Bayern will PFAS-Verbot im Bundesrat verwässern

Ewigkeits-Chemikalien „ausgewogen“ regulieren

Die bayerische Staatsregierung hat einen Entschließungsantrag mit dem Titel „PFAS-Regulierung mit Augenmaß“ in den Bundesrat eingebracht. Dieser wird voraussichtlich im September in den zuständigen Ausschüssen beraten. Der Antrag befürwortet eine („ausgewogene“) Regulierung von PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) bzw. Minimierung des Eintrags persistenter Stoffe mit negativen Wirkungen für Mensch und Umwelt im Sinne der Vorsorge, betont aber auch die Relevanz der Stoffgruppe für den Transformationsprozess und spricht sich insofern für einen differenzierten Regulierungsansatz aus. Umweltverbände protestieren. (Titel: PFAS-Schwerpunkt „PFAS. gekommen, um zu bleiben“ – © Umweltbundesamt) weiterlesen…

Vielversprechende neue Batterie für grüne Energie

UC-Chemiker entwickeln neuartigen Speicher für Energie aus Wind- undSonne

In seinem Chemielabor haben Jimmy Jiang und seine Studenten an der University of Cincinnati (UC) eine neue Batterie entwickelt, die tiefgreifende Auswirkungen auf die groß angelegte Energiespeicherung haben könnte, die für Wind- und Solarparks benötigt wird. Innovationen wie die der UC werden tiefgreifende Auswirkungen auf die grüne Energie haben, so Jiang. Batterien speichern erneuerbare Energie für den Zeitpunkt, an dem sie gebraucht wird, und nicht nur für den Zeitpunkt, an dem sie produziert wird. Dies sei entscheidend, um das Beste aus Wind- und Solarenergie herauszuholen, sagt er. weiterlesen…

Effizientes Training für künstliche Intelligenz

Neuartige physik-basierte selbstlernende Maschinen könnten heutige künstliche neuronale Netze ersetzen und damit Energie sparen

Künstliche Intelligenz beeindruckt nicht nur durch ihre Leistung, sondern auch durch ihren Energiehunger. Und sie verbraucht umso mehr Energie, je anspruchsvoller die Aufgaben sind, für die sie trainiert wird. Víctor López-Pastor und Florian Marquardt, zwei Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts (MPL) in Erlangen, präsentieren nun eine Methode, mit der sich künstliche Intelligenz deutlich effizienter trainieren lassen könnte. Sie setzen dabei auf physikalische Prozesse statt der heute verwendeten digitalen künstlichen neuronalen Netze. Ihre Erkenntnisse wurden in der Physical Review X unter „Self-Learning Machines Based on Hamiltonian Echo Backpropagation“ veröffentlicht. weiterlesen…

Anodenmodelle für elektrokatalytische Wasserspaltung

Erkenntnisse aus dem FHI auf dem Weg zur grünen Wasserstoffproduktion

Der fortschreitende Klimawandel stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Menschheit dar und betrifft das Leben aller, was Maßnahmen zur Einführung einer nachhaltigeren Energieökonomie erfordert. Die Produktion von „grüner“ Energie ist eine entscheidende Komponente. Die Energieerzeugung muss jedoch von wirtschaftlichen Speicher- und Transportmethoden begleitet werden. Forschende der Abteilung Interface Science am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft haben Experimente mit atomar definierten Modellanoden durchgeführt, um die komplexen Details der elektrokatalytischen Wasserspaltung aufzudecken, mit dem Ziel, die grüne H2-Produktion voranzutreiben. (Grafik: Schematische Darstellung eines Elektrolyseurs mit kristalliner Anode – FHI) weiterlesen…

Fast zwei Drittel aller Korallenriffe überfischt

Berechnungen von Forschenden

Ein internationales Team von Forschenden unter anderem aus dem Bremer Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) GmbH hat mit einem umfangreichen Datensatz aus über 2000 Korallenriff-Standorten ermittelt, wie es um die Fischbestände und Vielfalt der Fischarten in den Riffen der Weltmeere bestellt ist. Ein Ergebnis der Studie, die kürzlich in Nature Communications publiziert wurde: fast zwei Drittel der untersuchten Standorte werden überfischt. Schon seit Tausenden von Jahren wird in Korallenriffen gefischt. Als reich strukturiertes und besonders artenreiches Ökosystem bieten Riffe etlichen Fischarten einen Lebensraum – darunter vielen Speisefischen. weiterlesen…

Digitalunternehmer will Methanol-Produktion revolutionieren

Grünes Methanol von C1 Green Chemicals

Die Flüssigkeit gilt als Hoffnungsträger der Energiewende, aber noch ist grünes Methanol knapp und teuer. Christian Vollmann, deutscher Unternehmer und Business Angel, will das mit seiner Neugründung von C1 Green Chemicals AG ändern. Er war bislang an mehr als 70 Unternehmensgründungen beteiligt. 2022 überzeugte er prominente Investoren und gründete 2022 zusammen mit drei weiteren Personen C1 Green Chemicals AG. In einer Finanzierungsrunde beteiligten sich u. a. Ex-BASF-Chef Jürgen Hambrecht, Ex-Linde-Vorstand Wolfgang Reitzle und Siemens-Aufsichtsrats-Vorsitzender Jim Hagemann Snabe. Hambrecht sitzt im Aufsichtsratsmitglied der C1 Green Chemicals AG. weiterlesen…

Maersk schickt erstes Containerschiff mit Methanolantrieb auf die Reise

Maersk: Grünes Methanol für weltweit erstes methanolfähiges Containerschiff

Der Logistikdienstleister Maersk hat mit dem niederländischen Hersteller OCI Global einen Vertrag über die Lieferung von green1 Bio-Methanol für die Jungfernfahrt unterzeichnet. Die 21.500 km lange Reise von Ulsan, Südkorea, nach Kopenhagen, Dänemark – mehr als der halbe Erdumfang – wird reale Betriebserfahrungen im Umgang mit den neuen Motoren und der Verwendung von Methanol als Treibstoff vermitteln. Das Unternehmen bereitet sich eigenen Angaben zufolge darauf vor, ab 2024 eine Flotte neuer hochseetauglicher Schiffe mit Methanolantrieb zu erhalten. (Foto: IBC-Container mit 1000 Liter regenerativem Methanol – © FuelCellEngineerFranz, commons.wikimedia.orgCC BY-SA 4.0) weiterlesen…

EU investiert in chemisches Recycling

„Anwendung der Kreislaufwirtschaft auf Bewirtschaftung von Kunststoffabfällen in geschlossenen Kreisläufen unerlässlich“

EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevi?ius will ein vollständiges und mehrfaches Recycling von Kunststoffen erreichen und lenkt dafür 50 Millionen Euro in einen Recyclingfonds. Damit soll das chemische Recycling gefördert werden. Entsprechend hat der Europäische Investitionsfonds (EIF) am 31.08.2023 50 Millionen Euro in den europäischen Impact Fund Circular Plastics Fund des Fonds Managers Infinity Recycling, investiert. weiterlesen…

Wilder Wein wehrt sich gegen Bodenversalzung

Folgen der künstlichen Bewässerung

Steigende Meeresspiegel als Folge des Klimawandels und künstliche Bewässerung führen dazu, dass Böden zunehmend versalzen. Diese Versalzung wirkt sich auf die Landwirtschaft – auch den Weinbau – negativ aus: Pflanzen sterben ab, Erträge sinken. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben deshalb eine Wildrebe untersucht, die toleranter gegenüber Salz ist. Ziel ist, die genetischen Faktoren zu identifizieren, welche die Rebe widerstandsfähig machen, um sie in kommerzielle Sorten einführen und den Anbau sichern zu können. Ihre Ergebnisse haben sie in Plant Physiology veröffentlicht. weiterlesen…

Irena: Teuerung der Fossilen beschleunigt Wettbewerbsfähigkeit der Erneuerbaren

La Camera: „Wir müssen jetzt handeln“

2022 war Strom aus 86 Prozent aller neu in Betrieb genommenen Anlagen günstiger als Strom aus fossilen Brennstoffen, so ein Bericht der Irena: „Angesichts der immer deutlicher werdenden Folgen des bereits eingetretenen Klimawandels sind die sinkenden Kosten und die verbesserte Wettbewerbsfähigkeit der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien in den vergangenen zehn Jahren ein positives Signal, auf das die Welt zusteuern kann. Wir haben die Mittel, die Energiewende zu beschleunigen, und das ist wesentlich billiger als der ‚Business-as-usual‘-Ansatz, aber wir müssen jetzt handeln,“ schreibt IRENA-Chef Francesco La Camera in seinem Vorwort für die Untersuchung „Kosten für die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien im Jahr 2022“ – Die globale IRENA-Studie zeige, dass sich die Wettbewerbsfähigkeit der Erneuerbaren Energien trotz steigender Material- und Ausrüstungskosten 2022 weiter verbessert habe. weiterlesen…