Mit Mikroorganismen Klimawandel stoppen

DFG verlängert Schwerpunktprogramm SPP 2170 „InterZell“

mit die Klimaerwärmung. Sogar mikroskopisch kleine Organismen können dazu beitragen, indem sie CO2 als Biomasse binden. Damit die Winzlinge optimale Bedingungen vorfinden und trotz ihrer minimalen Größe viel Biomasse bilden, fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) einer Medienmitteilung vom 10.05.2022 zufolge Forschende der Universität Stuttgart, der Technischen Universitäten Hamburg (TUHH) und München (TUM) sowie weiterer Forschungseinrichtungen im Schwerpunktprogramm „InterZell“ für weitere drei Jahre, um Scale-up und Prozessoptimierung zu untersuchen. weiterlesen…

Hochtechnologie-Metalle Germanium und Gallium aus der Tiefsee?

Jacobs University Bremen: Forschung am Rohstoff-Dilemma

Die zwei Metalle Germanium und Gallium sind wichtige Rohstoffe für die Halbleiterindustrie, für Glasfaserkabel und für die Photovoltaik und als essenzielle Komponenten für die Gestaltung der Elektromobilität und Energiewende für moderne Hochtechnologien von großer Bedeutung. Mit neuen Analysemethoden hat die Arbeitsgruppe „CritMET: Critical Metals for Enabling Technologies“ um Michael Bau, Professor für Geochemie an der Bremer Jacobs University, die Verteilung von Germanium und Gallium in Eisen-Mangan-Krusten der Tiefsee untersucht. Die Ergebnisse wurden einer Medienmitteilung vom 10.05.2022 zufolge in zwei renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht. weiterlesen…

Windenergieanlagen in Landschaftsschutzgebieten

KNE-Publikation: Eine rechtliche Einführung in die Thematik

Landschaftsschutzgebiete bedecken mit einer Gesamtfläche von 9,9 Millionen Hektar rund 28 Prozent der Fläche Deutschlands, ihr Anteil an den Flächen der Länder liegt zwischen neun und rund 42 Prozent. Angesichts des notwendigen Ausbaus der Windenergie an Land ist ein generelles Freihalten von Landschaftsschutzgebieten schwer vermittelbar. Natur- und Energieverbände äußerten sich uneinheitlich zu den Inhalten des Eckpunktepapiers, wobei der Bundesverband für Fledermauskunde der Öffnung von Landschaftsschutzgebieten kritisch gegenübersteht. weiterlesen…

Wettlauf gegen möglichen Gas-Lieferstopp

Eine Expertenanhörung im Bundestag

Die ökonomischen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die Energieversorgung in Deutschland sind am Montagnachmittag Thema einer öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Klimaschutz und Energie gewesen. Der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag berichtete. Die Mehrheit der insgesamt 13 Sachverständigen habe vor einem Gas-Embargo gewarnt und auf die drastischen Folgen verwiesen, die vor allem eine „schockartige Unterbrechung von russischen Gaslieferungen“ hätte. Wirtschaft und private Verbraucher müssten sich auch ohne Lieferunterbrechungen auf weiter steigende Energiepreise einstellen. weiterlesen…

2015 nahe Null – jetzt 50 Prozent Risiko

WMO-Bericht: Erderwärmung über 1,5 Grad in fünf Jahren möglich

Mit einem Risiko von 50 Prozent Wahrscheinlichkeit wird die Erderwärmung dem Bericht „Global Annual to Decadal Climate Update“ (Globale jährliche bis jahrzehntbezogene Aktualisierung des Klimas) der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zufolge die Schwelle von 1,5 Grad Celsius möglicherweise schon in 5 Jahren überschreiten – zumindest zeitweise. 2015 lag diese Wahrscheinlichkeit noch nahe Null. weiterlesen…

OLG Hamm weist Infraschall-Klagen ab

Behauptung gesundheitlicher Beeinträchtigungen nicht belegt

Der 24. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm hat mit am 06.05.2022 verkündeten Urteilen zwei Klagen abgewiesen. Zwei Kläger aus Horn-Bad Meinberg und Borchen hatten von Windenergieanlagen-Betreibern Schadensersatz wegen der Beeinträchtigung ihrer Grundstücke durch sogenannten Infraschall (Schall unterhalb des hörbaren Bereiches) verlangt. Die Kläger sind Eigentümer von selbst genutzten Wohngrundstücken in einer Entfernung von knapp unter bzw. knapp über zwei Kilometern Entfernung von Windenergieanlagen. Sie haben ihr Schadensersatzbegehren mit der Behauptung gesundheitlicher Beeinträchtigungen durch Infraschall begründet. weiterlesen…

Klimawandel verstärkt weltweites Insektensterben

63 % Rückgang auf gestresstem Ackerland – neue Forschungsergebnisse

Die Welt steht vor einem verheerenden „versteckten“ Rückgang von Insektenarten, der auf die doppelte Bedrohung durch den Klimawandel und den Verlust von Lebensräumen zurückzuführen ist. Das UCL (University College London) Centre for Biodiversity & Environment Research hat eine der bisher umfangreichsten Untersuchungen des weltweiten Insektenrückgangs durchgeführt und dabei eine dreiviertel Million Proben von rund 6.000 Standorten ausgewertet. Eine am 20.04.2022 in Nature veröffentlichte entsprechende Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass auf klimatisch belasteten landwirtschaftlichen Flächen im Durchschnitt nur die Hälfte der Insekten und 25 % weniger Insektenarten vorkommen als in natürlichen Lebensräumen. weiterlesen…

Steckersolargeräte sollen einfach sein und mehr leisten

Umfrage der Berliner HTW

Aufbauen, einstecken, Solarstrom beziehen. So einfach wünschen sich Nutzer von Steckersolargeräten die Anwendung dieser kleinsten Solaranlagen. In einer groß angelegten und am 06.05.2022 veröffentlichten Umfrage der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) wurden aktuelle und potenzielle Nutzer gefragt, was sie an Steckersolargeräten begeistert und welche Aspekte sie eher abschrecken. weiterlesen…

Moorpflanzen sind die besten CO2-Speicher

Pflanzenwachstum und Kohlenstoffablagerung stimulieren einander im Boden

Feuchtgebiete speichern etwa fünfmal mehr Kohlenstoff als Wälder und 500mal mehr als Ozeane. In diesen Ökosystemen stimulieren einander Pflanzenwachstum und Kohlenstoffablagerung im Boden. Schutz und Restaurierung solcher Feuchtgebiete können dem Menschen helfen, angesichts der Klimakrise die CO2-Konzentration in der Atmosphäre zu reduzieren. Das ist eines der Ergebnisse einer Untersuchung, die jetzt (Mai 2022) in Science veröffentlicht wurden. Das internationale Autoren-Team mit Beteiligung des Greifswalder Moorforschers Prof. Hans Joosten stellte fest: wir schaffen es immer besser, diese Ökosysteme zu managen und zu restaurieren. (Foto: Hochmoor in der Region Archangelsk – © Michael Succow/Uni Greifswald) weiterlesen…

Freispruch im Südtiroler Pestizidprozess

SLAPP nach zwei Jahren abgeschmettert

Der sechste Verhandlungstag im Südtiroler Pestizidprozess brachte am 06.05.2022 das lang erwartete Urteil: Das Landesgericht Bozen hat Karl Bär vom Münchner Umweltinstitut von allen Vorwürfen freigesprochen. „So endet die Klage mit einem wegweisenden Sieg für die Informations- und Meinungsfreiheit“. Man könne es „selbst noch kaum glauben: Nach zwei Jahren ist der Südtiroler Pestizidprozess Geschichte!“ so eine Medienmitteilung des Öko-Instituts. weiterlesen…