„Verändern durch Wissen“

IASS-Buch: „Chancen und Herausforderungen demokratischer Beteiligung: von Stuttgart 21 bis zur Energiewende“

Immer häufiger wollen sich Bürger in politische Entscheidungsprozesse einbringen. Diese Beteiligungen – wie etwa die Proteste um das Bahnprojekt „Stuttgart 21“, bei den Ausbauplänen zum Frankfurter Flughafen sowie in der Ethikkommission „Sichere Energieversorgung“ – sind Ausdruck einer grundlegenden Veränderung des Demokratieverständnisses. Der Rolle von Wissen kommt bei einem stärkeren bürgerlichen Engagement eine zentrale Bedeutung zu: Über das klassische Expertenwissen hinaus können wichtige Fachkenntnisse, Erfahrungen und Einsichten aus verschiedenen Perspektiven in die Entscheidungsfindung eingebracht werden. Diesem Thema widmet sich das von Prof. Dr. Klaus Töpfer, IASS-Exekutivdirektor, sowie Dr. Dolores Volkert und Ulrich Mans herausgegebene Buch, das am 09. 09.2013 in der Berliner Max-Planck Science Gallery von Töpfer, Volker Hauff, Ex-Bundesminister für Wissenschaft und Technologie, und Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, vorgestellt wurde. weiterlesen…

Und ewig grüßt das Murmeltier…

Und ewig grüßt das Murmeltier: Warum das EEG nicht abgeschafft werden darf

Von Claudia Kemfert, DIW

Seit einiger Zeit wird immer wieder von unterschiedlicher Seite gefordert, die Förderung erneuerbarer Energien mittels fester Einspeisetarife abzuschaffen und stattdessen ein Quotenmodell einzusetzen, das Stromproduzenten zur Produktion einer bestimmten Menge an Ökostrom verpflichtet. Jüngst hat sich die Monopolkommission dieser Meinung angeschlossen. Dem EEG wird insbesondere vorgeworfen, dass es zu hohen Preisen und Mitnahmeeffekten und somit zu starken Belastungen der Verbraucher führe. Zudem fördere es ineffiziente Technik und biete kaum Anreiz für Innovationen. weiterlesen…

Künstlich erzeugte Strompreisdebatte verfängt

Bevölkerung sieht Strompreis an der Schmerzgrenze – „Meinungsmonitor Energiewende“ von TNS Infratest und Scholz & Friends

Die nach Überzeugung zahlreicher Experten künstlich erzeugte öffentliche Diskussion über den Strompreis scheint weiten Kreisen einzuleuchten: Nach einer jüngsten Umfrage lehnen 52 Prozent eine Finanzierung der Energiewende über Zuschläge zum Strompreis grundsätzlich ab. Lediglich 44 Prozent halten die EEG-Umlage für richtig. Allerdings wollen auch unter den Umlage-Befürwortern 42 Prozent in Zukunft keine höheren Finanzierungsbeiträge zur Energiewende mehr leisten. Dies ergab eine repräsentative Umfrage für den „Meinungsmonitor Energiewende“ von TNS Infratest und der Werbeagentur Scholz & Friends. weiterlesen…

Forschungsministerium fördert neue Projekte

Antragsfrist läuft für Projekte über nachhaltiges Wirtschaften und Klima

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) schreibt neue Fördergelder für Projekte zur Untersuchung nachhaltigen Wirtschaftens und der Auswirkungen des Klimawandels untersuchen.  Im Rahmen des Programms „Forschung für Nachhaltige Entwicklungen“ (FONA) ergänzt das BMBF bisherige Programme. Gefördert werden nun Forschungen, die „Unternehmen und Konsumenten als Gestalter des sozial-ökologischen Wandels“ untersuchen, sowie „Systemische Fragen zur Transformation des Wirtschaftssystems“. Anträge können bis zum 22. November eingereicht werden, Projektträger ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. weiterlesen…

Zögerliche Klimapolitik verdreifacht Kosten

Globales Wachstum droht um 7 Prozent zu sinken

Weitere Verzögerungen bei den Bemühungen um einen internationalen Klimavertrag mit umfassenden Emissionsminderungen könnten die kurzfristigen Kosten der Bekämpfung des Klimawandels beträchtlich erhöhen. Wenn erst nach 2030 gehandelt werde, könnte das globale Wirtschaftswachstum sich im ersten Jahrzehnt nach der Einführung einer umfassenden Klimapolitik um 7 Prozent verringern – verglichen mit 2 Prozent, falls eine Klimavereinbarung bereits 2015 getroffen werde. Dies zeigt eine Studie von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Höhere Kosten würden wiederum für Entscheidungsträger die Schwelle für den Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Wirtschaft erhöhen. Um Klimaziele erreichbar zu halten, scheint es deshalb sehr wichtig, Vermeidungsmaßnahmen nicht weiter aufzuschieben, so die Wissenschaftler. weiterlesen…

BUND: EU-Biosprit-Förderung „schädlich“

BUND-Vorsitzender Weiger: „Sozial und ökologisch nicht verantwortbar“

„Die Entscheidung, Agrarsprit in der geplanten Größenordnung dem Benzin und Diesel beizumischen, ist sozial und ökologisch nicht verantwortbar“, sagte Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zum Beschluss des EU-Parlaments vom 11.09.2013, Agrarkraftstoffe auch weiterhin zu fördern. Die Deckelung auf sechs Prozent bei der Anrechnung von Agrarsprit auf die für 2020 anvisierten EU-Verkehrs- und Klimaziele sei wegen der negativen Klimabilanz vieler Agrarkraftstoffe und gravierender Folgen für die Ernährungssicherheit in Entwicklungsländern zu zaghaft. „Das reicht nicht aus, um die aberwitzige Biosprit-Politik der letzten Jahre zu revidieren“, sagte Weiger. weiterlesen…

E-Wende: Akzeptanz stärken, Beteiligung fördern

Fachtagung Föderal-Erneuerbar 2013

Von Informationskampagnen über die Einbindung bei der Planung von Landesenergiekonzepten bis hin zur planerischen und finanziellen Beteiligung der Bürger und Kommunen reichen die vielfältigen Möglichkeiten, die Akzeptanz der Energiewende vor Ort zu steigern. Das ist das Ergebnis der am 03.09.2013 von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) unter Leitung von AEE-Geschäftsführer Philipp Vohrer veranstalteten zweiten Fachtagung im Rahmen des Projekts „Föderal-Erneuerbar“. Unter dem Thema „Energiewende in den Bundesländern – Akzeptanz stärken, Beteiligung fördern“ diskutierten mehr als 60 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über aktuelle Strategien zur Akzeptanzförderung der Energiewende. weiterlesen…

Deutscher PV-Rekord

August 2013: 11,9 % Solarstrom-Anteil

Deutsche PV-Anlagen haben im August 2013 4,13 Terawattstunden Solarstrom erzeugt, 6 % mehr als im August 2012 – meldet die Leipziger Strombörse. In Renewables International berechnete Bernard Chabot, dass im Berichtsmonat 11,9 % der deutschen Stromproduktion aus Photovoltaik kam, seit Jahresbeginn seien es 7,9 % gewesen. Die Solarstrom-Produktion hatte im Juli mit 5,1 TWh (14,4 % der gesamten Stromerzeugung in Deutschland) ihren bisherigen Höhepunkt erreicht. weiterlesen…

UBA: Insellösung nur in Ausnahmen praktikabel

Lokale Autarkie nur und günstigen Bedingungen möglich

Die lokale Eigenversorgung mit Strom als Insel ohne Anschluss an das Stromnetz, sei für Städte und Gemeinden nur in Einzelfällen möglich. Insbesondere der Strombedarf für Industrie und Gewerbe lasse sich mit diesem Konzept nicht decken. Zu diesem Ergebnis kommt das Umweltbundesamt (UBA) in seiner Studie „Modellierung einer vollständig auf erneuerbaren Energien basierenden Stromerzeugung im Jahr 2050 in autarken, dezentralen Strukturen“. Dabei sei in einem externen Gutachten für das Jahr 2050 die technisch-ökologische Machbarkeit einer Energieversorgung untersucht worden, in welcher der Strom innerhalb von kleinräumigen, dezentralen Strukturen wie Städten, Stadtteilen oder Gemeinden jeweils autark produziert wird. Diese Gebiete seien dabei weder untereinander noch nach außen hin über Stromleitungen vernetzt gewesen. Zur Deckung des jeweiligen Strombedarfs würden also ausschließlich die vor Ort vorhandenen Potenziale der erneuerbaren Energien genutzt, was mit der Notwendigkeit von Elektrizitätsspeichern einhergehe. weiterlesen…

Eurosolar: „Quotenmodell ist vergifteter Köder“

EE-Verband setzt sich vehement für EEG ein

„Das EEG ist das erfolgreichste wirtschafts- und industriepolitische Instrument zur Förderung erneuerbarer Energien“, schreibt der Branchenverband Eurosolar in seiner jüngsten Mitteilung. Trotzdem werde es im derzeitigen Wahlkampf vehement von Seiten der Bundesregierung angegriffen. Unterstützt werde die Politik dabei durch eine intensive Medienkampagne. Auch die Monopolkommission schlug nun erneut den Ausstieg aus dem bisherigen Fördersystem für erneuerbare Energien zugunsten eines Quotenmodells vor. Es war vor zwei Jahren und ist auch jetzt wieder heftig umstritten – siehe: solarify.eu: „Quotenvorschlag der Monopolkommission unter schwerem Beschuss“.
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