Deepfakes entlarven

Wie sich künstlich erzeugte Bilder verraten

Nicht-Fachleute haben oft keine Chance, künstlich erzeugte Bilder, Audios oder Videos von echten zu unterscheiden. Deswegen arbeiten Forschende an einer automatisierten Erkennung. Ein Beispiel: Wladimir Putin steht hinter einem Rednerpult und wendet sich an die USA: Man habe durchaus die Möglichkeit, die Demokratie Amerikas zu schädigen – doch habe man das gar nicht nötig. Die USA würden das schon selbst erledigen. Die Gesellschaft sei bereits gespalten. Das Video sieht aus wie echt – ist es aber nicht. Youtube ist voll von solchen Videos, die mal besser, mal schlechter gemacht sind. „Es ist schon noch viel Arbeit, aber wer will, der schafft es, zum Beispiel das Gesicht einer berühmten Persönlichkeit so gekonnt auf einen anderen Körper zu montieren, dass man es auf den ersten Blick nicht bemerkt“, sagt Jonas Ricker, Ruhr-Universität Bochum. weiterlesen…

Zukunft zirkulär gestalten und Rohstoffe sichern

„Modell Deutschland Circular Economy“

Mit dem am 27.06.2023 publizierten Modell entwickelten WWF Deutschland, Öko-Institut, Fraunhofer ISI und FU Berlin ein umfassendes Bild für zirkuläres Wirtschaften und zirkulären Konsum in Deutschland. Die Transformation der deutschen Gesellschaft zu einer Circular Economy hätte große positive Effekte auf den Klima-, Ressourcen- und Biodiversitätsschutz. Zudem würde die deutsche Wirtschaft erheblich an Versorgungssicherheit gewinnen und ihre Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen reduzieren. Dies zeigt die heute veröffentlichte Untersuchung „Modell Deutschland Circular Economy“. Sie bietet zusammen mit dem Politik-Blueprint eine wissenschaftliche Grundlage mit konkreten Maßnahmen, Instrumenten und Folgeabschätzungen. weiterlesen…

Schlimmer als Diesel und Benzin?

Ohne CO2-Bepreisung in der Landnutzung ist Bioenergie genauso klimaschädlich wie fossile Kraftstoffe

Die Nachfrage nach modernen Biokraftstoffen wird künftig voraussichtlich erheblich steigen, denn Bioenergie gilt als klimaneutrale Alternative zu Benzin und Diesel. Eine Studie im Fachjournal Nature Climate Change zeigt jedoch, dass unter derzeitiger Landnutzungspolitik die CO2-Emissionen durch die großflächige Rodung von Wäldern für den Anbau von Biomasse sogar höher liegen können als die aus der Verbrennung von Diesel. Damit Bioenergie einen Beitrag zur Klimaneutralität leisten kann, müssen internationale Vereinbarungen den effektiven Schutz von Wäldern und natürlicher Flächen durch eine CO2-Bepreisung sicherstellen, argumentiert das Expertenteam vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). weiterlesen…

Mit neuer Methode PFAS nachhaltig aus Wasser entfernen

Gefährliche Substanzen natürlich nicht abbaubar

PFAS – per- und polyfluorierte Chemikalien – sind zwar wahre Alleskönner – die fett-, wasser- und schmutzabweisenden Chemikalien kommen in tausenden Varianten vor, zum Beispiel in Kochgeschirr, in Funktionskleidung, in Kosmetika und als Feuerlöschmittel. Leider verursachen sie aber auch massiv Probleme für die Umwelt (siehe: solarify.eu/pfas-pfoa-pfos). Denn sie können nicht auf natürlichem Weg abgebaut werden. Polymerchemiker aus dem Saarland und den USA haben eine Methode gefunden, wie man PFAS nachhaltig aus dem Wasser entfernen kann. Ihre Methode haben sie in ACS Applied Materials & Interfaces veröffentlicht. (Grafik: Zur reversiblen Aufnahme perfluorierter Verbindungen verwendetes, metallhaltiges Polymer mit Ferrocen-Einheiten – © Markus Gallei) weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft: Wasserstoffspeicherung in Methylformiat

LIKAT speichert Energieträger der Zukunft in einfachem Ester

In nachhaltigen Energiekonzepten gilt Wasserstoff als ein Favorit. Das Gas ist flüchtig und explosiv, weshalb Chemie-Labore weltweit Wege seiner Speicherung erkunden. Eine Gruppe um Dr. Henrik Junge am Rostocker Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT) schlägt in Nature Catalysis den Methylester der Ameisensäure, Methylformiat, als alternativen Wasserstoffspeicher vor. In ihren Forschungen erwies sich diese Substanz als potente Ergänzung zu zwei bekannten chemischen H2-Speichermedien: Ameisensäure und Methanol. Und in einem Punkt lässt Methylformiat die beiden überraschend weit hinter sich: in der Geschwindigkeit, mit der diese Substanz den Wasserstoff wieder freigibt. Vor allem in der ersten Phase der Reaktion. (Foto: Methylformiat als Wasserstoffspeicher © LIKAT/Nordlicht) weiterlesen…

Erderwärmung beschleunigt CO2-Ausstoß von Bodenmikroben

CO2-Emissionen von Bodenmikroben werden drastisch ansteigen

Prognosen zeigen laut einer Medienmitteilung der ETH Zürich vom von Vanessa Bleich und Florian Meyer, dass die CO2-Emissionen der Bodenmikroben bis zum Ende des Jahrhunderts stark ansteigen werden. Sie zeigen weiter, dass die mikrobiellen CO2-Emissionen in den Polarregionen doppelt so hoch ansteigen werden wie im Rest der Welt. In kalten Regionen ist die Bodenfeuchtigkeit der Hauptgrund, weshalb sich die CO2-Emissionen durch Mikroben erhöhen. Im Rest der Welt hängt der Anstieg der Emissionen vor allem mit dem Temperaturanstieg zusammen. weiterlesen…

Dezentrale nachhaltige Lebensmittelproduktion

Forschungsprojekt an der FH St. Pölten zu Kreislaufwirtschaft und geschlossenen Distributions-Kreisläufen

Auf dem Weg zur nachhaltigen Kreislaufgesellschaft stellt die effiziente, ressourcenschonende und nachhaltige Lebensmittelproduktion einen wesentlichen Baustein zum Erfolg dar. Laut Pressemitteilung vom 23.06.2023, entwickelt ein Forschungsprojekt an der Fachhochschule St. Pölten Konzepte für eine Kreislaufwirtschaft mit geschlossenen Energie-, Ressourcen- und Distributions-Kreisläufen für eine effiziente dezentrale nachhaltige Lebensmittelproduktion. weiterlesen…

„Erhöhter Salzgehalt, hohe Temperaturen, starke Sonneneinstrahlung und langanhaltend niedriger Abfluss“

Fischsterben in der Oder im August 2022: BfG mit neuen Erkenntnissen und Empfehlungen

Der am 22.06.2023 veröffentlichte Bericht der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) gibt einen umfassenden Überblick über die Untersuchungen zum Fischsterben in der Oder im August 2022. Darin enthalten sind neue Erkenntnisse, die ein genaueres Bild zur Entstehung der Katastrophe zeichnen sowie Empfehlungen, die dazu beitragen sollen, „ökologische Extremereignisse“ in der Oder und anderen Flüssen zukünftig frühzeitig zu erkennen und dadurch Gegenmaßnahmen einleiten zu können. (Titel: BfG-Bericht zum Fischsterben in der Oder im August 2022 – © BfGBfG) weiterlesen…

Neue Wege der mikrobiellen Elektrosynthese

Bakterien produzieren mit Elektrizität und Kohlendioxid nützliche Chemikalien

Mikroben sind in der Lage, Energie zu speichern, Kohlenstoff zu binden und nützliche Chemikalien zu produzieren. Doch was läuft bei der mikrobiellen Elektrosynthese biologisch ab? Nun gibt es neue, am 05.06.2023 publizierte Erkenntnisse vom Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie/Hans-Knöll-Institut (HKI): Bei der mikrobiellen Elektrosynthese (MES) nutzen Mikroorganismen CO2 und Elektrizität, um zum Beispiel Alkohol zu produzieren. Wie dieser Prozess biologisch funktioniert, darüber wurde bisher jedoch nur spekuliert. Forschende des HKI konnten nun erstmals experimentell bestätigen, dass Bakterien Elektronen aus Wasserstoff nutzen und mehr Chemikalien produzieren können als bisher bekannt. (Bild: Clostridium ljungdahlii unter dem Elektronenmikroskop – Aufnahme © Sara Al Sbei, Leibniz-HKI und Martin Westermann, EMZ Jena) weiterlesen…

BDE wirbt für Reform des Kreislaufwirtschaftsgesetzes

Fachtagung unterzieht Gesetz einem „Transformations-Check“

Unter der Überschrift „Planungsbeschleunigung als Voraussetzung für Transformation: Ist die Kreislaufwirtschaft von besonderem öffentlichen Interesse?- Vorfahrt für Ressourceneffizienz und Klimaschutz“ hat der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e.V. (BDE) im Rahmen eines juristischen Symposiums das Kreislaufwirtschaftsgesetz einem „Transformations-Check“ unterzogen. Dabei beleuchteten Experten aus Wissenschaft und Praxis insbesondere, ob sich das neue „Deutschland-Tempo“ der LNG-Terminals auf Planung und Investitionen in Kreislaufwirtschaftsprojekte übertragen lässt und sich die für den Ausbau Erneuerbarer Energien geschaffene Regulatorik ebenso für Investitionsvorhaben im Entsorgungssektor, z.B. für neue Recyclingtechnologien, fruchtbar machen lässt. weiterlesen…