Treibstoff aus Agrarabfällen im Großmaßstab

Bernd Ahlers meldet Zweifel an: Sinnlose Zeitverschwendung

Mitte August erreichte Bernd Ahlers eine Nachricht, dass am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ein Verfahren entwickelt wurde, wie aus pflanzlichen Agrarabfall Treibstoff gemacht werden kann. Aber wenn Projektleiter Nicolaus Dahmen seinen Biosprit als „synthetisches Rohöl biologischen Ursprungs“ definiert, das sie am Karlsruher Institut liebevoll „Biosyncrude“ nennen, und von „Energie, die aus den Resten vom Bauernhof kommt“, spricht, kommen Ahlers große Zweifel. weiterlesen…

Vier Beschwerden über Palmöl-Projekte

Keine aktuelle Häufungstendenz

Der Bundesregierung sind derzeit jeweils zwei noch nicht geschlossene Fälle in Honduras und Indonesien bekannt, bei denen Beschwerden beim Compliance Advisor Ombudsmann (CAO) von Internationaler Finanz-Corporation (IFC) und Multilateraler Investitions-Garantie-Agentur (MIGA) im Zusammenhang mit Palmöl-Projekten vorgetragen wurden. Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/1823) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/1588) schreibt, lasse sich keine aktuelle Tendenz einer Häufung der Beschwerden beim CAO und der Beschwerde-Instanz der Weltbank, dem Inspection Panel, erkennen. weiterlesen…

Hightech-Strategie der Bundesregierung

Die Ziele – globale Herausforderungen lösen

Die Hightech-Strategie der Bundesregierung soll Deutschland als Vorreiter bei der Lösung der globalen Herausforderungen unserer Zeit etablieren – so das Bundsbildungsministerium auf einer eigens installierten Webseite. Mit zehn Zukunftsprojekten stehen ausgewählte Missionen im Zentrum der Forschungs- und Innovationspolitik des Bundes. weiterlesen…

Merkel: „Noch bessere Rahmenbedingungen durch neue Hightech-Strategie“

Mit neuer Hightech-Strategie Rahmenbedingungen für Forschung weiter verbessern

In ihrem neuen Video-Podcast erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Wir wollen uns nicht mit Mittelmaß zufriedengeben.“ Zu den Schwerpunkten der Strategie gehören Merkel zufolge Werkstoff- und chemische Forschung sowie Gesundheitsforschung. Gerade in diesem Bereich erwartet die Bundeskanzlerin eine hohe Akzeptanz seitens der Bevölkerung. Die neue Hightech-Strategie solle demnächst verabschiedet werden, so die Bundeskanzlerin. weiterlesen…

Heinrich von Lersner gestorben

Gründungspräsident des Umweltbundesamtes wurde 84

Heinrich Freiherr von Lersner, Gründungspräsident des Umweltbundesamtes,  ist am 26. August 2014 in Berlin im Alter von 84 Jahren verstorben. Der am 14. Juli 1930 in Stuttgart geborene von Lersner leitete das UBA 21 Jahre, von 1974 bis 1995. Sein Nachfolger Andreas Troge, UBA-Präsident von 1995 bis 2009, würdigte ihn als einen herausragenden Visionär des Umweltschutzes: „Herr von Lersner wirkte maßgeblich daran mit, Visionen zum Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen mit wissenschaftlich fundierten und praktisch wirksamen Maßnahmen zu verwirklichen. Seine hohe Achtsamkeit gegenüber den Mitmenschen, insbesondere uns Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, seine Weitsicht hinsichtlich zukünftiger Umweltprobleme und sein Beharren auf wissenschaftlicher Unabhängigkeit des Umweltbundesamtes prägen das Amt nach wie vor.“ Die amtierende UBA-Präsidentin Maria Krautzberger ergänzt: „Das Umweltbundesamt, das Herr von Lersner als ‚Amt neuen Stils‘ gründen half, verdankt ihm sein hohes Ansehen in der Öffentlichkeit und in der Wissenschaft; schon kurze Zeit nach der Gründung und bis zum heutigen Tag.“ weiterlesen…

BUND fordert Ausstieg aus Braunkohleverstromung

Erster Schritt: Stilllegung der 24 ältesten Kohlemeiler per Gesetz

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert die Bundesregierung auf, die Laufzeit älterer Braunkohlekraftwerke per Gesetz zu begrenzen. Nur so lasse sich das nationale Klimaschutzziel von minus 40 Prozent Kohlendioxid bis 2020 noch erreichen. „Bleibt die Kohleverstromung in alten und ineffizienten Braunkohlekraftwerken so lukrativ wie heute, kann die Bundesregierung ihre Klimaschutzziele abschreiben“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger vor der Presse in Berlin. weiterlesen…

Außenministerium: Energiesparen per Vertrag

Nachhaltige Gebäudewirtschaft ist Trend

Das Auswärtige Amt ist nicht zuständig für die Energiewende – doch beim Haushalten mit Strom und Wärme ist es durchaus Vorreiter. So nutzt es als erstes Bundesministerium das sogenannte Energiespar-Contracting, um den eigenen Verbrauch zu senken. „Contracting“ greift dabei das englische Wort „contract“ auf und bedeutet „Vertrag“ – so eine Mitteilung des Bundespresseamtes. Gebäudeeigentümer beauftragen dabei einen Dienstleister, den sogenannten Contractor, mit der Aufgabe, den Energieverbrauch eines Gebäudes zu senken. Siehe auch solarify.eu/zauberformel-energie-einspar-contracting.
weiterlesen…

CO2-Emissionen sind wie Kreidtkartenschulden

300 Milliarden Tonnen CO2 aus Kraftwerken

„Wir ind weit davon entfernt, das Problem des Klimawandels zu lösen und investieren massiv in Technologien, die das Problem verschlimmern“, sagt Steven Davis von der University of California in Irvine. Die 2012 weltweit  existierenden fossilen Kraftwerke werden in ihrer Betriebszeit ungefähr 300 Milliarden Tonnen CO2 ausstoßen. Davis und Robert Socolow von der Princeton University in New Jersey veröffentlichten in einer Studie eine Methode des Finanzbudget-Managements zur Information der Politik über künftige Emissionen, die durch gegenwärtige Investitionen ausgelöst werden. weiterlesen…

Wärmewende muss her

Wissenschaftler und BEE fordern Wärmewende

Renommierte Wissenschaftler haben bei einem Pressegespräch des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) in Berlin ein konsequentes Umsteuern der Bundesregierung auf dem Wärmemarkt gefordert. Dr. Joachim Nitsch, viele Jahre Energieexperte am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, hat in einer Studie im Auftrag des BEE die Folgen der jüngsten Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes untersucht. Danach sinkt die Bedeutung der Bioenergie in den kommenden Jahren deutlich. Außerdem gibt die Bundesregierung kaum Impulse zur Steigerung der Energieeffizienz. „Setzt sich dieser Trend auch nach 2020 fort, bleibt die Energiewende auf der Strecke“, warnt Nitsch. Würde die Politik der großen Koalition weitergeführt, würde der Anteil der Erneuerbaren Energien an der gesamten Wärmeversorgung nur von zehn Prozent im Jahr 2013 auf knapp zwölf Prozent 2030 steigen. weiterlesen…