Wasserstoff aus Salz- und Abwasser

Neues 2D-Material zersetzt Wasser unter Sonnenlicht

Wissenschaftler der Polytechnischen Universität Tomsk haben gemeinsam mit Teams der Universität für Chemie und Technologie in Prag und der Jan-Evangelista-Purkyne-Universität in Ústí nad Labem (früher Aussig) ein neues 2D-Material zur Herstellung von Wasserstoff entwickelt. Das Material erzeugt einer Medienmitteilung vom 21.07.2020 zufolge auf effiziente Weise Wasserstoffmoleküle aus Süß-, Salz- und verschmutztem Wasser, indem es dem Sonnenlicht ausgesetzt wird. Die Ergebnisse wurden in ACS Applied Materials & Interfaces veröffentlicht. weiterlesen…

Auf dem Weg zur Wasserstoffunion – wirklich?

„Horizont Europa“ um ein Viertel gekürzt

Dem EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizont Europa“ bewilligten die Regierungschefs auf dem EU-Gipfel deutlich weniger Gelder als vorgesehen – es wurde um ein Viertel (andere Aussagen: ein Drittel) gekürzt. Forschungsministerin Anja Karliczek plant dennoch eine europäische Initiative, sagte sie im Deutschlandfunk. Das Ziel: Europa soll zum Kontinent des grünen Wasserstoffs werden. weiterlesen…

Regenerative Wasserstofferzeugung ohne Umwege

Direktvergärung von Biomasse macht‘s möglich

Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF bietet im Projekt „HyPerFerment“ (siehe solarify.eu/kombinierte-produktion-von-gruenem-wasserstoff-und-biogas) eine bedarfsgerechte, dezentrale und modulare Lösung zur Produktion und Verteilung von grünem Wasserstoff (siehe Medienmitteilung vom 02.04.2020). Um gemeinsam mit der Streicher Anlagenbau GmbH & Co. KG und dem Biotechnologieunternehmen MicroPro GmbH in Gommern bei Magdeburg das Konzept der Wasserstofffabrik voranzutreiben, entwickelten die Forscher modular erweiterbare Teilkomponenten, die – miteinander vernetzt – in Gewerbe- und Industrieparks realisiert werden. Durch den Einsatz spezieller Bakterienkulturen und einer innovativen Prozessführung ist es dem MicroPro-Labor im Projekt HyPerFerMent gelungen, Wasserstoff direkt aus organischen Reststoffen zu produzieren. weiterlesen…

Lesehinweis: Regierung will deutschen Stahl grün und wettbewerbsfähig machen

CO2-freie Stahlproduktion angestrebt

Deutschlands Verpflichtung zu den COP21-Klimazielen bedeutet bei der seit Jahren unter internationaler Konkurrenz leidenden deutschen Stahlerzeugung eine große Herausforderung – in Bezug auf die CO2-Emmissionen. Das will die Bundesregierung jetzt ändern und der Stahlindustrie massiv helfen – „auch mit umstrittenen Instrumenten“, wie Christoph Höland im Redaktionsnetzwerk Deutschland schreibt. weiterlesen…

Zweimal 40 Gigawatt

Grünes Wasserstoffsystem für Europa und Nordafrika

Die Europäische Union hat zusammen mit Nordafrika, der Ukraine und anderen Nachbarländern die einmalige Chance, ein grünes Wasserstoffsystem zu verwirklichen. Europa einschließlich der Ukraine verfügt über gute Erneuerbare Energieressourcen, während Nordafrika hervorragende und reichhaltige Vorräte besitzt. Europa kann seine Gasinfrastruktur mit Verbindungen nach Nordafrika und anderen Ländern für den Transport und die Speicherung von Wasserstoff wiederverwenden und verfügt über eine weltweit führende Industrie für saubere Wasserstoffproduktion, vor allem in punkto Produktion von Elektrolyseuren. So die Einschätzung von Hydrogen Europe und vier Konsorten der „2×40 GW Initiative“. weiterlesen…

Weltgrößtes grünes Wasserstoff-/Ammoniak-Projekt

4,4-Milliarden-Euro-Produktionsanlage

Air Products, ACWA Power und NEOM unterzeichnen einen Vertrag über eine 4,4-Milliarden-Euro-Produktionsanlage, die mit Erneuerbarer Energie für die Produktion und den Export von grünem Wasserstoff betrieben wird. Das weltweit größte grüne Wasserstoffprojekt wird 650 Tonnen kohlenstofffreien Wasserstoff pro Tag für den globalen Verkehr liefern und der Welt drei Millionen Tonnen CO2 pro Jahr ersparen. Ein Erfolg von Desert-Energy 3.0. weiterlesen…

Rund acht Millionen Haushalte…

… können schon heute durch Windkraftanlagen auf See mit Strom versorgt werden

Im Jahr 2019 erzeugten Windkraftanlagen auf See 24,4 Milliarden Kilowattstunden Strom (kWh) (netto). Damit kann der Strombedarf von rund acht Millionen Haushalten in Deutschland gedeckt werden – und das Potenzial der Windenergie auf See ist noch bei weitem nicht ausgeschöpft. Der BDEW begrüße daher, dass die Bundesregierung die Anhebung der Ausbauziele für Windenergie auf See beschlossen hat. Würde das Ziel von 20 Gigawatt bis 2030 erreicht, könnte dann bereits weit mehr als die Hälfte aller Haushalte in Deutschland mit der auf See erzeugten Strommenge versorgt werden, heißt es in einer Presseinformation des Verbandes vom 30.06.2020. weiterlesen…

MdB Stefan Kaufmann Innovationsbeauftragter „Grüner Wasserstoff“

„Wichtiger Schritt zur Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie“

Als ersten wichtigen Schritt zur Umsetzung der kürzlich vom Bundeskabinett beschlossenen Nationalen Wasserstoffstrategie hat Bundesforschungsministerin Anja Karliczek am 19.06.2020 den Bundestagsabgeordneten Stefan Kaufmann (CDU) zum Innovationsbeauftragten „Grüner Wasserstoff“ bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung ernannt. Der 50jährige Stuttgarter ist seit 2009 MdB und Obmann der Unionsfraktion im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, außerdem seit September 2018 Vorsitzender der Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“. weiterlesen…

„Fehlentscheidung wider besseres Wissen“

„Die Bundesregierung setzt mit blauem Wasserstoff auf eine klimaschädliche Scheinlösung“

Die Bundesregierung wolle in ihrer „Nationalen Wasserstoffstrategie“, die am 10.06.2020 vom Kabinett verabschiedet wurde, die Nutzung von angeblich klimaneutralem „Blauen Wasserstoff“ im großen Stil ermöglichen. Klimafreundlich sei aber nur Grüner Wasserstoff, den Elektrolyseure mithilfe von erneuerbaren Energien produzierten, kritisiert Greenpeace Energy-Wasserstoffexperte Marcel Keiffenheim: weiterlesen…

thyssenkrupp und RWE schmieden Wasserstoff-Bündnis

Wasserstoff-Partnerschaft der Konzerne könnte große Mengen CO2 in Stahlproduktion vermeiden

Die Traditionskonzerne thyssenkrupp und RWE wollen in einem ersten größeren Projekt gemeinsam die umweltschonende Wasserstofftechnologie vorantreiben. Die Unternehmen hätten sich darauf verständigt, auf eine längerfristige Wasserstoff-Partnerschaft hinzuarbeiten, teilten die Konzerne auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters mit, wie Handelsblatt und Wirtschaftswoche am 10.06.2020 berichten. weiterlesen…