Modul mit integrierter Anlagentechnik versorgt Gebäude mit Erneuerbarer Energie

Fassaden-integrierte PV-Anlage, Kleinstwärmepumpe und dezentrale Lüftungsgeräte

Noch ist die Sanierungsquote im Gebäudesektor zu gering, um die Energiewende im von der Bundesregierung anvisierten Zeitraum zu erreichen. Ein Schritt hierzu kann ein größerer Vorfertigungsgrad der Bauteile sein. Forschende vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP und vom Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE entwickeln ein Fassadenmodul, das die technische Gebäudeausrüstung (TGA) integriert und mit regenerativer Energie versorgt, um die dahinter liegenden Räume zu heizen, zu kühlen und zu lüften – so Medienmitteilungen vom 03.01.2022. (Foto: Außenansicht der EE-Modulfassade mit raumhohem PV-Element – © fraunhofer.de) weiterlesen…

Erneuerbare Energien 2021 witterungsbedingt schwächer

Erneuerbare Energien witterungsbedingt schwächer

Strommix 2021: Stromerzeugung in Deutschland [Netto]Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat die vorläufige Jahresauswertung der Stromerzeugung in Deutschland vorgelegt. 2021 wurden in Deutschland 490 Terawattstunden (TWh) in das Stromnetz eingespeist – zwei Prozent mehr als im Vorjahr (481 TWh). Der deutsche Strommix bestand 2021 zu 45,7 Prozent aus Erneuerbaren Energien – 4,8 Prozentpunkte weniger als zuvor. In absoluten Zahlen lieferten die Erneuerbaren 224 TWh. Auch pv magazine berichtete. (Infografik „Strommix 2021: Stromerzeugung in Deutschland [Netto]“ © STROM-REPORT.de) weiterlesen…

Menschheit kann gerechte Klimawende schaffen

Prinzip „gemeinsamer, aber differenzierter Verantwortlichkeiten“ und „netto null Emissionen weltweit“

Laut einer Untersuchung unter Federführung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) gibt es zwar mehrere gangbare Wege, aber alle mit dem Risiko der Unfairness. Nur noch rund 320 Gigatonnen CO2 dürfen laut Weltklimarat IPCC dauerhaft in die Atmosphäre, wenn die Erderhitzung auf 1,5 Grad begrenzt werden soll. Doch wie tangieren die neuerdings geäußerten Netto-Null-Zusagen die globale Gerechtigkeit? Wie die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft entlang von Prinzipien fairer Lastenverteilung ablaufen kann, beleuchtet die jetzt in Climatic Change veröffentlichte MCC-Studie. weiterlesen…

Nächster Schritt bei Feststoffbatterie

BMBF-Kompetenzcluster für Festkörperbatterien (FestBatt) startet in zweite Förderphase – Plattform Charakterisierung wird unter KIT-Koordination fortgeführt

Mehr Sicherheit, größere Speicherkapazitäten, kürzere Ladezeiten – Festkörperbatterien sollen herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien zukünftig in fast allen Leistungsparametern übertreffen. Grundlagen dafür hat das Batterie-Kompetenzcluster FestBatt unter Beteiligung von Forschenden des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) erarbeitet. In einer zweiten Förderphase werden nun komplette Batteriesysteme und Methoden für die Produktion entwickelt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit rund 23 Millionen Euro. ( Grafik: Schematischer Aufbau einer Festkörperbatterie – © (m. frdl. Genehmigung) JLU, Elisa Monte) weiterlesen…

Frankreichs wackelige AKW treiben deutschen Importstrom

…der kostet viel Geld, auch bei uns

Technische Probleme der französischen Atomenergieversorgung treiben derzeit die Strompreise auch in Deutschland zusätzlich in die Höhe, schrieb Tilman Weber am 25.12.2021 auf Erneuerbare Energien: Weil seit November ein Großteil der Atomkraftkapazität nicht zur Verfügung stehe, habe sich der deutsche Stromexport nach Frankreich „massiv erhöht. Am 20. Dezember hatte das vom Fraunhofer Ise betriebene Strommarkt-Monitoring-Portal Energy-Charts.de um 8 Uhr morgens einen aktuellen Höchststand des französischen Stromimports aus einer Erzeugungsleistung von 12,7 Gigawatt (GW) angezeigt, davon mit genau knapp 3,072 GW am meisten aus Deutschland.“ Das steigerte sich in den Tagen drauf bis auf 4,5 GW (!). weiterlesen…

Weitere Reaktionen auf EU-Atom-Taxonomie

BEE: Entwurf setzt falsche Signale

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) e.V. kritisiert die Vorschläge der EU-Kommission zur EU-Taxonomie für nachhaltige Investitionen scharf. Weder Erdgas noch Atomkraft entsprächen auch nur ansatzweise den Kriterien der Nachhaltigkeit. Auch BUND, BBI und die Kommentatoren deutscher Tageszeitungen wenden sich unterschiedlich scharf gegen den Brüsseler Vorschlag. weiterlesen…

Jahresrückblick 2021 – Teil I: Erneuerbare vs. Fossile

Status quo: Schwindelerregende Gaspreise, ernüchternde Klimakonferenz und grüngewaschene Atomenergie

Zwar legte der Ausbau Erneuerbaren Energien in Deutschland in diesem Jahr zu, aber auch die fossilen Energieträger hatten (leider) ihre Erfolgsmeldungen – und das weltweit. Teil 1 von zwei Jahresrückblicken der Redaktion energiezukunft – von Nicole Allé, Julia Broich, Petra Franke und Manuel Förstmit freundlicher Genehmigung weiterlesen…

Jahresrückblick 2021- Teil II – Die Erde im Klimastress

Die Erde im Klimastress

CO2-Emissionen klettern ungebremst in die Höhe. Extremwetter nehmen zu und Holz und Wald werden zum umstrittenen Gut. Ein Lichtblick: Das deutsche Bundesverfassungsgericht ordnet strengeren Klimaschutz an. Ob in der Arktis oder in Deutschland, in Sibirien oder Madagaskar, überall auf der Welt war 2021 die Klimakrise spürbar. Für den so wichtige Schutz des Waldes als CO2-Speicher wird trotzdem zu wenig getan, dasselbe gilt für die Verkehrswende. Immerhin lassen Gerichte klimaschädliches Verhalten nicht mehr ungestraft. Teil 2 von zwei Jahresrückblicken der Redaktion energiezukunft – von Nicole Allé, Julia Broich, Petra Franke und Manuel Först – mit freundlicher Genehmigung. (Foto: Überschwemmungen am 15. Juli in Marienthal, Dernau – © mit freundlicher Genehmigung HwK Koblenz) weiterlesen…

Sinnvoller Klimaschutz oder teure Industriesubvention?

Mythen der Elektromobilität – von

Vorweg zunächst einmal die Klarstellung, dass ich kein genereller Gegner der Elektromobilität an sich bin. In einer klimaneutralen Gesellschaft wird die Elektromobilität zweifelsohne einen wichtigen Beitrag zur individuellen Mobilität leisten. Ein sektorübergreifender Emissionshandel, bei dem die erlaubte Gesamtmenge an Treibhausgasen bis 2045 sukzessive auf null sinkt, würde ohne staatliche Zusatzförderung dafür sorgen, dass sich die Elektromobilität zum optimalen Zeitpunkt und im optimalen Ausmaß verbreitet. weiterlesen…