Töpfer: „Energiewende-Fahne auf Halbmast“

Kritik am Koalitionsvertrag: „Für engagierte Umsetzung sehr enttäuschend“

Der Ex-Bundesumweltminister und frühere UNEP-Direktor Klaus Töpfer übte in einem Rundfunk-Interview starke Kritik am Koalitionsvertrag. Dem Sender MDR Info gegenüber sagte Töpfer, heute Exekutivdirektor des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS – Institut für fortgeschrittene Nachhaltigkeitsforschung) in Potsdam, das Regierungsprogramm der Großen Koalition sei „für eine engagierte Umsetzung der Energiewende sehr enttäuschend“. Die im Kapitel 1.4 beschriebenen Pläne der neuen Bundesregierung machten nicht klar, wie die Stromversorgung ohne Braunkohle sichergestellt werden solle. Gas sei besser geeignet, um von den erneuerbaren Energien ausgelöste Schwankungen im Stromnetz auszugleichen, weil es in Bezug auf den Klimawandel besser und auch eher gesellschaftlich akzeptiert sei. weiterlesen…

„Es gibt viel zu tun – Energiewende zum Erfolg führen“

Neujahrsansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Jahreswechsel 2013/2014

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
der Jahreswechsel ist traditionell ein Zeitpunkt guter Vorsätze. Vielleicht nehmen Sie sich gerade vor, mit dem Rauchen aufzuhören, mehr Sport zu machen oder mehr Zeit für die Familie zu haben. Ich selbst nehme mir eigentlich immer vor, mehr an die frische Luft zu kommen – auch das sicher ein Klassiker unter den guten Vorsätzen. weiterlesen…

„Große Koalition darf Energiewende nicht verspielen“

Lese-Empfehlung: Claudia Kemfert in Huffington Post

Die Energieökonomin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und politische Beraterin deutscher und europäischer Energiepolitiker warnt die neue Bundesregierung davor, die Energiewende zu verspielen. Sie sei unter Beschuss, habe ein Imageproblem: zu teuer, die Wirtschaft leide, wir verschenken Strom und konventionelle Kraftwerke müssen abgeschaltet werden. Die EU hat ein Beihilfeverfahren eingeleitet und will das EEG kippen. weiterlesen…

Energiewende für Merkel „drängendstes Problem“

„Wirtschaftliche Vernunft mit Umweltfreundlichkeit kombinieren“

Für die frisch-wieder-gewählte Bundeskanzlerin „ist das drängendste Problem die Bewältigung der Energiewende und ihre Gestaltung“. In einem ZDF-Interview sagte Merkel, man stehe  „unter einem vielfachen Druck – einerseits dem sehr schnellen Zubau von erneuerbare Energien, andererseits der Aufgabe, dass unsere Industrie wettbewerbsfähig produzieren kann“. weiterlesen…

Die Kanzlerin und die MPs

Bundeskanzlerin traf Länderchefs – Fortschritte bei Energiewende und Netzausbau

Die Bundesregierung will bei der Energiewende europäisches Recht gewährleisten, zugleich aber auch die Wirtschaftskraft der heimischen Unternehmen stärken. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem turnusmäßigen Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder am 12.12.2013 in Berlin. weiterlesen…

Doch ein Energie(-wende-)Ministerium

Gabriel wird Wirtschafts- und Energieminister – von der Leyen Verteidigungsministerin – Namen schon vorher durchgesickert

Noch während die SPD ihre Mitgliederbefragung im alten Berliner Postbahnhof auszählte, und anders als geplant, sind bereits am 14.12.2013 Personalia über das neue Bundeskabinett an die Öffentlichkeit gedrungen – zuerst die Namen aus der SPD, dann auch die Unions-Mitglieder. Hier die neue Kabinettsliste. weiterlesen…

Die Bürger-Energiewende

Der Begriff Energiewende wurde erstmalig in den 80er Jahren formuliert mit dem Buch des Öko-Instituts „Energiewende – Wachstum und Wohlstand ohne Erdöl und Uran“. 1980 war dort die erste Energiewendestudie von Florentin Krause mit Unterstützung der Friends of the Earth-Stiftung, USA, der Max-Himmelheber-Stiftung und der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft erschienen. Die wissenschaftliche Prognose zeigte Szenarien auf, in der wirtschaftliche Entwicklung auch ohne stetig steigenden Verbrauch von Kohle, Erdöl, Erdgas und Uran möglich ist. Energieeffizienz in Kombination mit dem Einsatz Erneuerbarer Energien, wie Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie wurde Lösungsmodell für die langfristige Senkung des Energiebedarfs und Ressourcenimports. Seit den 80er Jahren wurden diese Szenarien in viele konkrete Konzepte, Planungen und Projekte umgewandelt, um zu zeigen, dass die Ursprungsidee in die Realität überführt werden kann. weiterlesen…

Bischöfe: „Energiepolitischer Kurswechsel notwendig“

Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht Empfehlungen zur Energiewende

Einen „Diskussionsbeitrag“ nennen die deutschen Bischöfe ihre „Empfehlungen zur Energiewende“ – veröffentlicht am 02.12.2013 von der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz. Der Vorsitzende der Kommission, Kardinal Reinhard Marx, betont, dass sich das Dokument vor allem auf die deutsche Energiewende beziehe. „Mit der Veröffentlichung der Empfehlungen zur Energiewende bekräftigen die deutschen Bischöfe die Notwendigkeit eines energiepolitischen Kurswechsels und hoffen, dass der Diskussionsbeitrag für diese bedeutende Debatte Orientierung geben kann“, so Kardinal Marx. weiterlesen…

Journalisten und Energiewende: Verbraucher werden als Verlierer gesehen

Bürgerinitiativen sympathisch gesehen

Deutsche Journalisten stehen der Energiewende, vor allem der für die Umsetzung benötigten Technik, ausgesprochen skeptisch gegenüber und sehen vor allem die Verbraucher und das Handwerk als Verlierer. Das ist ein Ergebnis der Studie einer Duisburger Soziologiestudentin, die eine Online-Befragung unter rund 6.000 Journalisten durchführte. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen eine ähnliche Tendenz wie der gerade veröffentliche GPRA-Vertrauensindex (Gesellschaft führender PR-Agenturen Deutschlands). Diese für die Gesamtbevölkerung repräsentative Umfrage hat ergeben, dass immer weniger Verbraucher an die Energiewende glauben. weiterlesen…