Grüner Wasserstoff: Katalysator-Oberfläche im Blick

Forschende untersuchen erstmals Verhalten von Katalysator für Wasser-Elektrolyse auf atomarer Ebene

Mit Strom aus erneuerbaren Energien hergestellter Wasserstoff gilt als Schlüsselelement der Energiewende: Er kann aus Wind und Sonne gewonnene Energie CO2-neutral chemisch speichern. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forschende die Prozesse an der Oberfläche des Iridiumoxid-Katalysators für die Wasser-Elektrolyse untersucht. Ihren Forschungsbeitrag zur Entwicklung verbesserter und effizienterer Katalysatoren stellen sie in einer Medienmitteilung vom 17.08.2021 und im Journal ACS Catalysis der American Chemical Society vor (CC BY-NC-ND 4.0). weiterlesen…

Batterien: Zelldicke ist nicht gleich Zelldicke

Mittels Volumenveränderungen Ladezustand, Alterung und Leistungsfähigkeit vorhersagen

Moderne Li-Ionen-Batteriezellen, wie sie unter anderem in Elektroautos verwendet werden, sind keine statischen Objekte. Sie verhalten sich bei Benutzung vielmehr dynamisch und verändern beim Laden und Entladen aufgrund von chemisch-physikalischen Vorgängen auf atomarer Ebene ihre Abmessungen. Gleiches passiert auch beim Altern, wenn irreversible Änderungen der Materialstruktur von Elektroden auftreten, die zu einer Veränderung der gesamten Batterie-Dicke führen. Forschenden am Institut für Photovoltaik der Universität Stuttgart dagegen kommt die Dynamik gelegen. (Bild: Kumulierte Ausdehnung des Zellradius über einen Lade- und Entladezyklus hinweg – CT -Bild des Innenlebens der Batteriezelle – © Universität Stuttgart, IPV) weiterlesen…

Fraunhofer THM: Batterie 4.0

Aluminium-Ionen-Batterie potenzieller Nachfolger der Lithiumtechnologie

Alle Prognosen sagen einen drastisch steigenden Bedarf an elektrischen Speichern voraus. Deshalb müssen verstärkt neuartige Materialsysteme zur Marktreife geführt werden. Nachhaltige Zellkonzepte berücksichtigen neben Sicherheits- und Kostenaspekten die Substitution kritischer Rohstoffe, recycling-gerechte Designs und weitere Anforderungen der Kreislaufwirtschaft. Eine vielversprechende Batterietechnologie ist laut einer Medienmitteilung vom die Aluminium-Ionen-Batterie (AIB), die am Technologiezentrum Hochleistungsmaterialien (THM) in Freiberg entwickelt wird. (Foto: Die wichtigsten Komponenten einer Aluminium-Ionen-Batterie: Graphitpulver, Aluminium-Folie und ein spezieller Elektrolyt aus einer bei Raumtemperatur flüssigen Salzschmelze – Foto © Maximilian Wassner, Fraunhofer THM) weiterlesen…

Leibniz-Uni publiziert Standortplanungsdaten von Windgeneratoren

Ergebnisse aus fünf Jahren Forschung online und frei verfügbar

Die Energiewende ist zentral für die Reduzierung der CO2-Emissionen. Dass sie in Deutschland schneller vorangehen muss als bisher, ist inzwischen unbestritten. Einer der Schlüsselfaktoren dafür ist, die Umsetzung vor Ort planerisch so vorzubereiten, dass Konflikte um Standorte und Ausmaß der Ansiedlung von Wind- und Solarenergieanlagen weitgehend vermieden werden. Um diesen Prozess zu unterstützen, stellt das Institut für Umweltplanung der Leibniz-Universität Hannover (LUH) einer Medienmitteilung vom 17.08.2021 zufolge Ergebnisse aus fünf Jahren Forschung zur Umsetzung der Energiewende im Einklang mit Mensch und Natur online zur Verfügung. weiterlesen…

2,3-Millionen-Schub für Klimawandel-Forschung

Senatskanzlei fördert Climate Change Center Berlin Brandenburg

Der Berliner Senat will das Climate Change Center (CCC) Berlin Brandenburg mit vier Universitäten, Forschungsinstituten und Think Tanks unter Federführung der Technischen Universität Berlin mit 2,3 Mio. Euro fördern – so eine gemeinsame Medienmitteilung der Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung vom 16.08.2021 und der Technischen Universität Berlin. Berlin soll als Zentrum der Forschung über den Klimawandel und den Umgang mit seinen Folgen weiter gestärkt und die breite wissenschaftliche Expertise in der Metropolregion besser vernetzt werden. weiterlesen…

Flexibilitätswende

Einbindung industrieller Energiesysteme in regionale Strommärkte zur Stabilisierung des Stromnetzes

Damit Verbraucher und Industrie möglichst schnell mit immer größeren Anteilen von Wind- und Solarstrom versorgt werden können, muss das deutsche Energiesystem flexibler werden. Das geht nicht ohne die Industrie. Als einer der größten Energiekunden sollte sie künftig mit ihrem Bedarf aber auch mit der Bereitstellung und Speicherung von Energie aktiv und flexibel an den Energiemärkten handeln. Wie das geht und wie sich das lohnen kann, erforscht, erprobt und verwirklicht angewandte Forschung der Berliner Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik (GFaI) aus der Zuse-Gemeinschaft. weiterlesen…

DLR-Projektträger zu IPCC-Bericht

Weltklimarat: Erhöhte Risiken durch fortschreitenden Klimawandel

Der Weltklimarat IPCC hat am 09.08.2021 den ersten Band seines Sechsten Sachstandsberichts vorgestellt. Basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen zeigt sich, dass mittlerweile in allen Regionen weltweit konkrete Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels nachweisbar sind. An der Verabschiedung des Berichtes war auch der DLR-Projektträger mit der Deutschen IPCC-Koordinierungsstelle beteiligt. (Bild: Titel des 1. Teils des 6. IPCC-Sachstandsberichts – © ippc.com) weiterlesen…

Kernkraft auf dem Rückzug

Die konventionelle Atomenergie hat ausgedient, aber die Kernfusion könnte noch eine Wunderwaffe sein – von Gerard Reid

Kernreaktoren setzen eine erstaunliche Menge an Energie frei. In der Praxis kann ein Kilogramm Uran so viel Energie freisetzen wie 1.500 Tonnen Kohle. Bestehende Kernkraftwerke sind außerdem billig im Betrieb und CO2-frei, was den zusätzlichen Vorteil hat, dass sie keine Luftschadstoffe ausstoßen. Das eigentliche Problem bei der Kernenergie ist jedoch, dass die Kosten für den Bau neuer Anlagen im Laufe der Jahre gestiegen sind, ebenso wie die Kosten für die Stilllegung bestehender Anlagen. Hinzu kommt, dass die öffentliche Unterstützung für die Kernenergie nach einer Reihe von Unfällen – zuletzt in Fukushima – nachgelassen hat und die Atomindustrie nicht in der Lage ist, neue Anlagen fristgerecht oder innerhalb des Budgets zu bauen. Und schließlich ist es sehr schwierig, selbst für Pilotanlagen der nächsten Generation von Kerntechnologien eine Baugenehmigung zu erhalten. weiterlesen…

2021 höchster Anstieg der THG-Emissionen seit 1990

Prognose von Agora Energiewende – BEE fordert zügige Maßnahmen für EE-Ausbau

Berechnungen von Agora Energiewende zeigen, dass die Treibhausgasemissionen Deutschlands 2021 gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich um rund 47 Millionen Tonnen CO2 ansteigen und damit nur noch um 37 Prozent unter dem Niveau von 1990 liegen – so eine Medienmitteilung aus dem Think Tank. Damit steht die Bundesrepublik vor dem größten Anstieg von Treibhausgasemissionen seit 1990 – dem Referenzjahr, an dem internationale Klimabemühungen gemessen werden. Das deutsche Klimaziel von 2020 würde so dieses Jahr wieder verfehlt. Der BEE fordert, das Tempo bei der Energiewende zu erhöhen und „Erneuerbare-Beschleunigungspaket“ auf den Weg zu bringen – der BUND ein „Klimaschutzsofortprogramm“. weiterlesen…

1.000 Standorte für Schnellladesäulen und Preismodell

Scheuer stellt Deutschlandnetz vor

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat am 16.08.2021 laut einer Medienmitteilung aus dem BMVI den Startschuss für die Ausschreibung des Deutschlandnetzes gegeben. Um die Grundversorgung mit Schnellladeinfrastruktur im Mittel- und Langstreckenverkehr bereitzustellen, schreibt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Errichtung und den Betrieb von gut 1.000 Schnellladestandorten mit jeweils mehreren Ladepunkten aus. Damit entstehen mehrere Tausend neue Schnellladepunkte – das Deutschlandnetz. Sie ergänzen die bereits vorhandenen großen Schnellladestandorte und sorgen so deutschlandweit für eine flächendeckende und bedarfsgerechte Schnellladeinfrastruktur. Ladeleistungen bis 300 kW müssen vor Ort ermöglicht werden. (Grafik: Deutschlandnetz der 1.000 Ladestationen – © bmvi.de) weiterlesen…