PTB: Neue Methode zur Bestimmung atomarer Lebensdauern

Bisher längster angeregter elektronischer Zustand gemessen – wichtig für grundlegende Fragen der Atomphysik

Wenn ein angeregtes Atom schnell wieder in seinen Grundzustand zurückfällt, ist seine Lebensdauer verhältnismäßig leicht zu messen. Ganz anders, wenn das Atom lange im angeregten Zustand verweilt. Dann war sie bisher nur mit enormem Aufwand festzustellen. Jetzt haben Forschende der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) erstmals diese Messaufgabe gelöst. Mit einem völlig neuen experimentellen Ansatz hat das Team die Lebensdauer des ersten angeregten Zustands eines einzelnen Ytterbium-Ions zu 1,58(8) Jahren ermittelt. Das ist mehr als 6000-mal länger als die längste bisher gemessene Lebensdauer eines elektronischen Zustands. Die Methode, die das Team in der aktuellen Ausgabe von Physical Review Letters beschreibt, hat große Bedeutung für grundlegende Fragen der Atomphysik und die Entwicklung optischer Atomuhren. und die Entwicklung optischer Atomuhren. (Grafik: Im neuen Verfahren (re.) induziert ein Laser schnelle Oszillationen – das ermöglicht alternative Bestimmung der Lebensdauer – © ptb.de, CC BY 4.0) weiterlesen…

Trotz Klimaanpassung Lebensgrundlagen in Entwicklungsländern bedroht

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit gefragt

Das Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit (DEval) hat Relevanz, Effektivität und entwicklungspolitische Wirksamkeit von Maßnahmen zum Umgang mit residualen Klimarisiken untersucht. Im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels nutzen Bauern auf der ganzen Welt Anpassungsmaßnahmen. Sie optimieren zum Beispiel ihre Bewässerungssysteme, um ihre Ernte vor Dürre zu schützen. Bei langanhaltenden Dürreperioden jedoch sind Ernteausfälle irgendwann nicht mehr vermeidbar – die Grenzen der Anpassung sind erreicht. (Foto: Vertrockneter Mais © Keagan Henman, unsplash.com_license) weiterlesen…

Handelsblatt: E-Fuels statt Massenentlassungen

500.000 Arbeitsplätze in Gefahr

Zahlreiche EU-Staaten, auch Grüne, Fridays for Future und andere NGO fordern unentwegt, Verbrennungsmotoren zu verbieten. Es hätte aber schwerwiegende Folgen für viele tausende Arbeitsplätze, wenn Europa auf elektrische KFZ umstellte: „Eine halbe Million Menschen könnten ihren Job verlieren“. Zulieferer schlagen Alarm undÄnderungen am Green Deal der EU vor, schreibt im Handelsblatt. Was alle vergessen: Es sollte eigentlich um fossile Verbrenner gehen. weiterlesen…

Kekulés geplatzter Traum: Leitern statt Schlangen

Unis Bonn und Regensburg schaffen neuartige, als Seilbahn für Energiepakete dienende Moleküle

Entlang einer molekularen Leiter aus Hunderten von Benzolringen bewegen Forschende der Universitäten Bonn und Regensburg Energiepakete hinauf und hinunter. Solche Polymere lassen sich potenziell für die Herstellung neuer Displays auf der Grundlage organischer Leuchtdioden oder für Solarzellen verwenden. Das außergewöhnliche Material wird in Nature Communications beschrieben. (Abbildung: Energiepaket wird auf einer molekularen Leiter durch Absorption von Licht erzeugt – © Joshua Bahr, Tristan Keller, uni-bonn.de) weiterlesen…

Ressort auf der Reste-Rampe

Die Schrumpfung des Umweltministeriums

von Michael Schroeren

Das Bundesumweltministerium (BMU) ist das jüngste unter den Bundesressorts. Es wurde im vergangenen Sommer gerade 35 Jahre alt. Seine Existenz verdankt es keinem weisen Ratschluss der damaligen Bundesregierung. Der konservative Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) hatte es jahrelang vermocht, alle Forderungen der Umweltverbände, Bürgerinitiativen und Grünen nach einem eigenständigen Umweltministerium abzuwehren. weiterlesen…

Ampelkoalition wird 1,5-Grad-Ziel verfehlen

Gastkommentar von DIW-Ökonomin Claudia Kemfert

Die Politik der kleinen Schritte war ja eigentlich Merkels Markenzeichen. Die neue Ampelregierung will nun mehr Fortschritt wagen, also deutlich mutigere Schritte nach vorn gehen. Und: Die Richtung stimmt. Anders als früher, wo man gern nach zwei Vorwärtsschritten drei Schritte rückwärts einlegte, soll es jetzt nur eine Richtung geben: nach vorne. Der Koalitionsvertrag trägt die Handschrift einer echten Modernisierung für mehr Klimaschutz und ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur bisherigen Politik. (Foto: Claudia Kemfert – © DIW) weiterlesen…

Industrie 4.0-Forschung für die Gestaltung der Zukunft

Neuer Impulsbericht des Forschungsbeirats

Im neuen Impulsbericht „Industrie 4.0-Forschung für die Gestaltung der Zukunft“ stellte der Forschungsbeirat der Plattform Industrie 4.0 am 17.11.2021 eine Analyse des Status quo der Industrie 4.0-Forschung in der Bundesrepublik Deutschland vor und leitet daraus eine Grundlage für die strategische Weiterentwicklung von Forschungsaktivitäten ab. Der Impulsbericht wurde von einer Expertengruppe aus Mitgliedern des Forschungsbeirats und der Plattform Industrie 4.0 erarbeitet. (Titel: Forschungsbeirat der Plattform Industrie 4.0 – © acatech– Deutsche Akademie der Technikwissenschaften) weiterlesen…

Buch: Plädoyer für eine sozial gerechte Klimapolitik

Saubere Wärme für alle

Die Wärmewende hat im Gegensatz zur Energiewende bisher nur langsam Fahrt aufgenommen. Unsere Wohnungen beheizen wir überwiegend noch ineffizient und klimaschädigend mit Gas und Öl. Ein „Weiter so“ ist keine Option. Doch auf eine behaglich warme Wohnung muss niemand verzichten. Autor Reinhard Klopfleisch spürt in seinem im Oekom-Verlag erschienen Buch den Ursachen der Versäumnisse nach – und findet sie in oft von mächtigen Interessen getriebenen, widersprüchlichen politischen Entscheidungen. Er macht Vorschläge, wie durch kluge politische Rahmensetzung Chancen und Lasten der Wärmewende zukünftig sozial gerecht verteilt werden können. weiterlesen…

Chemie Katalysator für den Wandel

Mit 2.923 Zitronen zum Guinness-Weltrekord

Ein am 26.11.2021 durch die britische Royal Society of Chemistry (RSC), Professor Saiful Islam von der University of Bath und und die Wissenschaftsmoderatorin Fran Scott aufgestellter Guinness Weltrekord für die höchste Spannung einer Fruchtbatterie „soll zeigen, dass die Chemie Katalysator für den Wandel ist und die Aufklärung über Nachhaltigkeit und die Auswirkungen des Klimawandels fördert“. weiterlesen…

PSI: Blauer Wasserstoff kann Klima schützen

H2 aus Erdgas „unter Umständen“ positiv zu bewerten

Eine internationale Gruppe von Forschenden unter Leitung des schweizerischen Paul Scherrer Instituts PSI und der schottischen Heriot-Watt-Universität haben die Klimawirkungen von sogenanntem blauem Wasserstoff umfangreich analysiert. Er wird aus Erdgas gewonnen, wobei die dabei entstehenden CO2-Emissionen abgeschieden und gespeichert werden. Die Untersuchung zeigt, dass blauer Wasserstoff unter bestimmten Voraussetzungen eine positive Rolle bei der Energiewende spielen kann. Sie erscheint in Sustainable Energy & Fuels der Royal Society of Chemistry. weiterlesen…