2019 1,15 Milliarden für Erforschung der Energiewende

Kabinett verabschiedet Bundesbericht Energieforschung 2020

Das Bundeskabinett hat am 17.06.2020 den Bundesbericht Energieforschung 2020 beschlossen. Der Bericht gibt einen ausführlichen Überblick über die Förderpolitik der Bundesregierung zur Energieforschung und stellt die Fortschritte des 7. Energieforschungsprogramms vor (siehe: solarify.eu/7-energieforschungsprogramm-der-bundesregierung-beschlossen). Das 7. Energieforschungsprogramm wird neben dem BMWi wesentlich durch das BMBF umgesetzt. Das BMEL ist ebenfalls beteiligt. weiterlesen…

Energiewende als Eisberg

Klimawandel weiter denken – Impulse aus der Grundlagenforschung

Eine neue (zunächst dreiteilige) Veranstaltungsreihe hat die Max-Planck-Gesellschaft unter dem Titel „Klimawandel weiter denken – Impulse aus der Grundlagenforschung“ am 10.06.2020 aufgelegt. Forscher aus den Max-Planck-Instituten für Chemische Energiekonversion und Eisenforschung wollen im Gesprächsformat dabei Vorstellungen  entwickeln, inwieweit Unternehmen Rohstoffe so nutzen können, dass ihre Produkte und deren Herstellung defossilisiert ablaufen. weiterlesen…

Ostfriesland im Klimawandel: Starkregen, Hochwasser, Sturmflut

Klimawandel-Vorsorge

Durch den Klimawandel steigt der Meeresspiegel und mit ihm die Gefahr der Überflutung für Küsten und Inseln Ostfrieslands. Bislang sind die rund 1,2 Millionen Anwohner zum Beispiel durch Deiche am Meer und Schleusen und Pumpen im Inland vor Überflutungen geschützt. Welchen Bedarf an Schutzmaßnahmen es in Zukunft geben könnte, soll ein jetzt gestartetes, gemeinsames Projekt norddeutscher Einrichtungen und Hochschulen herausfinden. Das BMBF stellt dafür rund 2,3 Millionen Euro zur Verfügung. Koordiniert wird das Projekt WAKOS vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) – Zentrum für Material- und Küstenforschung. weiterlesen…

Nur kurze Erleichterung

Corona-Effekt schon fast wieder verpufft

Der durch die COVID-19- Krise ausgelöste Wirtschaftseinbruch die täglichen CO2-Emissionen massiv sinken, bis zu 17 Prozent weniger als sonst üblich. Doch eine nachhaltige Trendwende bedeutete das nicht, wie die kanadische Klimawissenschaftlerin Corinne Le Quéré von der University of East Anglia in Norwich schon am 19. Mai in Nature Climate Change mit aktuellen Zahlen belegt hat. Das entspricht Absolutwerten aus der zweiten Hälfte der Nullerjahre. Nach einem Update am 11.06.2020 lagen die Emissionen nur noch rund fünf Prozent niedriger als gewöhnlich, so der Wiener Standard am gleichen Tag. weiterlesen…

„Eine Parallele“ – die Sicht des Wissenschaftsforschers Peter L. W. Finke

Zusammenhang der Krisen: Klimawandel, Artenschwund und Covid-19

Es ist noch nicht lange her, dass mitten in China eine neue Krankheit ausbrach. Inzwischen ist daraus eine Pandemie geworden. Sie hat verschiedene Namen erhalten: Covid-19 ist einer; populär heißt sie auch „Coronakrise“. Es ist aber auch noch nicht lange her, dass immer mehr Menschen, vor allem junge, auf die Straßen gingen und die Politik und uns alle zum Umdenken aufforderten. Der Klimawandel, die Biodiversitätsverluste und die sich immer weiter öffnende Schere zwischen arm und reich trieben sie an. Die Pandemie stoppte diese Bewegung, vorerst. Kann es sein, dass beides zusammenhängt? fragt Peter Finke und entwirft ein neues Zeitalter: Das Gaiazän. weiterlesen…

„Flüstergalerie“-Effekt steuert Elektronenstrahlen mit Licht

Forschungsteam der Universität Göttingen koppelt freie Elektronen an optische Resonatoren

Wird in einer der Galerien der St. Paul‘s Cathedral in London leise gesprochen, können dennoch viele andere Besucher mithören: Der Schall wird kreisförmig um den Dom weitergetragen und ist entlang der Mauern überall gleich gut zu hören. Dieses besondere Phänomen wird – so eine Medienmitteilung der Georg-August-Universität Göttingen, als „Flüstergalerie“-Effekt bezeichnet. Es tritt immer dann auf, wenn eine Welle nahezu ohne Dämpfung eine Struktur umlaufen kann. Physiker der Uni Göttingen haben dieses Prinzip genutzt, um den Strahl eines Elektronenmikroskops mit Licht zu steuern und ihre Ergebnisse in Nature („Controlling free electrons with optical whispering-gallery modes„) veröffentlicht. (Künstlerische Darstellung eines Elektrons in Wechselbeziehung zu einer Lichtwelle im “Flüstergalerie”-Modus in einer Glaskugel – Foto © Murat Sivis) weiterlesen…

Neue Projekte für die Kohlenstoffkreislaufwirtschaft

„CO2-WIN“ startet mit virtuellem Kennenlernen

Von elektrochemischer Synthese über Mineralisierung bis hin zu künstlicher Photosynthese: Die im Rahmen von „CO2-WIN“ geförderten F&E-Projekte untersuchen die unterschiedlichsten Wege, um Kohlendioxid als nachhaltigen Rohstoff für die Industrie zu nutzen. Die Projekte der Fördermaßnahme hatten nicht den leichtesten Start: Kurz nach dem offiziellen Beginn im Februar erschwerte die Corona-Pandemie nicht nur die praktischen Arbeiten, sondern verhinderte auch die sonst üblichen Projekttreffen. Am 26.06.2020 treffen sich nun die Koordinatoren der F&E-Projekte erstmals zu einem virtuellen Auftakt unter Leitung des begleitenden Integrations- und Transfervorhabens „CO2-WIN Connect“, wie die Deutsche Geologische Gesellschaft – Geologische Vereinigung e. V. (DGGV) am 12.06.2020 mitteilte. weiterlesen…

Strom aus der Luft 2

Bakterium Geobacter sulfurreducens mit leidenden Eigenschaften

„Die Idee, eine elektrische Ladung aus Luftfeuchtigkeit zu erzeugen, ist nicht neu“, schreibt der Wiener Standard. Eher unkonventionell sei allerdings, dafür biologische Eiweißstrukturen einzusetzen. Der Standard: „Das Bakterium Geobacter sulfurreducens produziert feine Fasern, sogenannte Pili, die es ihm ermöglichen, sich an Oberflächen anzuhaften. Wissenschafter entdeckten außerdem, dass diese Proteine leitende Eigenschaften besitzen, ähnlich der von künstlichen Nanodrähten.“ Forscher an der Universität Massachusetts in Amherst haben sich diese Eigenschaft zu Nutze gemacht und erzeugten so eine Spannung um 0,5 Volt. Forscher in Israel gingen in puncto Luftfeuchtigkeit einen anderen Weg (s.u.: solarify.eu/strom-aus-der-luft-1). weiterlesen…

Strom aus der Luft 1

Luftfeuchtigkeit als Quelle für Erneuerbare Energie – zwei Metalle

Alternative Lösungen zur Verringerung fossiler Brennstoffe, die nicht nur den Klimawandel abmildern, sondern auch die Qualität unserer Luft und unseres Wassers verbessern und uns gleichzeitig energieunabhängiger machen, sind derzeit weltweit sehr gefragt. Judi Lax und ihr Team an der Universität von Tel Aviv versuchen einem in Nature/Scientific Reports publizierten Artikel zufolge, feuchte Luft als Quelle für Erneuerbare Energien zu nutzen. weiterlesen…

Lösung eines Problems schafft ein neues

„Ewige Chemikalien“ entstanden in der Arktis – und wahrscheinlich weltweit

Ein selten zwingendes Beispiel dafür, wie die vermeintliche Beseitigung eines Problems ein neues aufreißt: Eine Eiskernanalyse aus der kanadischen Arktis zeige, dass die Chemikalien, welche die Ozon abbauenden Substanzen (FCKW) ersetzt haben, eine Zunahme nicht abbaubarer Verbindungen in der Umwelt verursacht haben, schreibt Annie Sneed am 12.06.2020 in Scientific American unter Berufung auf einen Aufsatz in den Geophysical Research Letters. Schon vor 15 Jahren hat der WWF die Arktis als „chemische Senke der Erde“ bezeichnet. weiterlesen…