Atomschicht schiebt Stufenkanten weg

Großflächiges 2D-Material hergestellt

„Ellenbogenmentalität“ bei einem zweidimensionalen Material: Das hat ein internationales Team unter Federführung des Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) kürzlich entdeckt: Den Physikern gelang es, Bor-Schichten entstehen zu lassen, die nur eine Atomschicht hoch sind. Störende Stufenkanten auf der Unterlage schiebt das Material dabei einfach aus dem Weg. Seine Ergebnisse veröffentlichte das Team im Fachmagazin ACS Nano* – so eine Medienmitteilung auf der UDE-Internetseite (Grafik: Verwandlung von reinem Iridium zu Borophen-bedeckter Oberfläche – © UDE_Petrovic, Horn-von-Hoegen). weiterlesen…

Mit aktivem maschinellem Lernen zu neuen Solarzellen

Maschine bestimmt selbst, welche Daten sie braucht

Wissenschaftler der Abteilung Theorie des Berliner Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft und der Technischen Universität München nutzen maschinelles Lernen bei der Suche nach geeigneten molekularen Materialien. Um mit der endlosen Vielfalt möglicher Materialien zurechtzukommen, bestimmt die Maschine selbst, welche Daten sie braucht. Eine Medienmitteilung aus beiden Institutionen (Grafik: Algorithmus für selbständiges Lernen – Darstellung des bereits gelernten chemischen Raums – © Christian Kunkel, FHI). weiterlesen…

Cellulosefasern gegen Klimawandel

Neues verfahrenstechnisches Konzept

Der Schutz des globalen Klimas ist ein Vorhaben, das Industrie und Gesellschaft vor eine große Aufgabe stellt. Allein durch Begrenzung der globalen Emissionen, durch CO2-Einsparung, werden die Klimaziele nicht zu erreichen sein. Denn auch weiterhin wird es unvermeidbare CO2-Emissionen geben, die dennoch kompensiert werden müssen. Wege aus dieser misslichen Situation können Maßnahmen wie Aufforstung, Kohlenstoffbindung im Boden oder gar das aktive Abscheiden von CO2 aus der Luft sein. In einem dieser Verfahren setzt man spezielle Filter ein, mit denen sich CO2 aus der Atmosphäre entfernen lässt. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) entwickeln textile Materialien zur CO2-Abtrennung aus der Luft – so eine Medienmitteilung aus dem größten Textilforschungszentrum Europas in Baden Württemberg. weiterlesen…

Klimagerechtigkeit – wortwörtlich

Ehrgeizigere Klimapolitik könnte helfen, extreme Armut zu verringern

Das UN-Ziel zur Beseitigung extremer Armut bis 2030 wird bei Fortsetzung der aktuellen Entwicklung deutlich verfehlt. Dabei könnte eine ehrgeizigere Klimapolitik helfen, extreme Armut in Entwicklungsländern zu reduzieren. Zu diesem Schluss kommt laut einer Medienmitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) vom 27.04.2021 eine neue Studie („Combining ambitious climate policies with efforts to eradicate poverty“) – ein Ergebnis, das im Gegensatz zu der weit verbreiteten Annahme steht, dass die Eindämmung des Klimawandels mit einem Kompromiss bei der Bekämpfung von Armut einhergeht. weiterlesen…

In Sevilla entsteht neue europäische PV-Gigafabrik

Fraunhofer ISE begleitet 5-Gigawatt-Projekt in Andalusien

Photovoltaik ist – zusammen mit der Windenergie – die tragende Säule der Energiewende. Während Deutschland und Europa bei der Forschung und Entwicklung für Solarzellen und -module nach wie vor führend sind, hat sich die Produktion in den vergangenen zehn Jahren nach Asien verlagert. Die Technologiesouveränität und Unabhängigkeit drohte in Europa verloren zu gehen. Dies beginnt sich zu verändern, da Parameter wie zum Beispiel der Anteil der Transportkosten für importierte Module, aber auch nachhaltige Produktionskriterien, heute anders ins Gewicht fallen als noch vor wenigen Jahren. So will Sevilla in der Freinhandelszone seines Hafens mit Freiburger Hilfe eine PV-Gigfactory aufbauen – so eine Medienmitteilung aus dem Fraunhofer ISE. weiterlesen…

Klimaziele in Deutschland bereits 2045 erreichbar

Stiftung Klimaneutralität, Agora Energiewende und Agora Verkehrswende legen gemeinsam neue und ambitioniertere Szenarienstudie vor

Deutschland könnte seine für 2050 gesteckten Klimaziele wesentlich früher erreichen und schon bis 2045 treibhausgasneutral werden. Dies geht aus einer neuen Studie dreier Klimaschutzorganisationen hervor, die am 26.04.2021 unter dem Titel Klimaneutrales Deutschland 2045 in Berlin veröffentlicht wurde. Das Gutachten zeigt, dass ein um fünf Jahre vorgezogenes Zieljahr knapp eine Milliarde Tonnen CO2-Emissionen einsparen würde. Dafür müssten Klimaschutztechnologien wie Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Elektrifizierung und Wasserstoff noch schneller hochgefahren werden (Bild: Klimaneutrales Deutschland 2045 – Titel © stiftung-klima.de/klimaneutralitaet). weiterlesen…

„Der Himmel ist das Maß“

Solar und Wind können Weltenergiebedarf weit mehr als 100mal decken

Erneuerbare Energien könnten die Welt bis 2050 vollständig mit Energie versorgen und alle fossilen Brennstoffe ersetzen – umso mehr, als die Preise schrumpfen. Enorme Kostensenkungen bei Solar- und Windenergie in den letzten Jahren haben eine Energiereserve erschlossen, die weit mehr als 100mal den Weltbedarf decken kann – und die Erneuerbaren sind im Vergleich zu fossilen Brennstoffen bereits wirtschaftlich, so ein am 23.04.2021 veröffentlichter Bericht der Denkfabrik Carbon Tracker unter dem Titel The Sky’s the Limit samt Medeinmitteilung vom gleichen Tag. weiterlesen…

Neues Röntgenmikroskop MYSTIIC in Betrieb

Auflösung unterhalb von 20 Nanometern

Ein neues Röntgenmikroskop am Energy Materials in situ Lab (EMIL) des Helmholtz-Zentrums Berlin für Materialien und Energie hat in Zusammenarbeit mit der Abteilung Anorganische Chemie am BerlinerFritz-Haber-Institut am 22.04.2021 den Betrieb aufgenommen. Es handelt sich um ein Raster-Transmissions-Röntgenmikroskop, das darauf ausgelegt ist, sowohl Probenoberflächen als auch Probenvolumina zu untersuchen. Mit dem weichen Röntgenlicht von BESSY II lassen sich sogar einzelne Elemente und chemische Verbindungen lokalisieren; die räumliche Auflösung liegt unterhalb von 20 Nanometern. weiterlesen…

NGO kritisieren EU-Taxonomie: „Große Chance verschenkt“

„Bioenergie ist nicht nachhaltig“

„Die EU-Staaten wollen viel mehr Holz verbrennen, um die Klimaziele zu erreichen. Die Kommission findet das nachhaltig, doch Umweltschützer sind entsetzt. Sie fordern einen Vorrang für die stoffliche Nutzung und eine nachhaltige Waldwirtschaft“, fasst der Tagesspiegel-Background kurz und bündig die Auseinandersetzung zwischen NGO und EU zusammen. In ihrer neuen Taxonomie will die EU industriellen Holzeinschlag und Einsatz von Holz und Nutzpflanzen als Brennstoff zur Energiegewinnung als nachhaltige Investitionen einstufen. Dagegen wendet sich der WWF gemeinsam mit anderen NGO. weiterlesen…

70 Billionen pro Netto-Null-Emissionen

Neue Finanzallianz geht an den Start

Die von der Industrie geführte und von den UN einberufene Net Zero Banking Alliance (NZBA) wurde am 21.04.2021 von der UNEP Finance Initiative und der Financial Services Taskforce der Sustainable Markets Initiative ins Leben gerufen. Die Glasgow Financial Alliance for Net Zero (GFANZ) unter dem Vorsitz von Mark Carney (Finanzberater Boris Johnsons für die COP26 und UN-Sonderbeauftragter für Klimaschutz und Finanzen) bringt über 160 Unternehmen (zusammen verantwortlich für ein Vermögen von fast 60 Billionen Euro1) aus den führenden Net Zero-Initiativen des gesamten Finanzsystems zusammen, um den Übergang zu Netto-Null-Emissionen bis spätestens 2050 zu beschleunigen (Bild: Internetseite – Header). weiterlesen…