Moorbrände setzen weniger klimaschädliche Gase frei als gedacht

Tübinger Forscher entdecken Mechanismus, der Methanausstoß verringert – neuer Faktor für globale Klimamodelle

Durch Klimaveränderungen entstehen in Mooren der nördlichen Breiten immer häufiger Großbrände, die gewaltige Mengen Kohlendioxid freisetzen. Allerdings geht nicht die ganze Biomasse des Moores in Rauch auf, teilweise wird sie unter Luftabschluss verkohlt. Nun haben Tianran Sun und Professor Lars Angenent aus der Umweltbiotechnologie der Universität Tübingen in Zusammenarbeit mit Kollegen der Cornell University in den USA entdeckt, dass die verkohlte Biomasse den Ausstoß des natürlicherweise im Moor entstehenden Methangases verringert. Sie schätzen, dass dadurch in den Torflandschaften nach einem Feuer langfristig 13 bis 24 Prozent weniger Methan freigesetzt wird als zuvor. weiterlesen…

Startschuss für Partikelzählung im Abgas

Physikalisch-Technische Bundesanstalt veröffentlicht einheitliche Anforderungen für Abgas-Partikelzähler

Abgase eines Busses - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyFür bessere Luft in den Innenstädten und Klimaschutz – das Zählen von Rußpartikeln soll zukünftig fester Bestandteil der Abgasuntersuchung von Diesel-Pkw sein. Diese Aufgabe erfordert eine ganz neue Art von Messgeräten, die erst einmal entwickelt, geprüft und von den Werkstätten beschafft werden müssen. Um hier eine einheitliche Qualität zu gewährleisten, hat die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) die messtechnischen Anforderungen an solche Partikelzähler in Kooperation mit den betroffenen Stellen erarbeitet und am 08.07.2021 veröffentlicht. weiterlesen…

Auf dem Feld verrottende Pflanzenreste gut fürs Klima

CO2-Speicherung durch abgestorbene Pflanzenteile

Im Boden verrottende Pflanzen sind nicht nur als Kompost wertvoll. Tatsächlich spielen Pflanzenreste eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, den Kohlenstoff im Boden zu halten, was für die Reduzierung der CO2-Emissionen des Planeten wichtig ist. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Forschenden der Technischen Universität München (TUM) und anderen Institutionen. weiterlesen…

Wie erneuerbarer Wasserstoff wettbewerbsfähig wird

Politische Instrumente zur Unterstützung von grünem H2

Damit erneuerbarer Wasserstoff in der EU wettbewerbsfähig wird, fallen bis Ende des Jahrzehnts Fördersummen in Höhe von 10 bis 24 Milliarden Euro jährlich an. Das zeigt eine gemeinsame Studie des Thinktanks Agora Energiewende und Guidehouse. Um die Ausgaben für den Ausbau der erneuerbaren Wasserstoffproduktion ökonomisch sinnvoll zu gestalten, sollten Fördermittel zunächst in die Bereiche fließen, wo künftig unumstrittenen und unerlässlich Bedarf an erneuerbarem Wasserstoff entsteht – etwa in der Industrie als Ersatz für Erdgas oder für Flugzeugtreibstoffe. weiterlesen…

Bergpanorama mit Windrad unerwünscht

Forschende des KIT beziffern Energiesystemkosten bei Ausbaustopps für Windenergie in schönen Landschaften

Ob Alpenvorland, Mittelgebirge oder Meeresküste – in den schönsten Landschaften Deutschlands stößt der Windkraftausbau häufig auf Ablehnung. Was genau das für die Energiewende bedeutet, das haben Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gemeinsam mit Partnern aus Großbritannien und Dänemark untersucht. In der Fachzeitschrift Patterns (DOI: 10.1016/j.patter.2021.100301) rechnen sie vor, dass die Kosten für eine Kilowattstunde bis sieben Cent sowie die CO2-Emissionen bis 200 Gramm steigen könnten. weiterlesen…

In Wunsiedel entsteht eine der größten CO2-freien Wasserstoffproduktionen

Offizieller Spatenstich für grüne Wasserstofferzeugung von Siemens

Ministerpräsident Markus Söder gab das Startsignal für ein H2-Leuchtturmprojekt in Deutschland: Mit 8,75 Megawatt elektrischer Leistung entsteht in Wunsiedel eine der größten CO2-freien deutschen Wasserstofferzeugungsanlagen. Die Inbetriebnahme erfolgt im Sommer 2022 mit einer jährlichen Erzeugung bis 1.350 Tonnen Wasserstoff und CO2-Einsparungen bis 13.500 Tonnen. Die Investitionen tragen Siemens Financial Services, Rießner Gase GmbH und SWW Wunsiedel GmbH als Betreibergesellschaft WUN H2. WUN H2 soll den Raum Nordbayern, Thüringen und denangrenzenden Bereich in Tschechien mit Wasserstoff versorgen. (Grafik: Visualisierung der Wasserstoff-Produktion WUN H2 – © press.siemens.com) weiterlesen…

Schwacher Wind sorgt für Rückgang des Anteils erneuerbarer Energien

ISE: Nettostromerzeugung im 1. Halbjahr 2021 – Kohlestrom fast 40% plus

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat am Daten zur öffentlichen Nettostromerzeugung für das erste Halbjahr 2021 vorgestellt, die aus der Datenplattform Energy-Charts hervorgehen. Mit einem Anteil von 47,9 Prozent an der Nettostromerzeugung zur öffentlichen Stromversorgung – also dem Strommix, der aus der Steckdose kommt – lag die Erzeugung aus erneuerbaren Energien deutlich unter dem Vorjahr (55,8 Prozent). (Grafk: Nettostromerzeugung aus Kraftwerken zur öffentlichen Stromversorgung, der Strommix, der tatsächlich aus der Steckdose kommt – © Fraunhofer ISE, B. Burger, www.energy-charts.info) weiterlesen…

Starkregen und Hitze – neue Details zum Klimawandel

Mögliche Klimaänderungen auf Landkreisebene – neuer Klimaservice im GERICS

Die globale Erderwärmung schreitet voran. Längst ist die 1-Grad-Marke überschritten. Die Folgen sind auch in Deutschland spürbar: Die Zahl der Hitzetage etwa nimmt zu, Extremwetterereignisse werden häufiger. Doch wie sieht es konkret bis zum Ende des Jahrhunderts aus? Forschende des Climate Service Center Germany (GERICS), einer Einrichtung des Helmholtz-Zentrums Hereon, haben hierzu „Klimaausblicke“ für Regionen und Landkreise entwickelt. Damit stellen sie mögliche Klimaänderungen für die kommenden Jahrzehnte anhand von 17 Kennwerten bereit. weiterlesen…

CO2-Recycling mithilfe von Plasma und Elektrolyse

Plasmen in Flüssigkeiten zünden

Plasmen in Flüssigkeiten werden längst bei Wasserreinigung und Wundbehandlung angewendet. Nun sollen sie die Effizienz und Lebensdauer von Elektrolysezellen verbessern, die zur CO2-Umwandlung eingesetzt werden. Forschenden der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ist es gelungen, den Zündungsprozess von Plasma unter Wasser anzuschauen und zeitscharf zu verfolgen. Physikerin Katharina Grosse lieferte die ersten Datensätze mit sehr hoher Zeitauflösung und unterstützt so eine neue Hypothese zur Zündung dieser Unterwasserplasmen. (Foto:Plasmazündung unter Wasser – mehrere Plasmaentladungen durch lange Belichtungszeit eingefangen – Große Plasmaelektrolyse – © Damian Gorczany, RUB) weiterlesen…

Wissenschaftler verwerten CO2 effizienter mit Magneten

Mit intensivierter Elektrolyse

Seit Jahrzehnten arbeiten Forscher daran, überschüssige atmosphärische CO2-Emissionen zu verringern. Ein vielversprechender Ansatz besteht darin, atmosphärisches CO2 abzufangen und es dann durch CO2-Elektrolyse in wertschöpfende Chemikalien und Zwischenprodukte wie Ethanol, Ethylen und andere nützliche Chemikalien umzuwandeln. Während erhebliche Forschungsanstrengungen unternommen wurden, um die Geschwindigkeit und Selektivität der CO2-Elektrolyse zu verbessern, wurde die Verringerung des Energieverbrauchs dieses leistungsstarken Prozesses bisher nur unzureichend erforscht. Eine Publikation in ACS Energy Letters könnte hierzu Aufschluss geben. weiterlesen…