Standardisierung des PV-Recyclings

Projekt „ReSi-Norm“

Bis 2030 rechnet die International Renewable Energy Agency IRENA mit 2.840 Gigawatt an installierter Kapazität für Solarenergie. Einer Untersuchung des Fraunhofer ISE zufolge sind in Deutschland (Ende 2020) circa 54 GW bereits installiert – das entspricht zwei Millionen Anlagen. Auch wenn ihre Lebenszeit recht lang ist und sie bis zu 30 Jahre in Betrieb bleiben, müssen sie irgendwann entsorgt und im besten Fall recycelt werden. Dafür wird laut einer Medienmitteilung vom 19.05.2021 unter Federführung der Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS ein ganzheitlicher Ansatz für das Solarmodulrecycling realisiert, der alle Faktoren zur Normung entlang des gesamten Wertstoffkreislaufs abdeckt. weiterlesen…

Vermehrter Zubau großer PV-Dachanlagen in Ost-West-Richtung mit kleinen Neigungswinkeln

Auswertung von 2000 bis heute

In einer jüngst verfassten Kurzstudie erstellten Wissenschaftler der Abteilung Energiesystemanalyse am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE einer Medienmitteilung vom 19.05.2021 zufolge eine Auswertung des Marktstammdatenregisters (MaStR) und der EEG-Anlagenstammdaten für die Photovoltaik (PV). Wichtige Erkenntnisse der Analysen waren, dass mit 38 Prozent der neuinstallierten Leistung der Leistungszubau in Deutschland zunehmend im Segment „Aufdachanlagen größer 100 kW“ stattfindet, 22 Prozent der neu gebauten PV-Anlagen in West, Ost oder Ost-West-Richtung errichtet werden und 19 Prozent Neigungswinkel von kleiner als 20 Grad haben (Tabelle: Relative Anteile der verschiedenen Ausrichtungen. Quelle: Eigene Berechnung des ISE auf Basis MaStR-Daten registriert ab 31.01.2019 – © Fraunhofer ISE). weiterlesen…

Mehr Klimaresilienz durch verbesserte saisonale Vorhersagen

Vermehrten und intensiveren Phasen von Trockenheit oder Niederschlägen begegnen

Wassermangel, Überschwemmungen oder Ernteausfälle: Weltweit kommt es in Folge des Klimawandels häufiger und intensiver zu ausgeprägten Trockenn- und Regenphasen, die menschliches Leid und große wirtschaftliche Schäden verursachen. Präzisere saisonale meteorologische Vorhersagen für wasserarme Regionen durch statistische Methoden aus dem Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) helfen Entscheidungsträgern, die Folgen des Klimawandels vor Ort abzumildern. (Foto: Hochwasser am Rhein 05.02.2021, Wiesbaden – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…

Regierung definiert Grünen Wasserstoff

Schnellen Markthochlauf unterstützen

H2 grün - SymbolAls grüner Wasserstoff gilt nach einer Definition der Bundesregierung nur der, der innerhalb der ersten 5.500 Vollbenutzungsstunden eines Kalenderjahres in einer Einrichtung zur Herstellung von grünem Wasserstoff elektrochemisch hergestellt wird und bestimmte Anforderungen an den Strombezug einhält. Die Bundesregierung hat eine Verordnung zur Umsetzung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG, 19/29793) vorgelegt, mit der sie Details zu Wasserstoff, Gülleanlagen und Agro-PV-Anlagen regeln will. Konkret geht es darin dem parlamentseigenen Pressedienst heute im bundestag zufolge um eine Definition von grünem Wasserstoff und Folgen für die EEG-Umlagenbefreiung. weiterlesen…

Buchempfehlung: Deutschland 2050 – „Dann haben wir keine Fichte mehr“

Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird: „Aprikosen aus Hamburg, Kühlräume für Berlin und Hochleistungskühe im Hitzestress“

In ihrem neuen Buch „Deutschland 2050 – Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird“ geben die Autoren Nick Reimer und Toralf Staud konkrete Antworten auf die Frage, wie der Klimawandel uns in Deutschland treffen wird. Spätestens die Hitzesommer 2018 und 2019 sowie die auch 2020 anhaltende Trockenheit haben es deutlich gemacht: Der menschengemachte Klimawandel ist keine Bedrohung für die ferne Zukunft ferner Länder, der Klimawandel findet statt – hier und jetzt. Doch welche konkreten Auswirkungen wird er auf unser aller Leben in Deutschland haben? weiterlesen…

MPI-Forscher präsentieren neue Methode zur exakten Vorhersage von NMR-Parametern

Hochgenaue Ergebnisse bei niedrigem Rechenaufwand

Die Kernresonanz-Spektroskopie (“Nuclear Magnetic Resoncance” – NMR) ist eine der wichtigsten analytischen Techniken in der Chemie, die in der pharmazeutischen Industrie, der Biomedizin oder den Materialwissenschaften nicht fehlen darf. Sie dient dazu, die Struktur und Dynamik von Molekülen aufzuklären. NMR-Spektren allein genügen jedoch oft nicht für eine vollständige Strukturbestimmung und so müssen Forscher quantenchemische Berechnungen zur Ergänzung und Interpretation nutzen. Doch die bisher genutzten Methoden stießen immer wieder an Grenzen. Forscher der Abteilung für Molekulare Theorie und Spektroskopie am MPI für Kohlenforschung entwickelten nun einen neuen Ansatz, der den Durchbruch bringt und veröffentlichten ihn am 18.05.2021 open access im Journal of Chemical Physics (Grafik: Konformer des Vancomycin-Moleküls – Grafik © MPI für Kohlenforschungopen access). weiterlesen…

Detektoren erkennen nötige Wechsel

Elektroautos: Spezielle Farbstoffe könnten unnötige Reparaturen verhindern

Farbstoffe in Elektromotoren sollen künftig anzeigen, wenn Kabel-Isolierungen spröde werden und ein Austausch des Motors nötig ist. Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) haben einer Medienmitteilung vom 18.05.2021 zufolge zusammen mit ELANTAS, einem Geschäftsbereich des Spezialchemiekonzerns ALTANA, ein neues Verfahren entwickelt, mit dem die Farbstoffe direkt in die Isolierungen integriert werden können. Sie zeigen durch einen Farbwechsel an, wie stark sich die isolierende Harzschicht um die Kupferdrähte im Motor abgebaut hat. Die Ergebnisse wurden (unter CC-BY 4.0) in Advanced Materials veröffentlicht. weiterlesen…

Westgrönlands Eisschild droht teilweise zu kippen

Neue Frühwarnsignale

Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und der Freien Universität Berlin haben neue Frühwarnsignale entdeckt, die darauf hinweisen, dass der zentral-westliche Teil des grönländischen Eisschildes relativ bald einen kritischen Übergang erleben könnte. Aufgrund steigender Temperaturen, so eine am 18.05.2021 publizierte Untersuchung von Forschern aus Deutschland und Norwegen, hat die Destabilisierung des Eisschildes bereits begonnen. weiterlesen…

Landnutzungsänderungen größer als gedacht

Weltweit 32 Prozent der Gesamtfläche

Der Mensch hinterlässt weltweit seine „Fußabdrücke“ auf der Landoberfläche. Diese Landnutzungsänderungen spielen eine wichtige Rolle für Ernährung, Klima und Biodiversität. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) weisen mithilfe eines neuen Kartensatzes aus hoch aufgelösten Satellitendaten und Statistiken der vergangenen 60 Jahre nach, dass Landnutzungsänderungen viermal so groß sind wie bisher angenommen und weltweit rund 32 Prozent der Landoberfläche umfassen. Damit sind sie etwa viermal so groß wie bisher angenommen. Über ihre Ergebnisse berichteten die Forschenden in Nature Communications (Foto: Globale Landnutzungsänderungen größer als gedacht – Karte © Karina Winkler, KIT.edu). weiterlesen…

Transparenz an der Ladesäule

Weiterhin Lücken in der Eichrechtskonformität<

Nach dem Mess- und Eichgesetz (MessEG) sowie der Preisangabenverordnung (PAngV) müssen Preisangabe und Abrechnung von Ladestrom an Ladesäulen einheitlich und transparent nach Kilowattstunden erfolgen. Das internationales Marktforschungs- und Beratungsunternehmen EUPD Research hat aktuell 383 Tarife von mehr als 200 unterschiedlichen Anbietern analysiert und festgestellt (und am 18.05.2021 veröffentlicht), dass auch nach mittlerweile zwei Jahren Übergangsphase noch immer nicht einheitlich nach Kilowattstunde abgerechnet wird. Beim AC-Laden (Wechselstrom) werden immer noch zehn Prozent, beim DC-Laden (Gleichstrom) sogar 23 Prozent der Tarife nicht auf kWh-Basis abgerechnet. Blockier- und Startgebühren führen zu weiterer Intransparenz. weiterlesen…