Interesse an Solaranlagen wächst

Immer mehr Verbraucher wollen Energiekosten sparen und unabhängiger von Energieimporten werden

Der Bundesverband Solarwirtschaft registriert ein deutlich wachsendes Verbraucherinteresse an der Anschaffung eigener Solaranlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung und von Solarspeichern. Der Verband führt dieses auf die explodierenden Energiepreise und den wachsenden Wunsch vieler Bürger zurück, sich infolge des Ukraine-Krieges unabhängiger von russischen Energieimporten zu machen. weiterlesen…

Osterpaket „Beschleuniger für erneuerbare Energien“

Kabinett verabschiedet zentrale Gesetzesnovelle

Das Bundeskabinett hat am 06.04.2022 auf Vorschlag von Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck das sogenannte Osterpaket verabschiedet. Dabei handelt es sich um die größte energiepolitische Gesetzesnovelle seit Jahrzehnten. Mit dem Osterpaket werden einer Medienmitteilung aus dem BMWK zufolge verschiedene Energiegesetze umfassend novelliert, um so den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen und konsequent voranzutreiben. weiterlesen…

Wärmepumpen als Beitrag zu Energieunabhängigkeit und Klimaschutz

Wie die Umsetzung gelingt

Um die Klimaziele und mehr Energieunabhängigkeit zu erreichen, plant die Bundesregierung ein 100-Milliarden-Euro-Paket. Dabei rücken auch die CO2-Einsparziele im Gebäudebestand in den Fokus. Allein in der Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser liegt viel Potenzial: Energieeffiziente Wärmepumpen können die Abkehr von fossilen Brennstoffen unterstützen und zu Energieunabhängigkeit beitragen. Doch dafür muss der Bestand bis 2030 von derzeit einer Million Wärmepumpen auf vier bis sechs Millionen drastisch steigen. Energieexperten des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung haben untersucht, was die Umrüstung auf diese Technologie hemmt und wie Barrieren überwunden werden können. weiterlesen…

Klimaschutz darf nicht auf der Strecke bleiben

MCC-Untersuchung ordnet deutsche Klimapolitik in 1,5-Grad-Kontext ein

Auch wenn der Ukraine-Krieg derzeit die Welt schockiert: Der Klimaschutz darf nicht Pause machen. Das Ziel des Paris-Abkommens, die Erderhitzung deutlich unter 2 Grad und möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen, ist Richtschnur deutscher Politik. „Wir sind mit diesem Koalitionsvertrag auf dem 1,5-Grad-Pfad“, sagte Robert Habeck zum Start des „Ampel“-Bündnisses. Diese Aussage lässt sich zwar mit Fakten stützen – sie beruht aber auf drei impliziten Annahmen, wie eine Untersuchung unter Führung des Berliner Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) zeigt. weiterlesen…

Nachweis chemischer Waffen und anderer Schadstoffe mittels Schmeißfliegen

Neuartige Giftgas-Sensoren

Forscher an der School of Science der Indiana University-Purdue University Indianapolis (IUPUI) haben herausgefunden, dass Schmeißfliegen als chemische Sensoren eingesetzt werden können, insbesondere zur Erkennung von chemischen Kampfstoffen. Trotz eines weit verbreiteten Verbots wurden chemische Waffen in jüngsten Konflikten wie dem syrischen Bürgerkrieg eingesetzt, und einige Experten befürchten, dass sie auch im Krieg in der Ukraine verwendet werden könnten. Eine Studie der IUPUI zeigt, dass Schmeißfliegen als sicherere Alternative für die Untersuchung des Einsatzes dieser Waffen – wie auch anderer Chemikalien – eingesetzt werden könnten, um Menschen aus potenziell gefährlichen Situationen herauszuhalten. (Foto: Schmeißfliege – Calliphora vicina – © Aiwok – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Globale „Plastikflut“ erreicht Arktis

AWI: Plastikmüll verschmutzt Arktischen Ozean in bedenklichem Ausmaß

Vor der weltweiten Verschmutzung mit Plastikmüll bleibt auch der hohe Norden nicht verschont. Wie eine internationale Übersichtsstudie des Alfred-Wegener-Instituts zeigt, hat die Plastikflut längst alle Lebensräume der Arktis erreicht. So treiben auch im Arktischen Ozean große Mengen von Plastik, das über Flüsse, die Luft und Schiffe ins Meer gelangt. Hohe Konzentrationen von Mikroplastik finden sich im Wasser, am Meeresboden, an unbewohnten Stränden, in Flüssen und selbst in Eis und Schnee. Das Plastik belastet dabei nicht nur die Ökosysteme, sondern könnte sogar den Klimawandel befeuern. Die Untersuchung ist in Nature Reviews Earth & Environment erschienen. weiterlesen…

EE vorantreiben

Einigung bei naturverträglichem Ausbau der Windenergie

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030 auf mindestens 80 Prozent und bis 2035 auf 100 Prozent zu erhöhen. Klimaneutralität soll bis spätestens 2045 erreicht werden. Der Ausbau hat inzwischen eine doppelte Dringlichkeit: Es bleibt nicht mehr viel Zeit, um die Klimakrise wirksam einzudämmen. Und: es ist angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine notwendig, Deutschland aus dem Klammergriff der russischen Energieimporte zu befreien. Entscheidender Schlüssel dafür ist der zügige Ausbau der erneuerbaren Energien – eine Frage der öffentlichen Sicherheit, der ökologischen Vernunft und auch der ökonomischen Zukunftsfähigkeit. Daher setzt die Bundesregierung alle Hebel in Bewegung, Planungs- und Genehmigungsverfahren für erneuerbare Energien zu beschleunigen. Vor allem müssen – so eine Medienmitteilung aus Berlin – die notwendigen Flächen für den Windenergieausbau rechtzeitig bereitgestellt werden. Dazu wird die Bundesregierung ein Wind-an-Land-Gesetz vorlegen, das die Länder verpflichtet, zwei Prozent ihrer Fläche für die Windenergie an Land zur Verfügung zu stellen. weiterlesen…

Sechster IPCC-Sachstandsbericht (AR6): Beitrag der Arbeitsgruppe III: „Minderung des Klimawandels“

Hauptaussagen aus der Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger

Solarify dokumentiert die wichtigsten Aussagen der Zusammenfassung des 6. Sachstandsberichts des Weltklimarats für politische Entscheidungeträger. Der Bericht der Arbeitsgruppe III untersucht die Quellen der Emissionen und enthält eine aktualisierte globale Bewertung der Fortschritte und Zusagen bei der Eindämmung des Klimawandels. Er erläutert die Entwicklungen der Emissionsreduzierung und Klimaschutzbemühungen und bewertet die Auswirkungen der nationalen Klimazusagen in Bezug auf die langfristigen Emissionsziele. Die Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger (Summary for Policymakers, SPM) bietet eine „Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse des Berichts der Arbeitsgruppe III auf hohem Niveau und wird von den IPCC-Mitgliedsregierungen Zeile für Zeile genehmigt.“ weiterlesen…

Weltklimarat schlägt Alarm – erneut

IPCC-Report zeigt drastisch: Emissionen müssen in diesem Jahrzehnt massiv sinken – Klimafinanzierung muss steigen

Der am 04.04.2022 vorgelegte dritte Teil des neuen (6.) Reports des Weltklimarats IPCC zeigt nach Ansicht der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch in nie dagewesener Deutlichkeit, dass die für die Bewältigung der Klimakrise entscheidende Dekade begonnen hat. „Der IPCC zeigt, dass wir zur Eindämmung der Klimakrise nur noch eine Option haben: Die massive Senkung der globalen Emissionen bereits bis Ende dieses Jahrzehnts und eine entsprechende Steigerung der dafür nötigen Investitionen“, betont Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. „Der Krieg gegen die Ukraine zeigt zudem, dass es zwei gute Gründe für diese Beschleunigung gibt: Ein rascher Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas ist der einzige Weg zur Abwendung einer eskalierenden Klimakrise und der schnellste Weg zu Stabilität und Frieden, da er gas- und ölreichen autokratischen Regimen ihre schärfste Waffe nimmt.“ (Titel: Klimawandel 2022 – Abschwächung des Klimawandels – Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger – © ipcc.ch) weiterlesen…

Investitionsbedarf für nationales Wasserstoff-Infrastruktur-Konzept rund 3,5 Mrd. Euro

RWE küdigt bis 2030 Elektrolyseleistung von 1 GW an, OGE 1.500 Kilometer Wasserstoff-Leitungen

Das Konzept „H2ercules“ sieht vor, bestehende Erdgas-Leitungen auf den Wasserstoff-Transport umzurüsten. Das spart Geld und Zeit, so die Partner in Medienmitteilungen, die pv magazine publiziert. RWE (bis 1990 Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG) und der Gasnetzbetreiber OGE (Open Grid Europe GmbH – bis Ende August 2010 E.ON Gastransport GmbH – mit Sitz in Essen, betreibt in Deutschland das größte Ferngasnetz) wollen gemeinsam das Rückgrat einer Wasserstoff-Infrastruktur von der Nordseeküste bis nach Süddeutschland schaffen. Das Konzept sieht vor, Elektrolyseure sowie Speicher- und Importmöglichkeiten für grünen Wasserstoff im Norden einzurichten und diese mit industriellen Endverbrauchern im Westen und Süden Deutschlands zu verbinden. Weitere in Entwicklung befindliche Importrouten aus dem Süden und Osten sollen bis 2030 angeschlossen werden. weiterlesen…