Strom vom eigenen Dach oder aus Region senkt Kosten und erhöht Akzeptanz

Neue Publikation: Chancen und Herausforderungen bei Eigenverbrauch und regionaler Direktvermarktung von erneuerbarem Strom

Besitzer einer Solarstromanlage und Grünstromlieferanten sollen nach dem Willen der Bundesregierung für selbst verbrauchten oder regional vermarkteten Strom künftig die EEG-Umlage bezahlen. Bislang befreite der Gesetzgeber den so genannten Eigenstromverbrauch – auf verlangte für Ökostrom, der nicht über die Strombörse, sondern direkt an einen Grünstromhändler verkauft wurde, nur einen ermäßigter Satz. Für Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, eine logische Vorgehensweise. „Eigenverbrauch von Ökostrom und regionale Direktvermarktung haben den Vorteil, dass Strom dort verbraucht wird, wo er produziert wird. Beide dienen der dezentralen Energiewende und machen lange Transportwege überflüssig. Zudem erhöht der Strombezug von Anlagen aus der Region die Akzeptanz für die Energiewende vor Ort“, betont Vohrer. weiterlesen…

AKW als Geschenk – sollen wir’s einpacken?

Man nennt es „übertölpeln“: Kinder spielen solche Spiele, „schenken“ einander mit der Aufforderung: „Augen zu!“ Sachen, die sich als leer, lästig oder schmutzig herausstellen – und rufen dann: „Geschenkt ist geschenkt!“ Man will es kaum glauben: Aber die großen EVU scheinen es wirklich für möglich zu halten, die Regierung auf ähnliche Weise zu übertölpeln. Sie wollen der Regierung ihre hochsubventionierten ehemaligen Goldesel namens „Atomkraftwerke“ schenken, weil diese ihrer Goldesel-Eigenschaft verlustig gehen und nur noch Heu fressen und tun dabei so, als wären sie hiervon überrascht worden. Gleichzeitig erwecken sie den Anschein, als könnten sie 36 Milliarden Euro angeblich gebildeter Rückstellungen in eine Stiftung einzahlen; die hätte dann für alles aufzukommen: Den Restlauf bis zur Abschaltung, den Abriss (euphemistisch „Rückbau“) und die Endlagerung des Atommülls (Dauer, Art und Ort unbekannt). Diese 36 Milliarden haben sie aber gar nicht: Experten sagen, die stünden nur als Buchgeld auf dem Papier. Aber selbst wenn sie das Geld hätten: Es würde hinten und vorne nicht einmal für den Abbau der strahlenden Beton-Riesen ausreichen, geschweige denn für eine mehrere tausend Jahre dauernde terror- und erdbebensichere Endlagerung des hochgefährlichen Abfalls. weiterlesen…

BDI und PwC: Energiepreissorgen

BDI-PwC-Mittelstandspanel: gedämpfter Optimismus – Regierung schlechter benotet

Der deutsche Mittelstand blickt überwiegend zuversichtlich auf die zweite Jahreshälfte 2014. Die Unsicherheiten über die Folgen der Energiewende und die Energiesicherheit allgemein entwickeln sich jedoch zu einem langfristigen Belastungsfaktor, zeigt das aktuelle BDI-PwC-Mittelstandspanel. weiterlesen…

EVU wollen AKW-Auslaufmodelle loswerden

Bad Bank für Kernkraftwerke: Empörung über Atom-Pläne der Energieriesen

Eon, RWE und EnBW haben vorgeschlagen, ihre auslaufenden Atomkraftwerke dem Staat zu übergeben, bevor die Abwicklung auf ihre Kosten geht. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Die Meldung löste Stürme der Kritik aus. „Schäbig“ und „skandalös“ finden Grüne und Linke laut Spiegel den Plan. Und auch die SPD-Umweltministerin halte „offenbar nicht viel davon“. weiterlesen…

„Energiewende nicht kentern lassen!“

10.05.2014 in Berlin: 12.000 bei Großdemonstration zu Lande und zu Wasser

„Mit ihrer Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) will die Regierung die Energiewende ausbremsen“, erklärte der Demonstrationsveranstaler  Bündnis Energiewende retten! (u.a. aus BUND, ausgestrahlt, Campact und den NaturFreunden sowie 29 weiteren) und rief – „kurz bevor in Bundestag und Bundesrat über den Gesetzentwurf entschieden wird“ – zu einer Großdemonstration in Berlin auf, „zu Lande und zu Wasser. Damit die Energiewende nicht kentert.“ Denn die Regierung setze wieder auf Kohle- und Atomkraft. weiterlesen…

Atombefürworter führt Vattenfall

Magnus Hall will Wind- und Wasserkraft, Kohle und Kernkraft erforschen und fördern – Aus für CCS – Entlassungen

Der Vattenfall-Verwaltungsrat hat – wie berichtet – überraschend Magnus Hall zum neuen CEO des staatlich-schwedischen Energiekonzerns gewählt. Er löst Amtsinhaber Øystein Løseth ab. Der 54jährige Hall ist kein Energiefachmann, er hat nahezu 30 Jahre lang beim Holz- und Papierkonzern Holmen – zuletzt als CEO – gearbeitet. Aber, so ließ er wissen, Holmen Paper sei immerhin einer der größten inländischen Stromkunden des Vattenfall-Konzerns. weiterlesen…

G7 für mehr Energiesicherheit – Kritik

Gabriel: „Internationale Verständigung im Energiesektor schaffen – Energie darf nicht zur Waffe werden“ – Fell: „Nichts verstanden“

Die Energieminister der führenden Industriestaaten haben sich bei einem Sondertreffen in Rom am 06.05.2014 auf gemeinsame Maßnahmen für höhere Energiesicherheit verständigt. Bundesminister Sigmar Gabriel erklärte, Energie dürfe nicht zu einer Waffe werden. Neben technischen Veränderungen im Energiemarkt bedürfe es einer Begleitung durch die internationale Politik – so Mitteilungen aus seinem Ministerium. Die Energieminister  seien sich einig gewesen, dass gemeinsame Anstrengungen jetzt notwendig seien, um die Energiesicherheit langfristig zu erhöhen. weiterlesen…

Neuer Rekord für Erneuerbare

Erste Quartalszahlen: Öko-Stromverbrauch steigt auf Rekordwert von 27 Prozent – Gründe: Weiterer Zubau und günstige Witterung

Der weitere Zubau und die günstigen Witterungsverhältnisse haben den Erneuerbaren Energien zum Jahresanfang einen neuen Rekordwert beschert, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am 10.05.2014 vorab mit. Der Anteil der regenerativen Energien am Brutto-Inlandsstromverbrauch sei im ersten Quartal 2014 nach ersten Berechnungen voraussichtlich auf 27 Prozent gestiegen. Im ersten Quartal 2013 waren es noch 23 Prozent. weiterlesen…

Lenkungsausschuss für SDSN Germany benannt

Führende Wissensinstitutionen benennen Lenkungsausschuss für neue deutsche Nachhaltigkeitsinitiative: SDSN Germany

Zehn deutsche Wissensinstitutionen benannten am 09.05.2014 erste Mitglieder für den prominent besetzen Lenkungsausschuss des neuen deutschen Sustainable Development Solutions Network (SDSN Germany). Unter dem Dach des globalen Sustainable Development Solutions Network (SDSN) setzt sich die deutsche Initiative für eine nachhaltige Entwicklung Deutschlands und weltweit ein und will zu konkreten Nachhaltigkeitsprojekten beitragen. „Dass sich auch in einem großen Industrieland wie Deutschland ein nationales SDSN gegründet hat, sehe ich als wichtigen Schritt hin zu einem globalen Entwicklungsverständnis“, so SDSN-Exekutivdirektor Guido Schmidt-Traub. „Nachhaltige Entwicklung ist Herausforderung und Chance für alle Länder dieser Welt, nicht nur für den globalen Süden“. weiterlesen…