Aktuell: Das Kapitel Energie im Koalitionsvertrag

Aus der Präambel: „Energiewende voranbringen – Wirtschaftsstandort sichern“

Für die Lebensqualität heutiger und zukünftiger Generationen sowie für den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes ist die Energiewende eine der größten Herausforderungen. Sie schützt Umwelt und Klima, macht uns unabhängiger von Importen und sichert Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Deutschland. Wir wollen sie zu einer Erfolgsgeschichte machen und Deutschland zu einem der modernsten Energiestandorte der Welt entwickeln. Wir wollen bei ihrer Umsetzung Bezahlbarkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit miteinander in Einklang bringen und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit sichern. Dazu werden wir zügig das Erneuerbare-Energien-Gesetz mit dem Ziel reformieren, den Kostenanstieg wirksam zu begrenzen, den Leitungsausbau der Trassen zu beschleunigen und Ausbaukorridore für die Erneuerbaren Energien festzulegen. Höhere Effizienz ist ein wesentlicher Faktor eines modernen Industrielandes, das international Vorbildcharakter hat. weiterlesen…

Quaschning: Energierevolution statt Energiewende!

Im Solarify-Selbst-Gespräch fragt sich der Berliner Professor für Regenerative Energiesysteme Volker Quaschning,

  • ob Deutschland beim Klimaschutz und der Energiewende Vorbild ist, und
  • warum die Energiewende ins Stocken geraten sei,
  • welche Maßnahmen für die Energiewende erforderlich seien,
  • ob Deutschland von einer Energierevolution profitieren werde und
  • bis wann diese abgeschlossen sein könnte –

schließlich könne allerdings „kein Land, Volk oder Regierung so unvermögend sein, das alles aufs Spiel zu setzen“. weiterlesen…

BDI: „Generalrevision für Erneuerbare Energien!“

BDI-Präsident Grillo präsentiert Energiewende-Navigator: „Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz sind akut gefährdet – Zukunft des Industriestandorts Deutschlands steht auf dem Spiel“

  • Kritik an mutlosen Koalitionsverhandlungen
  • Erneuerbaren-Ausbau gehört in Generalrevision
  • Kurzfristige Kostenbremse dringend notwendig
  • Beibehaltung der EEG-Entlastungen gefordert

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Kritik an energiearmer CDUCSUSPD

EEG-Reformpläne ernten wenig Lob

Energie-Effizienz, also die angestrebte Senkung des Stromverbrauchs, sei die „zweite Säule“ der Energiewende, heißt es im Abschlusspapier der Arbeitsgruppe Energie im Rahmen der Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD. Für den Erfolg von Energiewende und Klimaschutz müsse dem Bereich Effizienz „mehr Gewicht“ beigemessen werden. Mehr als ein Lippenbekenntnis ist das nicht – eher Augenwischerei – denn in Wirklichkeit hat die eben in Statu Nascendi befindliche Koailtion  das Gegenteil vor: Sie streicht genau die konkrete Zielvorgabe, wieviel Strom bis 2020 eingespart werden soll. Da war das schwarzgelbe Energiekonzept von 2010 fortschrittlicher. Dessen Vorgaben für eine Steigerung der Energieeffizienz wurden in der Arbeitsgruppe nicht einmal diskutiert und fehlen in den Entwurfsvorlagen zum Koalitionsvertrag. weiterlesen…

BEE warnt – BWE: „Mehr Mut!“

BEE: „Energiewende auf der Kriechspur

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) warnte die Union davor, eine Obergrenze für die Erneuerbaren von 35 bis 40 Prozent der Stromerzeugung im Jahr 2020 durchzusetzen. Durch die Beschlüsse der Arbeitsgruppe Energie von CDU/CSU und SPD würden die Klimaschutzziele der Bundesregierung klar verfehlt. Der Bundesverband WindEnergie (BWE) forderte die künftige Koalition auf, mutiger an die Gestaltung der Energiewende zu gehen. Dem Druck aus der Wirtschaft müsse jetzt standgehalten werden. weiterlesen…

Schlögl: Tempo rettet Klima nicht

Vortrag im renommierten Mülheimer „Haus Urge“

Rhetorisch versierte Persönlichkeiten seien schon viele zu Gast im Mülheimer Haus Urge gewesen, in das der Hausherr Zenit AG regelmäßig einlade, schreibt Andreas Heinrich in der WAZ. Prof. Robert Schlögl, Direktor des Max-Planck-Institutes für Chemische Energiekonversion sprach jetzt an der Stelle, wo einst der Industrielle Hugo Stinnes residierte (heute noch eher bekannt durch die nach ihm und seiner Frau Cläre benannte Stiftung). Heinrich: „Schlögl redet etwa eine Stunde, ohne Punkt und Komma. Es ist  s e i n  Thema: Energiewende, Gewinnung von Energie, Speicherung, Nachhaltigkeit, Machbares.“ weiterlesen…

Energiewende auf amerikanisch

Lesehinweis: US-Solarboom bringt Energieriesen ins Grübeln

Ehrgeizige Programme zur Verringerung von CO2-Emissionen werden derzeit in den USA immer häufiger breit diskutiert. Doch Solarenergie steuert erst 0,2 Prozent zur amerikanischen Stromerzeugung bei, doch der Anteil wächst schnell. Der Windanteil liegt immerhin bei gut 4 Prozent. In Deutschland dagegen decken erneuerbare Energien bereits ein Viertel des Endverbrauchs beim Strom. In den USA sind das erst gut 13 Prozent (Daten der Energy Information Agency hier und hier). weiterlesen…

NRW: Hausgemachte Probleme

Energiewende: Remmel will Konzernen und Kommunen nicht helfen

NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) hält viele Probleme der Stromkonzerne und der Kommunen mit der Energiewende für „hausgemacht“. Viele komunale Haushalte im Land leiden nämlich daran, dass sie Beteiligungen an fossilen Energieerzeugungsarten halten, die soeben stark an Wert verlieren. Remmel fragte rhetorisch: „Gab es irgendeine Anweisung der Landesregierung, RWE-Aktien zu halten oder bei der Steag einzusteigen? Nicht dass ich wüsste“, sagte der Minister der WirtschaftsWoche. Damit müssten die Städte alleine klarkommen. weiterlesen…

SPD-Promis verlangen Ausstieg aus der Kohle – Kraft bremst

Offener Brief fordert radikalen Kurswechsel

Monika Griefahn, Gesine Schwan, Erhard Eppler, Volker Hauff, Jo Leinen und Ernst-Ulrich von Weizsäcker haben in einem offenen Brief (er liegt Solarify vor) gefordert, die SPD müsse sich endgültig von der Kohle verabschieden. Kurz vor dem Beginn der Koalitions-Verhandlungen über die Energiewende-Politik der Großen Koalition verlangen die SPD-Prominenten von den Verhandlungsführern damit nichts Geringeres als einen radikalen Kurswechsel in der Energiepolitik. NRW-Ministerpräsidentin Kraft hielt in einem Interview dagegen. weiterlesen…

Leibniz-Gemeinschaft richtet zwei neue Forschungsverbünde ein

„Energiewende“ und „Medizintechnik“

Das Präsidium der Leibniz-Gemeinschaft richtet auf Antrag der beteiligten Institute zwei Leibniz-Forschungsverbünde zu den Themen „Energiewende“ und „Medizintechnik“ ein. Die Verbünde erhalten jeweils 80.000 Euro als Anschubfinanzierung aus den Mitteln des Impulsfonds des Präsidiums, sind aber im Kern Gemeinschaftsunternehmungen der beteiligten Institute, die sich dabei finanziell und personell besonders engagieren. weiterlesen…