Sitzung der Endlager-Kommission
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) rechnet weiter damit, dass bis 2031 ein Standort für ein Atommüllendlager gefunden werden kann. Sie wolle sich von dem im Standortauswahlgesetz (StandAG) vorgesehenen Zeitplan „nicht verabschieden“, auch wenn es sich dabei um ein „ehrgeiziges Ziel“ handle, sagte die Ministerin am 08.09.2014 Mittag als Gast einer Sitzung der Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe (Endlager-Kommission). Der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Bündnis 90/Die Grünen), der Mitglied der Kommission ist, zweifelte an der Machbarkeit: „Ich habe den Eindruck, dass es mehr Zeit brauchen wird.“ So sei die Forschung zum Thema Endlager-Standort bisher zu eng ausgerichtet gewesen und müsse zunächst breiter aufgestellt werden, um in der Folge aus Alternativen wählen zu können. Kritik kam auch von Jörg Sommer, Vorsitzender der Deutschen Umweltstiftung. Die Herstellung eines „gesellschaftlichen Konsens“ solle Priorität vor der „zeitlichen Fixierung“ haben. „Wir können den Zeitbedarf nicht planen“, sagte Sommer. weiterlesen…