Hohle Glasfasern für UV-Licht
Neue Lichtwellenleiter verbessern Präzisionsuntersuchungen in Physik, Chemie und Umweltwissenschaften
Wer möglichst verlustfrei Licht in Glasfasern auf die Reise schicken will, nimmt am besten Infrarotlicht wie in den weltweiten Telekommunikationsnetzen. Aber für bestimmte Anwendungen, etwa für spektroskopische Untersuchungen an Ionen oder Atomen, braucht man (Laser-)Licht im ultravioletten Spektralbereich. Das jedoch zerstört herkömmliche Glasfasern schnell. Nun haben Forscher des Max-Planck-Institutes für die Physik des Lichts in Erlangen und des QUEST-Institutes in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt eine neue Sorte von Glasfasern mit einem hohlen Kern erprobt und festgestellt: Diese Fasern leiten UV-Laserlicht mit akzeptablen Verlusten und ohne dabei zerstört zu werden. Ihre Untersuchungen, über die sie jüngst in der Zeitschrift Optics Express berichteten, sind für viele Anwendungen interessant: Neben der Präzisionsspektroskopie an Atomen oder Ionen und dem Einsatz in optischen Atomuhren und Quantencomputern sind das etwa die Fluoreszenzmikroskopie in der Biologie, die Untersuchung von Prozessplasmen, Verbrennungsstudien an Ruß oder die Spektroskopie von Treibhausgasen. weiterlesen…