sahelzone bei der derzeitigen globalen Erwärmung in Zukunft deutlich zunehmen werden. Ein starker Anstieg der durchschnittlichen Niederschlagsmenge könnte bereits im Jahr 2040 einsetzen. Diese Entwicklung sei unausweichlich, egal wie sich die Treibhausgasemissionen entwickeln würden. Das Überschreiten dieses neuen Kipppunkts ist zwar potenziell vorteilhaft, birgt aber auch erhebliche Unwägbarkeiten: Die Veränderung könnte so groß sein, dass die Anpassung daran für die unruhige Region eine erhebliche Herausforderung darstellen wird. (Foto: Trockenheit in Burkina Faso – © YODA Adaman auf Unsplash) weiterlesen…

Machine Learning verbessert Klimamodelle

Realistischere Klimasimulationen dank Künstlicher Intelligenz

KKlimamodelle sagen vorher, wie sich das Erdklima über Jahrzehnte bis Jahrhunderte hinweg verändern könnte. Doch die akkurate Modellierung extremer Niederschlagsereignisse bleibt für Klimamodelle eine große Herausforderung. Um das zu ändern, haben Forschende der Technischen Universität München zur Verbesserung der Klimamodellierung nun auf Methoden des Machine Learnings gesetzt, die sonst auch bei der Erstellung von Bildern zum Einsatz kommen können – so eine Medienmitteilung der TU München vom 04.10.2022. weiterlesen…

Wie das Langzeitgedächtnis auf Treibhausgasemissionen reagiert

Klimakrise untersucht

Die globale Erwärmung beeinflusst das Erdsystem stark – die Klimakrise ist sowohl für die Klimawissenschaft als auch für die Öffentlichkeit von größter Bedeutung. Trotz der jüngsten Fortschritte prognostizieren die Erdsystemmodelle immer noch eine große Bandbreite möglicher Erwärmungsgrade. Daher verwenden die Forscher Naiming Yuan, Christian L. E. Franzke, Feilin Xiong, Zuntao Fu und Wenjie Dong aus China und Korea ein verallgemeinertes stochastisches Klimamodell, um einen Reaktionsoperator abzuleiten, der die globale mittlere Oberflächentemperatur bei bestimmten Antriebsszenarien berechnet, um die Auswirkungen vergangener Emissionen auf die aktuelle Erwärmung zu quantifizieren. Dieser Ansatz ermöglicht es ihnen, systematisch zwischen den „direkten“ und den „indirekten“ Trends zu unterscheiden, die durch das Gedächtnis induziert werden. Ihr Artikel „Der Einfluss des Langzeitgedächtnisses auf die Reaktion des Klimas auf Treibhausgasemissionen“ wurde im Portal npj – climate and atmospheric science veröffentlicht. (Bild: „Warming Stripes“ – Klima-Strichcode – Durchschnittstemperaturen in Deutschland von 1881 bis 2017 von 6.6°C (Dunkelblau) bis 10.3°C (Dunkelrot) – © Climate Lab Book) weiterlesen…

RWE steigt acht Jahre früher aus der Kohle aus

Eckpunktevereinbarung: Meilenstein für den Klimaschutz, Stärkung der Versorgungssicherheit und Klarheit für die Menschen in der Region

Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen hat sich laut einer Medienmitteilung vom 04.10.2022 mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und der RWE AG auf Eckpunkte für das Vorziehen des Kohleausstiegs um acht Jahre auf 2030 verständigt. Die mindestens eingesparten 280 Millionen Tonnen CO2 sind ein Meilenstein für den Klimaschutz in Deutschland und Nordrhein-Westfalen. Ministerin Neubaur: „Mit den vereinbarten Eckpunkten zum Kohleausstieg 2030 setzen wir einen Meilenstein unseres Koalitionsvertrages in puncto Klimaschutz verantwortungsvoll um.“ weiterlesen…

Mit der industriellen Wärmewende Erdgas einsparen und das Klima schützen

Zur Unterstützung von Wärmewende in der Industrie muss Politik zügig regulatorische Hemmnisse beseitigen

Rund 90 Terawattstunden Erdgas könnten bis 2030 eingespart werden, wenn die Industrie ihre Prozesswärme bis 500 Grad Celsius künftig elektrisch erzeugte. Das geht aus einer Studie des Think Tanks Agora Industrie hervor. Mittels Wärmepumpen und Elektrodenkesseln könne der Sektor in den kommenden acht Jahren bis zu drei Viertel der durch den europäischen RePowerEU-Plan vorgegebenen Erdgaseinsparungen erzielen und so einen wichtigen Schritt zur Energiesicherheit leisten, heißt es in einer Medienmitteilung vom 30.09.2022. weiterlesen…

Wundergestein bindet massenhaft Kohlendioxid

CO2-Verringerung: Welchen Beitrag können Olivine leisten?


Durch den Einsatz von zerkleinertem Olivin in 0,1 % bis 0,25 % der globalen Schelfmeere könnten 1 Milliarde Tonnen CO2 aus der Atmosphäre entfernt werden. Das Coastal Carbon Capture-Projekt könnte den Säuregehalt der Ozeane verringern und die Küsten vor dem Anstieg des Meeresspiegels schützen. In größerem Maßstab könnten die Kosten für die Beseitigung von Kohlendioxid bei 35 Dollar pro Tonne liegen. Olivin, ein grüner Sand, kann Kohlendioxid binden. Ähnliches wird laut Wirtschaftswoche soeben in Puerto Rico untersucht. (Foto: Grüner Olivinsand auf Hawaii – © Brocken Inaglory – Eig. Werk, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0) weiterlesen…

LEAG plant GigawattFactory

Bis 2030 Photovoltaik- und Windanlagen mit zusammen sieben Gigawatt Leistung

Die Zukunft der Energieversorgung liegt bei den Erneuerbaren Energien. Die LEAG will in der Lausitz das größte Zentrum grüner Energie in Deutschland errichten, die GigawattFactory. Bis 2030 sollen Photovoltaik- und Windanlagen mit zusammen sieben Gigawatt Leistung entstehen. Basis für dieses grüne Powerhouse sind die Bergbaufolgelandschaften der Lausitzer Tagebaue. Dieser weiträumige Flächenschatz für die effiziente Nutzung Erneuerbarer Energien sei vergleichsweise konfliktarm für Mensch, Natur und Umwelt. weiterlesen…

Neues Großforschungszentrum im Mitteldeutschen Revier

MPI-initiiertes CTC setzt sich im Bund-Länder-Wettbewerb um 1,25 Milliarden Euro Förderung durch

Aus knapp 100 Ideen ist das Konzept für das „Center for the Transformation of Chemistry” (CTC) zum Aufbau eines von zwei neuen Großforschungszentren im gemeinsamen Wettbewerb „Wissen schafft Perspektiven für die Region!“ von BMBF, Freistaat Sachsen und Land Sachsen-Anhalt ausgewählt worden. Das CTC soll die bisher lineare Chemiewirtschaft in eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft transformieren. Entwickelt und erfolgreich vorangetrieben wurde die Idee für das CTC einer Medienmitteilung zufolge von Prof. Peter H. Seeberger und Matthew Plutschack vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam. (Bild: Visualisierung des Entwurfskonzepts zur Etablierung des CTC auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik in Delitzsch – © HDR GmbH) weiterlesen…

Neues Enzym spaltet Wasser

Erfolg mit künstlicher Tasche

Die Menschheit steht vor einer zentralen Herausforderung: Sie muss den Übergang zu einer nachhaltigen und kohlendioxidneutralen Energiewirtschaft bewältigen. Auf dem Weg zur sonnenlichtgetriebenen Produktion von Wasserstoff ist ein Fortschritt gelungen. Ein Team aus der Chemie der Würzburger Julius-Maximilians-Universität präsentierte laut einer Medienmitteilung vom 03.10.2022 einen enzymähnlichen molekularen Katalysator für die Wasseroxidation. (Grafik: Enzym-ähnliche Wasserorganisation vor einem Ruthenium-Wasseroxidations-Katalysator – © Team Würthner, Uni Würzburg) weiterlesen…

Deutsch-französische Position zu EU-Gesetz über kritische Rohstoffe

Stärkung des Krisenmanagements, Prüfung und Bewertung bestehender Finanzierungsinstrumente, Gewährleistung weltweit gleicher Wettbewerbsbedingungen

Kritische Rohstoffe wie etwa verschiedene Metalle sind entscheidend für die grüne und digitale Transformation der EU. Der Krieg in der Ukraine hat deutlich gemacht, wie wichtig eine gesicherte Versorgung mit diesen kritischen Rohstoffen ist, um die Resilienz der europäischen Lieferketten insgesamt zu stärken. Gleichzeitig ist die Sicherung einer nachhaltigen Versorgung mit einer breiten Palette von Rohstoffen wichtiger denn je, während wir auf dem doppelten Weg in eine grüne und digitale Zukunft voranschreiten. Vor diesem Hintergrund wurden die kritischen Rohstoffe in einer gemeinsamen Erklärung mit Frankreich am 29.09.2022 in die sechs Sektoren aufgenommen, die in der Erklärung von Versailles vom März 2022 als strategisch eingestuft wurden. weiterlesen…