Taxonomie: Greenwashing für Atomkraft und Gas – na und?

Kommentar von Harald Schumann
mit freundlicher Genehmigung

Was für ein Bohei! Auf Druck der französischen Regierung und einiger osteuropäischer Länder will die EU-Kommission die Stromerzeugung aus Atom- und Gaskraftwerken als „nachhaltig“ einstufen. NGOs und Klimaaktivisten sind empört. Die Kritik ist berechtigt. Aber die Aufregung steht in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Bedeutung des Vorhabens. Das Vorhaben unter dem Rubrum „Taxonomie“ sei eine „Lizenz zum Greenwashing“, empört sich Greenpeace. Das grüne Etiketts für die Technologien von gestern sei eine „Provokation“, ärgert sich Luxemburgs Umweltminister Claude Turmes. Die deutschen Regierungsparteien treibt das Vorhaben in ihren ersten Streit und Österreichs Regierung will sogar Klage beim Europäischen Gerichtshof einreichen (s. auch Randnotiz re.). weiterlesen…

Deutsche Unternehmen betreiben Greenwashing bei Ökostrom

Befragung der Deutschen Umwelthilfe deckt Umetikettierung auf

Mehr und mehr deutsche Unternehmen in Deutschland werben mit der Nutzung von 100 Prozent Ökostrom. Eine aktuelle Befragung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) unter 66 Unternehmen zeigte jedoch: Eine große Zahl an Unternehmen betreibt mit dieser Ausweisung Greenwashing. Statt tatsächlich Strom aus Erneuerbaren Energien zu kaufen, setzen Unternehmen offenbar weiterhin auf den normalen Strommix und kaufen zusätzlich günstige Grünstromzertifikate, zum Beispiel von norwegischen Wasserkraftwerken – so eine DUH-Medienmitteilung vom 27.08.2021. weiterlesen…