„Eine Parallele“ – die Sicht des Wissenschaftsforschers Peter L. W. Finke

Zusammenhang der Krisen: Klimawandel, Artenschwund und Covid-19

Es ist noch nicht lange her, dass mitten in China eine neue Krankheit ausbrach. Inzwischen ist daraus eine Pandemie geworden. Sie hat verschiedene Namen erhalten: Covid-19 ist einer; populär heißt sie auch „Coronakrise“. Es ist aber auch noch nicht lange her, dass immer mehr Menschen, vor allem junge, auf die Straßen gingen und die Politik und uns alle zum Umdenken aufforderten. Der Klimawandel, die Biodiversitätsverluste und die sich immer weiter öffnende Schere zwischen arm und reich trieben sie an. Die Pandemie stoppte diese Bewegung, vorerst. Kann es sein, dass beides zusammenhängt? fragt Peter Finke und entwirft ein neues Zeitalter: Das Gaiazän. weiterlesen…

„Flüstergalerie“-Effekt steuert Elektronenstrahlen mit Licht

Forschungsteam der Universität Göttingen koppelt freie Elektronen an optische Resonatoren

Wird in einer der Galerien der St. Paul‘s Cathedral in London leise gesprochen, können dennoch viele andere Besucher mithören: Der Schall wird kreisförmig um den Dom weitergetragen und ist entlang der Mauern überall gleich gut zu hören. Dieses besondere Phänomen wird – so eine Medienmitteilung der Georg-August-Universität Göttingen, als „Flüstergalerie“-Effekt bezeichnet. Es tritt immer dann auf, wenn eine Welle nahezu ohne Dämpfung eine Struktur umlaufen kann. Physiker der Uni Göttingen haben dieses Prinzip genutzt, um den Strahl eines Elektronenmikroskops mit Licht zu steuern und ihre Ergebnisse in Nature („Controlling free electrons with optical whispering-gallery modes„) veröffentlicht. (Künstlerische Darstellung eines Elektrons in Wechselbeziehung zu einer Lichtwelle im “Flüstergalerie”-Modus in einer Glaskugel – Foto © Murat Sivis) weiterlesen…

Neue Projekte für die Kohlenstoffkreislaufwirtschaft

„CO2-WIN“ startet mit virtuellem Kennenlernen

Von elektrochemischer Synthese über Mineralisierung bis hin zu künstlicher Photosynthese: Die im Rahmen von „CO2-WIN“ geförderten F&E-Projekte untersuchen die unterschiedlichsten Wege, um Kohlendioxid als nachhaltigen Rohstoff für die Industrie zu nutzen. Die Projekte der Fördermaßnahme hatten nicht den leichtesten Start: Kurz nach dem offiziellen Beginn im Februar erschwerte die Corona-Pandemie nicht nur die praktischen Arbeiten, sondern verhinderte auch die sonst üblichen Projekttreffen. Am 26.06.2020 treffen sich nun die Koordinatoren der F&E-Projekte erstmals zu einem virtuellen Auftakt unter Leitung des begleitenden Integrations- und Transfervorhabens „CO2-WIN Connect“, wie die Deutsche Geologische Gesellschaft – Geologische Vereinigung e. V. (DGGV) am 12.06.2020 mitteilte. weiterlesen…

Strom aus der Luft 2

Bakterium Geobacter sulfurreducens mit leidenden Eigenschaften

„Die Idee, eine elektrische Ladung aus Luftfeuchtigkeit zu erzeugen, ist nicht neu“, schreibt der Wiener Standard. Eher unkonventionell sei allerdings, dafür biologische Eiweißstrukturen einzusetzen. Der Standard: „Das Bakterium Geobacter sulfurreducens produziert feine Fasern, sogenannte Pili, die es ihm ermöglichen, sich an Oberflächen anzuhaften. Wissenschafter entdeckten außerdem, dass diese Proteine leitende Eigenschaften besitzen, ähnlich der von künstlichen Nanodrähten.“ Forscher an der Universität Massachusetts in Amherst haben sich diese Eigenschaft zu Nutze gemacht und erzeugten so eine Spannung um 0,5 Volt. Forscher in Israel gingen in puncto Luftfeuchtigkeit einen anderen Weg (s.u.: solarify.eu/strom-aus-der-luft-1). weiterlesen…

Strom aus der Luft 1

Luftfeuchtigkeit als Quelle für Erneuerbare Energie – zwei Metalle

Alternative Lösungen zur Verringerung fossiler Brennstoffe, die nicht nur den Klimawandel abmildern, sondern auch die Qualität unserer Luft und unseres Wassers verbessern und uns gleichzeitig energieunabhängiger machen, sind derzeit weltweit sehr gefragt. Judi Lax und ihr Team an der Universität von Tel Aviv versuchen einem in Nature/Scientific Reports publizierten Artikel zufolge, feuchte Luft als Quelle für Erneuerbare Energien zu nutzen. weiterlesen…

Lösung eines Problems schafft ein neues

„Ewige Chemikalien“ entstanden in der Arktis – und wahrscheinlich weltweit

Ein selten zwingendes Beispiel dafür, wie die vermeintliche Beseitigung eines Problems ein neues aufreißt: Eine Eiskernanalyse aus der kanadischen Arktis zeige, dass die Chemikalien, welche die Ozon abbauenden Substanzen (FCKW) ersetzt haben, eine Zunahme nicht abbaubarer Verbindungen in der Umwelt verursacht haben, schreibt Annie Sneed am 12.06.2020 in Scientific American unter Berufung auf einen Aufsatz in den Geophysical Research Letters. Schon vor 15 Jahren hat der WWF die Arktis als „chemische Senke der Erde“ bezeichnet. weiterlesen…

Intelligentes Condition Monitoring macht Solarkraftwerke effizienter

Vollautomatisches CSP

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt einer Medienmitteilung vom 08.06.2020 zufolge eine intelligente Messtechnik, um wichtige Prozessparameter in Solarkraftwerken zu überwachen. Mit diesen Technologien lässt sich der Kraftwerksbetrieb effizienter und kostengünstiger gestalten. Ziel der DLR-Forschenden ist es, alle notwendigen Daten zusammenführen und so das Kraftwerk möglichst vollautomatisch arbeiten zu lassen. weiterlesen…

Infrastrukturbedarf einer klimaneutralen Industrie in Europa

Policy Brief: Dekarbonisierung der Grundstoffindustrie braucht integrierte und koordinierte Strategie für erneuerbare Energien

Zeche Zollverein, altes Stahlwerk - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyAm 10.06.2020 veröffentlichte das Wuppertal Institut das Policy Brief zur Studie „Infrastructure needs for deep decarbonisation of heavy industries in Europe“, das den Infrastrukturbedarf für eine vollständige Dekarbonisierung der Chemie-, Stahl- und Zementindustrie in Europa bis 2050 analysiert. weiterlesen…

Außerordentlich stabiler Katalysator

Neue Erkenntnisse über die Methanolsynthese

Eine Forschungsarbeit von Holger Ruland und seinem Team vom Max-Planck-Institut für Chemische Energieumwandlung in Mühlheim an der Ruhr wurde zum Titelthema in der neuesten Ausgabe des Journals ChemCatChem. Das Coverbild zeigt das Konzept der CO2-Hydrierung als chemische Batterie im Rahmen einer chemischen Energieumwandlung. Sie kann zur Speicherung erneuerbarer Energie verwendet werden, indem Methanol aus H2, der aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird, und CO2 aus Industrieabgasen synthetisiert wird. weiterlesen…