Öko-Institut: CCS kostengünstige Klimaschutz-Alternative

Treibhausgase vermeiden mit CCS? Ja, aber…

Die Abscheidung und unterirdische Speicherung von Kohlendioxid kann für die Emissionen aus dem Industriesektor von Bedeutung für die Erreichung der Klimaziele sein. Insbesondere für die sogenannten Prozessemissionen, die rund zehn Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen in Deutschland ausmachen, wäre die CCS-Technologie somit eine kostengünstige Klimaschutzoption. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Öko-Instituts im Auftrag des WWF Deutschland. weiterlesen…

Offshore-Einigung über Haftung

Rösler und Altmaier legen Eckpunkte für beschleunigten Offshore-Ausbau vor – Branche reagiert positiv

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) haben sich auf Eckpunkte einer gesetzlichen Regelung zur Beschleunigung des Ausbaus der Offshore-Windenergie verständigt. Dabei geht es insbesondere um eine Haftungsregelung und der Systemwechsel hin zu einem gesonderten Offshore-Netzentwicklungsplan für die Netzanbindungen. Der mehrjährige Netzentwicklungsplan soll Realisierungszeitpunkt sowie Ort und Größe zukünftiger Netzanschlüsse verbindlich festgelegen. Dabei soll insbesondere eine verbesserte Abstimmung mit dem Onshore-Netzausbau erreicht werden.
„Mit der geplanten Regelung treiben wir den Ausbau von Offshore-Windenergie weiter voran. Durch Einführung eines verbindlichen Offshore-Netzentwicklungsplans wollen wir die Errichtung von Netzanbindungen und Offshore-Windparks zukünftig besser miteinander koordinieren. Auf diese Weise schaffen wir für alle Beteiligten mehr Planungssicherheit und stellen den effizienten Ausbau eines Offshore-Netzes sicher“, so Rösler. weiterlesen…

Wider die Vermaisung der Landschaft

Blüh- und Wildpflanzen als Alternative
Aigner: „Wer Mais für die einzige effektive Energiepflanze hält, irrt“

Die Bioenergie macht in Deutschland heute bereits mehr als Drittel des Aufkommens aller erneuerbaren Energien aus. Im Jahr 2011 wurden auf etwa 2,2 Millionen Hektar Ackerfläche nachwachsende Rohstoffe angebaut. Das entspricht ungefähr 18 Prozent der gesamten Ackerfläche Deutschlands. Bei den Energiepflanzen zur Biogaserzeugung dominiert nach wie vor der Mais mit rund 80 Prozent. „Es wird immer wieder über eine ‚Vermaisung‘ der Landwirtschaft gesprochen. Diese ist in einigen Regionen nur gefühlt, in anderen aber tatsächlich messbar. Wir müssen bei der Erzeugung von Bioenergie die gesellschaftlichen Ansprüche und die berechtigten Interessen der Landwirte in Einklang bringen. Wir brauchen Energiepflanzen, müssen aber unsere Landschaft in ihrer Vielfalt und als Ort der Erholung erhalten. Unsere Forschungsprojekte verbinden beides“, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner am 03.07.2012 beim Besuch eines Versuchsfeldes in Phöben im Landkreis Potsdam-Mittelmark (Brandenburg). weiterlesen…

Japan PV: Einspeisevergütung und 2,1 MW neue Leistung

Kyocera weiht Softbank Kyoto Solar Park mit 2,1 MW Nennleistung ein

Pünktlich zum Start der neuen japanischen Solarstrom-Einspeisevergütung am 01.07.2012 ging  der erste Teil eines Mega-Solarparks im japanischen Kyoto in Betrieb. Die Kyocera-Gruppe und SB Energy, eine auf erneuerbare Energien spezialisierte Tochter der Softbank Gruppe, bauen und betreiben dort gemeinsam den Softbank Kyoto Solar Park mit einer geplanten Gesamtleistung von 4,2 Megawatt-Peak. weiterlesen…

Vierte Helmholtz-Energie-Allianz am Start

Start der 4. Helmholtz-Energie-Allianz zum 1.7.2012
Alleskönner von morgen: Synthetische flüssige Kohlenwasserstoffe als ideale Speicher und Treibstoffe

Seit Anfang 2012 fördert die Helmholtz-Gemeinschaft drei neue Helmholtz-Energie-Allianzen zu neuartigen Batteriesystemen, Energieeinsparpotenzialen bei chemischen Verfahren und Solarzellen aus organisch-anorganischen Komponenten. Nun konnte eine vierte Helmholtz-Energie-Allianz in die Förderung aufgenommen werden, die das Potential flüssiger Kohlenwasserstoffe als Speicher- und Transportmedium für Energie untersuchen wird. weiterlesen…

Neue Expertendatenbank der Agentur für Erneuerbare Energien

Experten aus verschiedenen Fachrichtungen

Wer sind Deutschlands Experten für den Energiemarkt? Wer ist ein geeigneter Referent zum Thema Arbeitsplatzentwicklung in der Erneuerbaren-Energien-Branche? Die Forschungslandschaft rund um regenerative Energien ist breit aufgestellt –  in verschiedenen Einrichtungen arbeiten Wissenschaftler zu systemanalytischen, ökonomischen, politischen und ökologischen Fragestellungen. Einen Einblick gibt die neue Expertendatenbank der Agentur für Erneuerbare Energien. Die auf der Webseite www.energie-studien.de veröffentlichte Datenbank stellt Experten aus verschiedenen Fachrichtungen vor. weiterlesen…

BUND und DUH: Kritik am Netzentwicklungsplan

Netzbetreiber tricksen bei Strommengen aus Kohlekraftwerken

Die Netzbetreiber gehen bei ihren Planungen zum Netzausbau von einer viel zu hohen künftigen Strommenge aus Kohlekraftwerken aus, sagt der BUND. Er legte jetzt das entsprechende Ergebnis einer Analyse des Netzentwicklungsplans vor. Die prognostizierten Strommengen aus Kohlekraftwerken für das Jahr 2022 lägen danach mit fast 250 Terawattstunden (TWh) bis zu 100 TWh über den aktuellen Annahmen in den Energieszenarien der Bundesregierung. Rein rechnerisch entspräche dieser Unterschied der Stromproduktion von über 30 Kohlekraftwerken und einem Mehr-Ausstoß von etwa 90 Millionen Tonnen CO2 im Jahr 2022. Mit diesen Zahlen würden sich die Netzbetreiber weit von der gesetzlichen Vorgabe entfernen, die Netzausbauplanung nach den energiepolitischen Zielen der Bundesregierung auszurichten, so der BUND. weiterlesen…

CO2-Speicher erlaubt – SH: CCS-Verbot

CCS kommt doch

Der Bundestag hat bei seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause noch einige Gesetze bestätigt. Ab sofort soll Kohlendioxid dauerhaft unter der Erde gespeichert werden dürfen. Die verpresste CO2-Menge wird auf 1,3 Millionen Tonnen pro Jahr und Speicher begrenzt – zunächst waren 3 Millionen Tonnen geplant. Zudem gibt es eine Länderklausel, mit der Bundesländer unter bestimmten Bedingungen Speicher in ihrem Gebiet verhindern können. Schleswig-Holstein will davon für das gesamte Landesgebiet Gebrauch machen. Die Bundesregierung sieht die Abscheidung von CO2 bei der Kohleverbrennung oder in der Industrie als Klimaschutzhoffnung, viele Bürger sind gegen CO2-Lager. Bisher gibt es aber ohnehin keine konkreten Projekte in Deutschland. weiterlesen…

25 US-Millionen für Soitec

Soitec bekommt Millionenzuschuss für weltgrößte CPV-Modulfabrik

Good News für die Soitec S.A.: Das  amerikanische Energieministerium (Department of Energy, DOE) wird den den Aufbau einer Modulproduktion in Kalifornien fördern. Nach einer Pressemitteilung des französischen Unternehmens, sagte das DOE einem Tochterunternehmen rund 25 Millionen US-Dollar zu. Unter anderem damit wird Soitec im kalifornischen San Diego eine Fabrik für konzentrierte Photovoltaik (CPV) bauen. In der größten CPV-Produktionsanlage der Welt kann Soitec jährlich  CPV-Module für 200 Megawatt Stromproduktion herstellen.  Sie kommen in den Konzentrator-Photovoltaik-Projekten in San Diego und den Imperial Counties in Kalifornien zum Einsatz. weiterlesen…

Reaktionen auf Rio +20

 Von „kleine Fortschritte“ bis „gescheitert“

Erklärung des stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Christian Ruck:

„Das Fazit der Nachhaltigkeitskonferenz in Rio de Janeiro fällt durchwachsen aus. Es gibt kleine Fortschritte im globalen Nachhaltigkeitsprozess. Viele wichtige Entscheidungen wurden jedoch vertagt und Erwartungen nicht erfüllt. Die Enttäuschung darüber – gerade auch bei den Nichtregierungsorganisationen – ist verständlich.“ weiterlesen…