RWE verschiebt Off-Shore-Windparkprojekt

RWE setzt Bund unter Druck

Erneuter Rückschlag für die Energiewende: Nach dem geplanten RWE-Windpark vor Helgoland wird auch das drei Mal so große Windkraftprojekt vor der Nordseeinsel Juist verspätet ans Netz gehen – wenn überhaupt. Rund 40 Kilometer vor der Nordseeinsel Juist sollte eines der größten Windkraftprojekte der Welt entstehen. 162 Windräder will der Energiekonzern RWE im Meer installieren. Mit einer Leistung von 1000 Megawatt wären sie so stark wie ein Atomkraftwerk und könnten eine Million Haushalte mit Strom versorgen. Drei Milliarden Euro soll das Projekt kosten. weiterlesen…

Anti-Dumping: 25 EU-Firmen gegen China

Europas Solarindustrie gegen Wettbewerber aus China

25 Firmen aus Deutschland, Italien, Spanien und anderen EU-Ländern haben sich zur Initiative EU-ProSun zusammengeschlossen und bei der Europäischen Kommission eine Anti-Dumping-Klage gegen Hersteller aus China eingereicht. Das bestätigte Milan Nitzschke (Solarworld), Sprecher der neuen Initiative EU ProSun, dem Handelsblatt (26.07.2012): „Die Klage wird von der Mehrheit der europäischen Industrie unterstützt.“ Deutsche Mit-Initiatoren sind unter anderem das Bonner Unternehmen Solarworld und Sovello aus Bitterfeld-Wolfen Die Kläger werfen ihren Konkurrenten aus China massive Wettbewerbsverzerrung vor. So würden Firmen wie Suntech, Yingli und LDK Solar vom chinesischen Staat erheblich subventioniert. weiterlesen…

EU-Kommission schlägt Verknappung von CO2-Zertifikaten vor

Markt leidet an Überschuss

Am 25.07.2012 hat Klimakommissarin Connie Hedegaard in Brüssel mögliche Änderungen der Menge von CO2-Zertifikaten im europäischen Emissionshandel vorgestellt.

Der Markt leidet an einem Überschuss an Zertifikaten, der zu niedrigen CO2-Preisen führt und damit das Ziel des Emissionshandels untergräbt, CO2-Emissionen zu senken. weiterlesen…

BDI zur Emissionshandelsrichtlinie

  • BDI für EU-weit harmonisierten Emissionshandel
  • Spontane Markteingriffe verunsichern Investoren
  • Kohärenz der energie- und klimapolitischen Maßnahmen verbessern

„Der BDI will ein EU-weit harmonisiertes und funktionstüchtiges EU-ETS als Garant für Kosteneffizienz im Klimaschutz erhalten“,  erklärte Holger Lösch, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des BDI, anlässlich der heutigen Veröffentlichung eines Vorschlags der EU-Kommission zur Änderung der Emissionshandelsrichtlinie in einer Pressemitteilung des BDI vom 25.07.2012. weiterlesen…

Handelsstreit mit China eskaliert

Offizieller Beginn von Anti-Dumping-Untersuchungen in Peking
WTO votiert gegen USA

Die chinesische Regierung hat den offiziellen Beginn von Anti-Dumping-Untersuchungen angekündigt. Es werde ein Ermittlungsverfahren wegen Dumpings und unerlaubter Förderung gegen die USA und gegen Südkorea wegen des Verdachts auf Dumping geben, heißt es auf der Webseite des chinesischen Handelsministeriums. Die Ermittlungen betreffen die Silizium-Herstellung, wie das Ministerium weiter mitteilte. Es gab den Beginn der Untersuchung in zwei unterschiedlichen Pressemitteilungen bekannt, und zitierte auch Beschwerden chinesischer Unternehmen. Das Ministerium kündigte an, unfaire Handelspraktiken und Dumping in der Zeit zwischen Anfang 2011 und Ende Juni 2012 zu untersuchen. Im Frühjahr hatten die USA Strafzölle auf Importe chinesischer Solarprodukte verhängt. weiterlesen…

Altmaier: Keine Zukunft für CCS

Saarbrücker Zeitung: Altmaier sieht keine Zukunft für CCS-Technologie in Deutschland – „Wir müssen realistisch sein“

Umweltminister Peter Altmaier (CDU) hält den Einsatz der CCS-Technologie in Deutschland praktisch für gescheitert. Der Saarbrücker Zeitung (23.07.2012) sagte Altmaier: “Wir müssen realistisch sein: Gegen den Willen der Bevölkerung ist eine Einlagerung von CO2 im Boden nicht durchzusetzen.” weiterlesen…

Lehren aus Fukushima

Untersuchungskommission legt Final Report vor

Vierzehn Monate nach ihrer Einsetzung durch die japanische Regierung hat die unabhängige Untersuchungskommission zur Reaktor-Katastrophe von Fukushima  ihren „final report“ vorgelegt. Hauptursache war demnach ein übertriebener Glaube an die Sicherheit von Atomanlagen, sowohl beim – inzwischen verstaatlichten – Betreiber Tepco als auch bei der Aufsichtsbehörde Nuclear and Industrial Safety Agency Nisa. Man habe sich auf einen „haltlosen Sicherheitsmythos“ verlassen, heißt es im Abschlussbericht. Regierung wie Unternehmen müssten „eine neue Philosophie der Katastrophenvorsorge entwickeln“. weiterlesen…

BEE: Kosten der Energiewende gerechter verteilen

Privathaushalte, Handel und Gewerbe tragen Hauptlast, Industrie profitiert

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) kritisiert die wiederholte Darstellung, der Ausbau regenerativer Energien lasse die Strompreise explodieren oder gefährde gar die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in Deutschland. „Die Strompreise für Großverbraucher sind in den letzten Jahren immer weiter gesunken und liegen aktuell auf dem Niveau des Jahres 2005“, erklärt BEE-Präsident Dietmar Schütz. Allein der börsenpreissenkende Effekt der Erneuerbaren Energien entlaste die Industrie derzeit um jährlich 1,5 Milliarden Euro. Hinzu komme der geringe Preis für CO2-Zertifikate, der die Strompreise für Großverbraucher ebenfalls sinken lasse. weiterlesen…

Energiegenossenschaften investieren 800 Millionen Euro in Energiewende

Privatpersonen betreiben 40 Prozent der Anlagen für Erneuerbare Energien
Mehr als 80.000 Bürger in Kraftwerks-Genossenschaften

Immer mehr Menschen beteiligen sich an Genossenschaften zum Ausbau Erneuerbarer Energien und treiben damit die Energiewende voran. Aktuell halten mehr als 80.000 Bürger in Deutschland Anteile an gemeinschaftlich betriebenen Anlagen zur regenerativen Strom- und Wärmeerzeugung. Zumeist handelt es sich dabei um Solaranlagen, an denen sich Bürger bereits mit kleinen Beträgen beteiligen können. weiterlesen…