Klimaschutz nicht hoch im Kurs

Kurzfristiges Denken dominiert langfristig – ohne weitere Anreize dominiert egoistisches Verhalten

Menschen sind schlecht darin, gemeinsame Risiken in den Griff zu bekommen. Der Klimawandel ist ein gutes Beispiel dafür: Die jährlichen Klimagipfel haben bislang nicht zu konkreten Maßnahmen geführt. Grund dafür ist, dass Menschen eine sofortige materielle Belohnung als wertvoller ansehen als Investitionen in die Lebensqualität der Zukunft. Kooperatives Verhalten beim Klimaschutz muss deshalb stärker mit kurzfristigen Anreizen wie Belohnung oder gutem Ansehen verknüpft werden. weiterlesen…

TPEC: EEG-Faktencheck

Exportieren wir EEG-Strom zu Spottpreisen? – Fakten zur Versachlichung der Diskussion aus dem IASS

In den vergangenen Monaten wurden wiederholt Rekord-Meldungen beim deutschen Stromexport veröffentlicht. Von Januar bis Mai wurden 2013 mehr als 31 TWh exportiert, 46 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum1.

Bei günstigen Witterungsbedingungen deckt Deutschland inzwischen einen Großteil seines Strombedarfs mit erneuerbaren Energien. Der Preis an der Strombörse erreicht neue Tiefststände.2 In diesem Zusammenhang wird häufig kritisiert, dass die Stromproduktion aus erneuerbarer Energie in Deutschland zunächst mit hohem finanziellem Aufwand gefördert wird, um den Strom anschließend zu geringen Preisen ins Ausland zu exportieren. Doch trifft diese Kritik auch zu? weiterlesen…

Armut und Klima hängen zusammen

Klimawandel wird weltweite Armut verschlimmern

Das britische Forschungsinstitut Overseas Development Institute (ODI – führender unabhängiger Thinktank Großbritanniens für internationale Entwicklung und humanitäre Fragen) hat eine aufsehenerregende Prognose veröffentlicht: Wenn nichts geschieht, so die Forscher Andrew Shepherd, Tom Mitchell, Kirsty Lewis, Amanda Lenhardt, Lindsey Jones, Lucy Scott und Robert Muir-Wood in ihrem Bericht „The geography of poverty, disasters and climate extremes in 2030„, wird der Klimawandel für immer mehr Menschen bittere Armut zur Folge haben. Bis 2030 würden zum Beispiel 325 Millionen Menschen in den am meisten gefährdeten Ländern Südasiens und Schwarzafrikas in extremer Armut leben. Mehr als 300 Millionen Menschen sind laut Nicholoas Stern („Der Global Deal“, S. 46) derzeit schon tropischen Zyklonen ausgetzt. Gründe sind Dürren, Regenfälle mit Überflutungen und Hitzewellen. weiterlesen…

Kabeljau flieht aus der Nordsee

Der Atlantische Kabeljau erobert die Arktis

Wegen der steigenden Wassertemperaturen dringt der Kabeljau aus Nordsee und Atlantik immer weiter in das Verbreitungsgebiet des Polardorsches vor. Im August sei von Forschern vor der Küste Spitzbergens hauptsächlich junger Kabeljau gefangen worden, teilte das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven mit – ein Zeichen grundlegender Veränderungen in der Arktis. Mit 4,5 Grad sei die Wassertemperatur für den dort eigentlich heimischen Polardorsch viel zu hoch. weiterlesen…

RNE-Appell an Koalitions-Verhandler

Nachholen und voranstellen – Anforderungen der Nachhaltigkeitspolitik an die Koalitionsverhandlungen

„Das Thema Nachhaltigkeit hat im Wahlkampf kaum eine Rolle gespielt. Deutschland hat ein Festival des kurzfristigen Kalküls erlebt. Das darf jetzt nicht weitergehen. Jetzt muss das Versäumte nachgeholt werden. Der Gedanke der Nachhaltigkeit muss der Politik als Leitschnur vorangestellt werden.“ Das sind die Forderungen aus dem Herbst-Statement des Rates für Nachhaltige Entwicklung – und die Forderungen an die beginnenden Koalitionsverhandlungen – Solarify dokumentiert das Statement des turnusgemäß von der Bundesregierung im Juni 2013 für weitere drei Jahre neu berufenen Gremiums (und hat Zwischentitel eingefügt). weiterlesen…

HU Berlin gründet IRI THESys

Integratives Forschungsinstitut zu Transformationen von Mensch-Umwelt-Systemen – Nachhaltigkeit im Mittelpunkt

In Berlin wurde im Rahmen eines Festakts am 16.10.2013 das IRI THESys an der Humboldt-Universität aus der Taufe gehoben. Das inter- und transdisziplinär angelegte Institut soll sich einer „gesellschaftlichen Jahrhundertaufgabe“ widmen, nämlich der „Einbettung wissenschaftlicher Erkenntnisse aus Erdsystem-, Sozial- und Geisteswissenschaften in den weltweiten Diskurs um Wohlstand, globale Gerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit“. Als „Teil eines globalen Netzwerks führender Forschungsinstitutionen zu Themen der Transformationsforschung“ stelle es den Beitrag der HU zum internationalen Forschungsprogramm „Future Earth“ dar. weiterlesen…

Schlechte Luft in Europas Städten

WHO: Gesundheitsschädlich

Nahezu ein Drittel aller europäischen Großstädter seien übermäßigen Konzentrationen von Feinstaub (PM) ausgesetzt, sagt der von der Europäischen Umweltagentur (EUA) veröffentlichte Bericht „Luftqualität in Europa – Bericht 2013„. Feinstaub zähle zu den Schadstoffen, die für die menschliche Gesundheit am gefährlichsten seien, da er in empfindliche Teile der Atemwege eindringe. Der Bericht ist ein Beitrag der EUA zur Überprüfung der Luftreinhaltungspolitik der Europäischen Kommission sowie zum europäischen „Jahr der Luft“. weiterlesen…

Gummi aus Löwenzahn

Fraunhofer und Continental bringen Löwenzahn-Kautschuk auf die Straße

Aus dem Saft des Löwenzahns lässt sich Kautschuk gewinnen. Doch der entscheidende Durchbruch zur industriellen Fertigung gestaltete sich schwierig. Das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie IME optimierte in den letzten Jahren gemeinsam mit Industrie und Wissenschaft die Züchtung und die Produktionstechnik. Jetzt bauen die Forscher zusammen mit der Reifenfirma Continental AG erstmals eine Pilotanlage, um große Mengen Löwenzahn-Kautschuk für die Herstellung von Reifen zu gewinnen. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Kautschukproduktion in Europa.
weiterlesen…

Klima: Streit um alte Hüte

Leseempfehlung: Klimamodelle liefern keine Wettervorhersage – Streit um rsachen der Erderwärmung geht weiter

Immer wieder wird im Streit um die Erderwärmung von Klimaskeptikern  die vermeintliche Temperaturpause seit 15 Jahren zitiert. 1998 war ein herausragend warmes Jahr, das seitdem kaum übertroffen wurde: Nur 2005, 2007 und 2010 waren etwas wärmer. Bildet man das Mittel darüber, kommt ein Temperaturanstieg von nur 0,05° C pro Jahrzehnt heraus. Zwischen 1951 bis 2012 etwa ist die bodennahe Lufttemperatur dagegen um 0,12 Grad pro Jahrzehnt gestiegen. Ein Bericht des Neuen Deutschland setzt sich mit mit dem Fehlargument auseinander. weiterlesen…

MPG: Elektronik mit der Schere zurechtschneiden

Gedruckte, berührungsempfindliche Sensoren sollen in Zukunft von Anwendern bearbeitet und mit Effekten versehen werden

Ist eine Hose zu lang, wird sie gekürzt, passt ein Brett nicht in ein Regal, wird es zurechtgesägt. Bei Materialien wie Stoff oder Holz ist dies ganz normal, viele Menschen machen es sogar selbst, ohne Spezialisten wie Schneider und Tischler zu beauftragen. In Zukunft soll dies auch für Elektronik gelten, so die Vision von Saarbrücker Informatikern. Zusammen mit Forschern des US-amerikanischen MIT Media Lab haben sie einen berührungsempfindlichen Sensor entwickelt, dessen Form und Größe jeder mit der Schere nach Belieben ändern kann. Dass dabei die Elektronik trotz Schnitten und entfernter Stücke weiter funktioniert, ermöglicht eine neuartige Anordnung der gedruckten Schaltkreise. Ihre Arbeit präsentierten die Wissenschaftler am 10.10.2013 bei der Konferenz User Interface Software and Technology (UIST) im schottischen St. Andrews. weiterlesen…