Wie weiter mit CCS?

Standpunkt von Wolfgang Dirschauer, Vattenfall
In Deutschland, Lokomotive für Europas Klimapolitk, ist die CO2-Abscheidung und Speicherung (Carbon Capture ans Storage – CCS) hoch umstritten und wird politisch blockiert. Wolfgang Dirschauer, Klimapolitik-Chef bei Vattenfall Europe, wirft in seinem Debattenbeitrag kritische Fragen zur Umsetzung der CCS-Richtlinie der EU auf:

Die 2007 mit der EU CCS-Richtlinie furios gestartete Realisierung der Carbon Capture and Storage Technologie (CO2-Abscheidung und Speicherung) steckt europaweit in der Krise. Ausgerechnet in Deutschland, der klimapolitischen Lokomotive Europas, herrscht eine nur schwer auflösbare politische Blockade. Und das, obwohl sich die amtierende Bundesregierung noch vor kurzem die Realisierung von mindestens zwei oder drei CCS-Demonstrationsprojekten auf die Fahne geschrieben hatte. weiterlesen…

Energiewende nach Fukushima

Deutscher Sonderweg oder weltweites Vorbild?

Deutschland befindet sich in einer einmaligen Schlüsselrolle, um zu demonstrieren: ein geordneter Umstieg in ein klimaverträgliches Energiesystem ohne Atomstrom erbringt ökonomisch-gesellschaftliche Vorteile – wenn denn die richtigen Maßnahmen ergriffen werden. Der angebliche deutsche Sonderweg kann zur Stratrampe für den weltweiten ökologischen Umbau der Energiesysteme werden; Fukushima kann einen weltweiten Dominoeffekt hin zum Ausbau erneuerbarer Energien auslösen. weiterlesen…

IPP – Integrierte Produktpolitik

IPP bietet bei aktuellen und zukünftigen Problemstellungen Lösungen für die Praxis. Dabei zielt IPP auf ökologische Verbesserungen und nachhaltige Konzepte, die jedoch – und das ist der große Pluspunkt – die ökonomischen und gesellschaftlichen Aspekte einschließen. Durch IPP sollen und können Produkte und zugehörige Dienstleistungen hinsichtlich ihrer Wirkungen auf Mensch und Umwelt entlang des gesamten Produktlebenswegs kontinuierlich verbessert werden. Alle Akteure entlang der gesamten Lieferkette eines Unternehmens – vom Zulieferer bis zum Endkunden – werden bei IPP einbezogen. weiterlesen…

Desertec-Atlas

Mehr als Wüstenstrom

Um ihren Ressourcenverbrauch decken zu können wie bisher, bräuchte die Menschheit bis 2050 drei Erden. Mit diesem drastischen Vergleich beginnt der „DESERTEC Atlas“, um seinen Lösungsvorschlag für dieses Problem vorzustellen: Das Konzept sieht vor, große Wüstengebiete für die Energiegewinnung durch Photovoltaik und Solarthermie zu nutzen. Allein die jährlich auf einer Wüstenfläche von 500 mal 500 Kilometern eintreffende Sonnenenergie könnte den gesamten Energiebedarf der Menschheit für ein Jahr decken. Diese Fläche entspricht nur etwa einem Prozent der weltweiten Wüstenfläche. weiterlesen…

UNEP Green Economy Report

Towards a Green Economy: Pathways to Sustainable Development and Poverty Eradication

The Green Economy Report is compiled by UNEP’s Green Economy Initiative in collaboration with economists and experts worldwide. It demonstrates that the greening of economies is not generally a drag on growth but rather a new engine of growth; that it is a net generator of decent jobs, and that it is also a vital strategy for the elimination of persistent poverty. The report also seeks to motivate policy makers to create the enabling conditions for increased investments in a transition to a green economy. weiterlesen…

3x Wasserkraft neu gedacht

Alltags-Variationen für Öko-Energien

Drei neue Ansätze zeigen: Nicht immer geht es um riesige Projekte. Auch kleine Lösungen leisten einen innovativen Beitrag zu nachhaltiger Energie-Erzeugung, ihrer Einsparung und zur Nutzung vorhandener Ressourcen. Ein Beispiel ist das Wasserkraftwerk im Mini-Format für berührungslose Waschtisch-Armaturen. Der Hersteller Gerberit macht seine Wascharmaturen so unabhängig von der Energieversorgung über das Stromnetz oder Batterien. Es nutzt die Kraft des fließenden Wassers in der Zuleitung und erzeugt daraus umweltfreundlich den nötigen Betriebsstrom. weiterlesen…

PV: Keine Panik wenn’s brennt!

Hermann Laukamp vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg untersucht zusammen mit dem Tüv Rheinland das Brandrisiko bei Photovoltaik- (PV)-Anlagen. Ziel ist es, Sicherheitskonzepte zur Risikominimierung zu erstellen. Sein Fazit: „Der Diskussion täte mehr Sachlichkeit gut.” Laukamp ist kein Fall bekannt, in dem ein Feuerwehrmann beim Löschen einer PV-Anlage einen Stromschlag bekommen hätte. weiterlesen…

Kompetenzzentrum Energie Karlsruhe

„Kompetenzzentrum Energie“ beim Regierungspräsidium Karlsruhe
Ansprechpartner für Gemeinden, Investoren und Bürger

„Die Einrichtung von Kompetenzzentren Energie bei den vier Regierungspräsidien ist eine weitere Maßnahme der Landesregierung, die Energiewende zu unterstützen. Die Kompetenzzentren beraten Städte, Gemeinden, Planungsträger und Investoren insbesondere in genehmigungsrechtlichen und planerischen Fragen bei der Umsetzung der Energiewende, so beispielsweise auch bei Fragen der Nutzung der Windenergie“, heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Die regionalen Kompetenzzentren seien zunächst auf vier Jahre befristet. weiterlesen…

Altmaiers schwerer Gang in großen Schuhen

„Mönchlein, Du gehst einen schweren Gang!“ sagte der von Frundsberg zu Luther auf dem Wormser Reichstag. Peter Altmaier auch, obwohl er eine Bundestagsmehrheit hinter sich hat. Die Energiewende ist seine schwierigste Aufgabe. Aber nicht die einzige: Ein internes Papier seines neuen Ministeriums listet gar 37 offene Baustellen auf. Bis 2022 alle Atomkraftwerke abzuschalten, kann man verordnen; Kreativität für tragfähige Ersatzenergien nicht. Die Energie ist auf sieben (7!) Ministerien verteilt, das soll aber nicht heißen, dass ein eigenes Energieministerium besser sei. Offen ist nach wie vor die Endlagerfrage. Der Streit um die Solarförderung schwelt. Die Energieeffizienz schwächelt, denn Rösler weichte manchen EU-Vorschlag auf. Eben belehrte er seinen neuen Kontrahenten (BMWi und BMU sind einander seit je in herzlicher Feindschaft zugetan) erst mal, dass er „besonders auf die Bezahlbarkeit von Energie achten“ müsse. Kein guter Stil. Der FDP-Verlierer wird zum größten unkalkulierbaren Risiko für Altmaier. weiterlesen…

Essay: Kritik der grünen Ökonomie

Kritik der grünen Ökonomie
Impulse für eine sozial und ökologisch gerechte Zukunft
Neuer Essay der Heinrich-Böll-Stiftung

Seit der ersten UN-Konferenz zu Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio haben sich alle wichtigen ökologischen Trends verschlechtert. Politik und Wirtschaft lassen sich bis heute bei ihren Entscheidungen kaum durch Klimawandel, Biodiversitätsverlust oder Ressourcenknappheit beeinflussen. Obwohl seit der großen Weltwirtschaftskrise immer weiter Wachstum gefordert wird, verlangen die steigende Ressourcenknappheit und der Klimawandel nach globaler Begrenzung, Schrumpfung und Genügsamkeit. weiterlesen…