Neues kontinuierliches und kostengünstiges Verfahren zur Lithium-Gewinnung aus Wasser

Weltmeere im Visier

Forschende des INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien in Saarbrücken haben in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Shanghai ein neues elektrochemisches Verfahren zur Gewinnung von Lithium-Ionen aus Meerwasser entwickelt. In ACS Energy Letters stellte das deutsch-chinesische Team um Prof. Volker Presser am 23.09.2022 das Verfahren vor, das zum einen mit wenig Energie-Input auskommt und zum anderen eine kontinuierliche Abtrennung von Lithium gewährleistet. weiterlesen…

Methanemissionen bleiben großes Problem

…auch für Biogas

Biomethan und Biogas werden zunehmend als Alternative zu fossilem Gas genutzt. Ihre Produktion und Verteilung kann jedoch nach wie vor zu klimaschädlichen Methan (CH4)-Emissionen führen, deren Ausmaß unklar bleibt. Eine Untersuchung des Imperial College London kommt zu dem Ergebnis, dass die Emissionen entlang der Lieferkette zwar klimafreundlicher sind, aber bis zu doppelt so viel Methan freisetzen wie bisher angenommen, schrieb Lisa Tostado am 08.09.2022 im Heinrich-Böll-Portal energytransition.org. weiterlesen…

Ein Schritt auf die „ideale“ chemische Reaktion zu

Uni Wien: Hocheffiziente Methode zur Herstellung komplexer Alkaloide entwickelt

Chemische Synthese befasst sich mit der Herstellung wertvoller Produkte aus einfachen und zugänglichen Substanzen. Alkaloide, also auf Kohlenstoff und Stickstoff basierende Moleküle, gehören zu einer Gruppe besonders begehrter Produkte, z.B. als Bestandteil von Pharmazeutika. Eine Gruppe um Chemiker Nuno Maulide von der Universität Wien hat eine neue Reaktion entwickelt, die komplexe Alkaloide in nur einem Reaktionsschritt, einer sogenannten Mehrkomponentenreaktion, herstellen kann. Die in Nature Chemistry open access vorgestellte Methode eröffnet damit einen besonders kostengünstigen und schnellen Syntheseweg. (Foto: Chemisches Labor © Magnus Manske – Eig. Werk, CC BY 1.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Forschungsministerin sorgt sich um außeruniversitäre Einrichtungen

Stark-Watzinger fordert Rettungsschirm für Spitzenforschungseinrichtungen

Die stark gestiegenen Energiepreise treffen auch große Stromverbraucher in der Wissenschaft hart. Die Forschungsministerin zeigt sich alarmiert, die Opposition wirft ihr Tatenlosigkeit vor. Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) sieht die Spitzenforschung in Deutschland durch steigende Energiepreise bedroht. „Unter den derzeitigen Marktbedingungen können insbesondere die energieintensiven Forschungseinrichtungen ihren derzeitigen Forschungsbetrieb nicht aufrechterhalten“, sagte sie dem Handelsblatt am 17.10.2022. weiterlesen…

Schwimmende Barriere zum Schutz der Meere

Industriedesigner der Bergischen Uni gewinnt James Dyson Award 

Schwimmende Einkaufstüten und Dosen im Meer, Tiere, die sich im Plastik verfangen. Diese Bilder kennt jeder. Trashboom ist eine schwimmende Barriere, die Plastikmüll in Flüssen stoppt und verhindert, dass er in die Ozeane gelangt. Entwickelt hat diesen Mechanismus der Industrie- und Grafikdesigner Moritz Schulz von der Bergischen Universität Wuppertal. Mit seiner Erfindung hat er jetzt den James Dyson Award 2022 in Deutschland gewonnen. (Foto: Das Projekt Trashboom dient dem Schutz der Meere – © Plastic Fischer) weiterlesen…

Buchtipp: Countdown – unsere Zeit läuft ab

Mojib Latif: „Was wir der Klimakatastrophe noch entgegensetzen können.“

Der neueste Bericht des Weltklimarats hat es auf dramatische Weise bestätigt: Bereits heute bestimmt der Klimawandel unseren Alltag massiv. Und sein Einfluss wird schneller wachsen, als bislang angenommen. Nicht nur weltweit, auch in Deutschland häufen sich Phänomene wie extreme Hitze, lang anhaltende Dürre, Starkniederschläge mit Überschwemmungen. Und auch wir müssen uns die Frage stellen, wie sicher unsere Versorgung mit Trinkwasser ist. Die globalen Folgen des Klimawandels sind nicht absehbar, eine weitreichende Veränderung der Weltordnung und Weltwirtschaft ist nicht auszuschließen, und angesichts der drohenden neuen Fluchtbewegungen kann die innenpolitische Stabilität vieler Staaten ins Wanken geraten. weiterlesen…

Scholz bei acatech: „Wissenschaft Raum lassen, ihre Magie zu entfalten“

20 Jahre Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Bei seiner Festrede über Innovationspolitik zum 20-jährigen Bestehen der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) am 18.10.2022 hat Bundeskanzler Scholz den hohen Stellenwert der Wissenschaft gerade in Krisenzeiten hervorgehoben. Wenn alte Gewissheiten zerstört würden, brauche es mehr denn je „Zauberkunst“, sagte er. Scholz dankte acatech für ihre Arbeit im Zukunftsrat. Das Gremium helfe, Innovationen voranzubringen und technologische Trends früh zu erkennen. weiterlesen…

Umweltschonende Kreislauflösungen

Studie belegt: Kreisläufe schützen die Umwelt

In der Studie „resources SAVED by recycling“ analysierte Fraunhofer UMSICHT für den Kreislaufdienstleister Interzero, welche klimabedingten Umweltschäden sich mit Kreislauflösungen vermeiden lassen und wie hoch die daraus resultierenden Einsparpotenziale sind. Das Ergebnis: Im Jahr 2021 konnte Interzero eine Million Treibhausgasemissionen einsparen und 12,5 Millionen Tonnen Primärressourcen schonen und damit Kosten in Höhe von 199 Millionen Euro für klimabedingte Umweltschäden vermeiden. Weitere Details der Studie präsentiert Interzero auf der K 2022. (Titel: resources SAVED by recycling – © interzero) weiterlesen…

Klimaerwärmung führt zu Algenwachstum

Seen weltweit werden grüner, große Seen jedoch blauer

Ob ein See blau oder grün erscheint, hängt auch mit dem Chlorophyll-a Gehalt zusammen. Forschende unter Leitung des IGB haben anhand von Satellitendaten Rückschlüsse auf die Konzentrationen des grünen Farbstoffs gezogen, der von Algen gebildet wird. Sie zeigten, dass 63 Prozent der Seen seit 1997 grüner geworden sind. Betrachtet man jedoch die Seenfläche als Gesamtheit, so kehrt sich dieser Trend um: Etwa 56 Prozent der gesamten Oberfläche von Seen sind bis 2020 blauer geworden. Dies hängt damit zusammen, dass tendenziell das Algenwachstum zugenommen hat, in großen Seen in den letzten zwanzig Jahren jedoch zurückgegangen ist. weiterlesen…

Biologische Schatztruhe im Nordpolarmeer geöffnet

Biologie: Veröffentlichung eines umfassenden Genomdatensatzes in PLoS Biology

Von September 2019 bis Oktober 2020 driftete das deutsche Forschungsschiff Polarstern vom Alfred-Wegener-Institut während der MOSAiC-Expedition im Eis eingefroren durch das Nordpolarmeer. Im Rahmen einer internationalen Forschungskooperation (an der auch Forschende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf – HHU – beteiligt waren), wurde laut einer Medienmitteilung vom vom 18.10.2022 ein umfassender Genomdatensatz des marinen polaren Ökosystems erhoben. In PLoS Biology wird vorgestellt, wie dieser Datensatz dazu beitragen kann, die Artenvielfalt zu messen und zu verstehen, wie sich das Verschwinden des Meereises aufgrund des Klimawandels auf das arktische Ökosystem auswirkt. (Foto: Twilight (Blaue Stunde) – Forschungsschiff Polarstern während der MOSAiC-Expedition des AWI in der zentralen Arktis – © Alfred-Wegener-Institut / Esther Horvath CC-BY 4.0) weiterlesen…