Aurora: 2040 weltweit mehr als 213 GW Elektrolyseure

Tausendmal gegenwärtige Kapazität

Die Realisierung dieser Projekte würde eine Vertausendfachung der aktuellen Kapazität bedeuten – so am 14.05.2021 auf pv magazine. Fast ein Viertel (23 %) des Volumens soll den Analysten zufolge in Deutschland entstehen, in Europa insgesamt 85 %. Allerdings seien viele Projekte noch in einer sehr frühen Konzeptphase. Im November hatte Aurora Energy Research den europaweiten Wasserstoffmarkt analysiert und seine Entwicklung bis 2050 modelliert. Demnach dürfte sich der Bedarf an Wasserstoff in Europa bis 2050 auf 2500 Terawattstunden pro Jahr verachtfachen. Am 11.05.2021 haben sich die Analysten für die neue Halbjahres-Ausgabe ihres Hydrogen Market Attractiveness Report (HyMAR) die weltweit geplanten Elektrolyseur-Kapazitäten genauer angesehen. (Foto: Elektrolyseur in C2C-Pilotanlage – © PPP Schlögl, FHI-MPG Berlin) weiterlesen…

Regierung muss Jugend vor Klimaschäden schützen

Urteil in Australien – widersprüchliches Echo des Kohlekonzerns

Ein Urteil, das aufhorchen lässt: Australiens Regierung muss junge Menschen vor drohenden Klimaschäden schützen. Acht Teenager und eine 86jährige Ordensfrau hatten eine einstweilige Verfügung dagegen beantragt, dass die Regierung die Erweiterung der Vickery-Kohlemine von Australiens größtem Kohlekonzern Whitehaven Coal im Norden von New South Wales genehmigt – der widerspricht, „freut sich“ gar. (Foto: Tagebau Kalgoorlie, Westaustralien – © Stephen Codrington, CC BY 2.5, commons.wikimedia.org). weiterlesen…

„Das Unternehmen sieht eine anhaltende Rolle für qualitativ hochwertige Kohle als Beitrag zu den weltweiten Bemühungen um eine Reduzierung der CO₂-Emissionen bei gleichzeitiger Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung in unserer nahen Region. Es besteht eine starke Marktnachfrage nach dem hochwertigen Produkt.“ Australiens größter Kohlekonzern Whitehaven Coal in einer Reaktion auf ein wegweisendes Urteil des Bundesgerichtshofs (siehe weiterlesen…

Neue Einblicke in schaltbare MOF-Strukturen an MX-Beamlines

BESSY II in Berlin-Adlershof

Metallorganische Gerüstverbindungen (MOFs) finden breite Anwendung in Gasspeicherung, Stofftrennung, Sensorik oder Katalyse. Eine spezielle Klasse dieser MOFs hat nun ein Team um Prof. Stefan Kaskel, TU Dresden, an den MX-Beamlines von BESSY II untersucht. Es handelt sich um „schaltbare“ MOFs, die auf äußere Reize reagieren können. Ihre Analyse zeige, so eine Medienmitteilung des HZB, wie das Verhalten des Materials mit Übergängen zwischen geordneten und ungeordneten Phasen zusammenhängt. Die Ergebnisse sind nun in Nature Chemistry publiziert. weiterlesen…

Mülheimer Forscher lösen  weiteres Rätsel der Photosynthese

Chemische Isomerisierungsreaktion

“Grüner” Wasserstoff wird häufig als das “Petroleum von Morgen” bezeichnet. Um eine klimaneutrale Versorgung mit Brennstoffen zu gewährleisten, muss die Energieindustrie von Kohlenstoff basierten Brennstoffen auf „Solar fuels“ umstellen, die mit Hilfe von Sonnenlicht im Rahmen einer artifiziellen Photosynthese gewonnen werden. Ein Baustein auf dem langen und komplizierten Weg zu dieser Umstellung, ist ein präzises Verständnis der Chemie im innersten Zentrum der biologischen Photosynthese. Die hohe Effizienz des natürlichen Wasserspaltungskatalysators könnte jetzt durch eine chemische Isomerisierungsreaktion erklärt werden – so eine Medienmitteilung des Mülheimer Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung vom 27.05.2021 (Grafik: Zwei Isomere des wasseroxidierenden Katalysators entstammen den unterschiedlichen Verzerrungen entlang alternativer „Jahn-Teller“ Achsen; diese strukturelle Heterogenität führt zu einer bisher nie charakterisierten mechanistischen Vielfalt – © MPI für Kohlenforschung). weiterlesen…

„Big Oil’s böser, böser Tag“

Lesehinweis auf Artikel von Bill McGibben im New Yorker

Die vernichtenden Schläge gegen drei der größten Ölkonzerne der Welt haben deutlich gemacht, dass die Argumente, die viele seit Jahrzehnten vorgebracht haben, auf höchster Ebene angekommen sind. In dem vielleicht bisher katastrophalsten Tag für die traditionelle fossile Brennstoff-Industrie hat eine bemerkenswerte Reihe von Aktionärsabstimmungen und Gerichtsurteilen die Zukunft von drei der größten Ölkonzerne der Welt durcheinander gebracht – schreibt Bill McKibben am 26.05.2021 im New Yorker. weiterlesen…

Australiens neuartiger grüner Stahl

Fortescue Metals erwägt nachhaltige Stahlproduktion – Ammoniak im Vormarsch

Geschmolzener Stahl - © Erdenebayar auf pixabayNoch ist nicht endgültig erwiesen, ob die Produktion von Stahl aus Eisenoxid per Direktreduktion (ohne Kohle oder Wasserstoff) funktioniert – stromintensiv wird das Verfahren auf jeden Fall sein. Zu einem Pionier bei der Herstellung derartigen grünen Stahls will sich der australische Eisenerzmagnat Andrew Forrest, Gründer und Eigentümer von Fortescue Metals (FMG, drittgrößter Eisenerzproduzent Australiens), aufschwingen. Bereits 2021 soll mit dem Bau einer Pilotanlage begonnen werden. Innerhalb der nächsten fünf Jahre ist in der Eisenerzregion Pilbara der Bau einer kommerziellen Anlage geplant. (Foto: Geschmolzener Stahl – © Erdenebayar Bayansan auf pixabay) weiterlesen…

PtX-Atlas zeigt erstmals weltweite Potenziale

Flächenverfügbarkeit, Wetterbedingungen, lokale Wasserverfügbarkeit, Naturschutz, Investitionssicherheit und Transportkosten

Viele Regionen der Welt bieten gute Bedingungen für die Produktion von grünem Wasserstoff sowie regenerativ erzeugten synthetischen Kraft- und Brennstoffen. Wie groß die jeweiligen Potenziale im Detail sind, zeigt der erste globale Power-to-X-Atlas, den das Fraunhofer Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE am 26.05.2021 vorgelegt hat. Die Bewertung der technischen und ökonomischen Potenziale basiert auf umfangreichen Analysen beispielsweise der Flächenverfügbarkeit und den Wetterbedingungen. Auch Faktoren wie die lokale Wasserverfügbarkeit, den Naturschutz, die Investitionssicherheit oder die Transportkosten haben die Forscher berücksichtigt. Der PtX-Atlas ist online verfügbar ab dem 01.06.2021. weiterlesen…

Finanzsystem fehlt in bisherigen Klimaschutzszenarien

Ohne Nachhaltigkeit kein zukünftiges Wirtschaftssystem

Um die globale Erwärmung zu begrenzen, ist eine tiefgreifende Transformation von Energie, Produktion und Konsum in unseren Volkswirtschaften erforderlich. Dabei muss das Finanzsystem eine proaktive Rolle einnehmen. Die bisher verwendeten Klimaschutzszenarien vernachlässigen aber eher dessen dynamische Rolle. Erst die Einbindung der Finanzmärkte zeigt Forschenden der Universität Zürich zufolge, dass das Finanzsystem sowohl eine beschleunigende als auch eine hemmende Rolle auf dem Weg zu einem nachhaltigen Wirtschaftssystem spielen könne. weiterlesen…

Umwelt- und Klimaziele gesteckt, jetzt Zeit der Umsetzung

Aufgaben der kommenden Bundesregierung: ein Zukunftsimpuls zum Wahljahr 2021 des Wuppertal Instituts

Die kommende Bundesregierung muss aus ambitionierten Zielen eine erfolgreiche Ressourcen- und Klimapolitik machen und dabei alle Bürgerinnen und Bürger mitnehmen – so der Zukunftsimpuls des Wuppertal Instituts zur Bundestagswahl 2021 vom 26.05.2021. Er zeigt, welche Maßnahmen notwendig sind, um die Transformation in eine klimafreundliche und ressourcenleichte Zukunft jetzt konsequent einzuleiten. weiterlesen…