„Wir müssen das gesamte Energiesystem umbauen“

Interview mit KIT-Präsident Holger Hanselka

Im Energiesystem der Zukunft müssen Energieerzeuger, Speicher und Verbraucher intelligent miteinander kommunizieren. Mit dem Energy Lab 2.0 versuchen Forscher ein Modell dieses Systems aufzubauen. Holger Hanselka, Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie, erklärt den neuen Ansatz. weiterlesen…

„Kopernikus“ – Mammut-Energie-Forschungsprojekt des BMBF

Wanka: „Heute die Weichen für ein exzellentes Energiesystem stellen“

„Ein völlig neues Forschungsformat wollen wir heute bekanntgeben und ausschreiben“, sagte Forschungsministerin Johanna Wanka am 17.09.2015 im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin, an der auch Max-Planck-Energie-Sprecher Robert Schlögl und Holger Lösch vom BDI-Vorstand teilnahmen. Das BMBF startete damit die „größte Forschungsinitiative zur Energiewende„. Mit den „Kopernikus-Projekten für die Energiewende“ sollen Wissenschaft, Industrie und Anwender gemeinsam neue Energiesysteme und -konzepte soweit entwickeln, dass sie im großtechnischen Maßstab angewendet werden können. weiterlesen…

Vassiliadis: Energiewende belastet künftige Generationen

RWE-Cicero-Diskussion um Energie und Gerechtigkeit

Für IG BCE-Chef Michael Vassiliadis ist die Energiewende nahezu Teufelswerk. Wie sie derzeit geplant sei, habe sie keine Zukunft und sei zudem noch ungerecht, sagt er immer wieder, so auch am 10.09.2015 bei der Veranstaltung „Schöner Scheitern – wieso die Energiezukunft Irrwege braucht„. Kohlefreund Vassiliadis sieht nur Irrwege: Die Gelder landen an der falschen Stelle, Ressourcen würden verschenkt, Probleme auf die nächste Generation verschoben. Für ihn ist der geplante Komplett-Umstieg auf Erneuerbare Energien eigentlich nicht umsetzbar, jedenfalls nicht ohne extreme soziale Härten. Am liebsten würde er die Kohlekraftwerke erst mal nicht abstellen lassen. weiterlesen…

McKinsey: Regierung verfehlt Klimaziel

40%-Senkung der Treibhausgas-Emissionen bis 2020 „nicht mehr realistisch“

Dem sogenannten Energiewende-Index der Beratungsgesellschaft McKinsey zufolge wird die Bundesregierung ihr wichtigstes Klimaschutzziel nicht erreichen. Anhand von 15 Indikatoren analysiert die Unternehmensberatung mit dem EWI seit zwei Jahren alle sechs Monate den Status der Energiewende in Deutschland, ob die Bundesregierung die selbstgesetzten Ziele ihrer Klimapolitik erreichen wird. Der jüngste Zwischenstand steht auf der McKinsey-Seite im Internet. Er nennt die Erreichung des 40-Prozent-Ziels „nicht mehr realistisch“. Mehr noch: „Die Aussichten auf eine Trendwende bis 2020 stehen dauerhaft schlecht.“ weiterlesen…

IW Köln: Energiewende kostet 2015 28 Milliarden

Kommentar von Sandra Enkhardt – mit freundlicher Genehmigung von

„Energiewende kostet Stromkunden 28 Milliarden Euro“ titelte die Zeitungs-Kassandra „Handelsblatt“ und fuhr fort, die Energiewende komme die deutschen Stromkunden immer teurer zu stehen. Das „zeigen neue Berechnungen. Die Branche schlägt angesichts der jüngsten Prognosen Alarm.“ Ein Durchschnittshaushalt zahle 270 Euro im Jahr für die Umsetzung der Energiewende (das sind € 22.50 im Monat – manche geben mehr fürs Rauchen aus). Das – immerhin -„arbeitgebernahe“ (Handelsblatt) Institut der deutschen Wirtschaft (IW) habe die angeblichen Horrorzahlen „für das Handelsblatt“ ausgerechnet. Ein konservativer Koalitionspolitiker warnt denn auch düster: „Die Folgen der Energiewende entwickeln sich zu einem bedrohlichen Standortnachteil, der Investoren abschreckt und Arbeitsplätze kostet“. weiterlesen…

Scharfe Kritik am BMWi-Weißbuch

EUROSOLAR legt Memorandum vor – „Bundesregierung erfindet Strommarkt ohne Energiewende“

Die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. – EUROSOLAR – übt scharfe Kritik am Weißbuch des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zum Strommarkt. „Dieses Weißbuch schafft keinen Strommarkt für die Energiewende, sondern erfindet einen Strommarkt ohne Energiewende“, unterstreicht Dr. Axel Berg, Vorsitzender der deutschen Sektion von EUROSOLAR, laut einer Pressemitteilung. weiterlesen…

Power-to-Gas sinnvoll oder nicht?

Konflikt-Thema unter Umwelt-Organisationen

Überschüssiger Ökostrom lässt sich durch Elektrolyse in Wasserstoff umwandeln und dann als synthetisches Methan speichern. Eine neue Studie (solarify.eu/windgas-senkt-energiewendekosten-um-milliarden) setzt sich stark dafür ein. Doch Umweltgruppen stehen im Konflikt über Sinn und Kosten von Power-to-Gas für die Energiewende. hat sich auf ZEIT-ONLINE mit dem Thema beschäftigt. weiterlesen…

Sommerhitze kostet 1,40 Euro

StZ, FAZ u.a.: Zwei- bis dreistelliger Millionenbetrag zusätzlich

„Die Rekordhitze war ein Stresstest für die Stromnetze“, schreibt die Stuttgarter Zeitung: Sie treibe „mal eben die Kosten der Energiewende um zweistellige Millionenbeträge in die Höhe“. Das müssten „am Ende alle Stromkunden bezahlen“. Ein Netzbetreiber rechnet laut FAZ gar „mit einer halben Milliarde Euro Kosten für Stromverbraucher“. Der „entscheidende Grund“ sei jedoch in den fehlenden Stromtrassen von Norden nach Süden zu suchen. (Siehe auch die Rand-Kolumne) weiterlesen…

Nachhaltige Energieversorgung – was ist das?

Ein Ausblick auf die Post-2015-Agenda

Gastbeitrag von Matthias Ruchser

Im September 2015 wird die Generalversammlung der Vereinten Nationen voraussichtlich die Post-2015- Agenda mit neuen, universellen Zielen nachhaltiger Entwicklung, den Sustainable Development Goals (SDGs), beschließen. Den Vorschlag für die Erarbeitung neuer Nachhaltigkeitsziele unterbreiteten Kolumbien und Guatemala im Vorfeld der United Nations Conference on Sustainable Development, auch Rio+20 genannt, die im Juni 2012 in Rio de Janeiro stattgefunden hatte. Daraufhin setzten die Vereinten Nationen eine Open Working Group (OWG) ein. Sie stellte Ende Juli 2014 ihren Vorschlag für 17 Ziele und 169 Unterziele nachhaltiger Entwicklung im Rahmen der Post-2015-Agenda vor. Die Ziele fordern unter anderem die Beendigung von Armut und Hunger, Geschlechtergerechtigkeit, nachhaltige Energieversorgung, Klima- und Umweltschutz sowie, die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten zu verringern. Das neue an den SDGs ist: Sie haben universellen Charakter und sie gelten für alle – Industrie-, Entwicklungs- und Schwellenländer. weiterlesen…

Energieeffizienz in Etappen

Top Fünf der energetischen Förderungen – BMWi veröffentlicht zwei Monate alte dena-Analyse

Hausbesitzer setzen bei der energetischen Sanierung mehrheitlich auf Einzelmaßnahmen. Der Austausch alter Heizkessel lag 2014 nach der aktuellen Förderstatistik an der Spitze. Fast ebenso häufig wurde in neue Fenster investiert. Die Deutsche Energie-Agentur hat die Förderstatistik der KfW für 2014 ausgewertet und die Top Fünf der energetischen Modernisierungsmaßnahmen ermittelt – das allerdings schon am 09.06.2015 mitgeteilt (Solarify berichtete) – das BMWi verschickte die Mitteilung fast zwei Monate später. weiterlesen…